Recht eindimensionale Sichtweise (Forum)
Wieso muss das Beste draus gemacht werden? Für wen das Beste?
Das Beste für den Verein. Und das Beste für den Verein ist sicherlich nicht ein sportlicher Niedergang.Fehlentscheidungen der Vergangenheit können nicht rückgängig gemacht werden. Was passiert ist, ist passiert. Man muss immer vom Status Quo aus sich fortbewegen, ob einem dieser gefällt oder nicht. Man kommt also nicht umhin sich mit Ismaik zu arrangieren, jedenfalls solange der nicht seine Anteile wieder abgibt.
Dein Satz liest sich ein wenig so als wenn Fehlentscheidungen der Vergangenheit in Stein gemeißelt wären. Man kann meiner Meinung nach Entscheidungen revidieren, selten ist ein Kurs alternativ-los und ein sportlicher Niedergang ist vielleicht nicht das Beste für den Verein aber ich denke man darf sich schon die Frage stellen wie sinnvoll es ist an einem Konstrukt festzuhalten bei dem man manchmal 50% des Aufwands über externes/geliehenes Kapital finanzieren muss.
Diese über 50 Mio. investierten Euros welche gerade wieder durch die Gazetten geistern sind der Preis für 5 Jahre 2 Bundesliga und da Hasan Ismaik in allererster Linie kein Mäzen, sondern Eigentümer ist, steht das Geld größtenteils irgendwo in den Büchern.
Leider erweist sich die KGaA weiterhin als reformunwillig bzw. -fähig. So erfahre ich von Herrn Rejek zwar dass die Arena inzwischen spottbillig ist, aber es gibt nach wie vor kein geeignetes Konzept um die Finanzen dauerhaft in den Griff zu bekommen, außer der geradezu lächerliche Versuch über den Verkauf von Nachwuchstalenten das Defizit zu minimieren.
Vermutlich hoffen momentan Einige auf den neuen TV Vertrag aber da dürfte, zumindest für die 2. Bundesliga Skepsis angesagt sein. Zumal ja andere Ligen beweisen dass Mehreinnahmen aus TV Verträgen sich quasi direkt auf Gehälter und Ablösesummen auswirken. Gut für Spekulanten, schlecht für die Fans.
Und so traurig dass es auch ist. Natürlich ist es prinzipiell einfacher für das "Problem" Hasan Ismaik eine Lösung zu finden je niedriger die Liga ist (das betrifft auch die Stadionfrage). Die Fallhöhe nimmt einfach ab ebenso wie die zu erzielenden Erlöse aus einem Anteilsverkauf.
Aber dazu müsste erst einmal der Wille im e.V. da sein solch einen Schritt zu vollziehen und da sehe ich derzeit keine Mehrheit (ich akzeptiere das auch).
Prinzipiell spült ein Investor nicht nur Geld in die Kassen sondern er kostet meiner Meinung nach auch denn warum sollte man sich finanziell groß für einen Milliardär/Multi-Millionär engagieren?
Auch bei der Vermarktung bringt so ein Konstrukt meiner Meinung nach nicht nur Vorteile. Wenn man ein Image transportieren möchte dann ist ein launischer Mehrheitseigentümer nicht gerade der ideale Markenbotschafter.
Man wird sehen was die Konsolidierungsbemühungen zur neuen Saison bringen werden.
