Steuern in Deutschland / staatlicher Eingriff - Erziehung (Forum)
... Das Ehegattensplitting ist aber unabhängig von Kindern in der Ehe. ... Nur geht es dabei um vergleichsweise wenige Jahre. Nach der Kinderphase besteht das Splitting weiter und setzt weiter falsche Anreize. ... Problem ist dann irgendwann auch, dass die Frauen weniger in die Rentenkasse einzahlen und bei einer Trennung Alterarmut droht.
Stimmt, das hatte ich so gar nicht im Blick. Wobei es auch nicht so "unfair" ist, wenn zwei Menschen von denen nur einer arbeitet und der andere sich um Haushalt, Garten, etc. kümmert weniger Steuern zahlen als eine einzelne Person. Ansonsten zwingt man den Partner zum arbeiten bzw. es bleibt dann halt einfach nur weniger Geld übrig, also kein Anreiz sondern ein Zwang. Nicht so mein Fall.
Bei deiner Argumentation wäre ein Familiensplitting, die bessere Variante. Dann würde das Einkommen durch die Zahl der Haushaltsmitglieder geteilt. In Frankreich ist das so. Ab 3 Kindern zahlt man dort praktich keine Einkommenssteuer. Das ist sehr sinnvoll.
Mit dem Vorschlag wäre ich definitiv einverstanden da mit dieser Variante auch wieder "Familie" gefördert wird und man sich dadurch auch Kinderfreibeträge sparen könnte. Auch wenn sich jemand um z.B. die Großeltern kümmert und gemeinsam lebt wäre dann auch abgedeckt. Interessanter Ansatz und auch das Thema "Single-Haushalt" contra "Alleinverdiener / Zuständig-Haushalt" wäre damit gelöst. Wenn jetzt noch ein definierter Betrag bzw. ein Prozentsatz dem Partner "zustehen würde" der den Haushalt macht und damit auch Rente bzw. Altersarmut geregelt wäre, hätte das auch was.
PS: Was Jens Lehmann, Dennis Aogo und Boris Palmer wohl dazu sagen? Wir wollen ja beim Thema bleiben, oder? 
