Steuern in Deutschland / staatlicher Eingriff - Erziehung (Forum)

Herbert, Monday, 10.05.2021, 01:00 (vor 1838 Tagen) @ BlueMagic

Zumindest wollen SPD und Grüne das derzeitige Ehegattensplitting abschaffen.

Ich bin jetzt mal ganz "böse" und behaupt mal "Irgendwoher muss das Geld ja kommen, das man verteilen möchte und da bietet es sich halt an einfach die Menschen zu zwingen zu arbeiten und nicht faul daheim zu sitzen.". Wenn das dann auf Kosten der Familien bzw. der Kinder geht, dann ist das doch egal. Entweder die Familie hat mit einem "arbeitenden Menschen" genug Geld, dann ist das dieser Familie auch egal oder es passt halt nicht, dann müssen halt beide arbeiten. Damit kommen die Kinder schon klar, ist ja aktuell schon bei den meisten Familien so, dass eh beide arbeiten müssen.

Wir können ja ein "Recht auf Homeoffice" gesetzlich fest schreiben, dann hat das Problem halt der Arbeitgeber wenn neben dem Homeoffice noch die Kinder "nebenher" mit betreut werden. Interessiert ja den Gesetzgeber ähnlich wenig wie bei der Einführung von neuen Feiertagen. Da lässt man sich dann als Politiker feiern und zahlen dürfen das dann die Unternehmen oder wenn es machbar ist halt der Verbraucher selbst, wenn die Unternehmer die Leistungen teurer machen.

Aber ja, eine hohe Inflation ist ja perfekt, dann sind die Staatsschulden auch weniger wert und die Rückzahlung geht auch einfacher. Allen ist geholfen - ok, dem der wenig verdient halt nicht so, aber das ist den Politikern ja egal. Passt schon und läuft alles in die richtige Richtung.

Wenn dann die Mieten noch teurer werden, dann regeln wir das halt auch per Gesetz, aber vorher noch die letzten staatlichen Wohnungen verkaufen. Und über richtig satte CO2-Steuern machen wir halt Autofahren, Fleisch essen, etc. so richtig teuer. Ist ja auch egal wenn sich dann Normalverdiener zwangsweise umstellen. Warum überzeugen wenn es mit Zwang doch so viel einfacher geht.

Ist ja nicht so, dass die Menschen in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern nicht schon extrem viel Steuern zahlen (ok, eben genau die Ehepaare mit Kindern nicht ganz so extrem viel mehr Steuern - aber das wollen wir - SPD und Grüne - ja ändern), da wäre es ja blöd, wenn wir einfach die Steuerlast bei Singles senken. Nein, bei der Steuerlast, da muss Deutschland natürlich ganz vorne (ok, 2. Platz ist zumindest auf dem "Treppchen") sein - siehe https://www.welt.de/wirtschaft/article175842986/Steuerlast-Nur-ein-Land-verlangt-noch-hoehere-Steuerbeitraege-von-den-Buergern.html.

Die erste "Reichensteuer" haben wir ja auch schon mit dem modifizierten Solidaritätszuschlag. Wenigstens trifft das keine "Armen" aber nervig finde ich halt, dass man aus einem Solidaritätszuschlag für "Aufbau Ost" einfach mal so eine "Reichensteuer" für Singles ab 73.000,- und für Familien ab 136.000,- Euro Jahreseinkommen macht und das dann als "Entlastung für die meisten Arbeitnehmer" verkauft. Sorry, das ist genau so, wie wenn sich manche Politiker hin stellen und bei den Corona-Einschränkungen von "Vergünstigungen für ..." reden, sorry, aber das sind halt nun mal notwendige Einschränkungen der persönlichen Freiheiten die man nur "zurückgeben" kann aber niemals "jemanden wieder zugestehen" oder ähnlich Formulierungen. Gott sei Dank ist die Wortwahl hier in den letzten Tagen etwas besser geworden.


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