Impfbereitschaft (Forum)

Nikiforov, Wednesday, 02.12.2020, 15:51 (vor 2022 Tagen) @ Schindluderei

Aber abgesehen davon würde ich mich gegen einen Virus der sich im Bereich einer Grippe bewegt


Da stimme ich dir nicht zu.


Ich geb dir einfach mal jeweils paar Quellen,

Sterblichkeit:

https://tkp.at/2020/10/06/who-10-prozent-der-weltbevoelkerung-infiziert-letalitaet-von-corona-nur-013-prozent/

https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf

Danke für die Quellen.
In dem WHO/Ioannidis-Paper steht:
Conclusion: The infection fatality rate of COVID-19 can vary substantially across
different locations and this may reflect differences in population age structure and casemix of infected and deceased patients and other factors. The inferred infection fatality rates tended to be much lower than estimates made earlier in the pandemic.

Das heißt, nichts Genaues weiß man nicht, aber am Anfang wurde die Sterblichkeit ziemlich sicher überschätzt.
Das klingt für mich plausibel, aber eben auch nicht sehr belastbar. Und anders bei den Grippewellen, die kommen und gehen, hast du halt im Falle einer andauernden Pandemie potenziell unbegrenzt viele Infizierte. "Das geht schon wieder weg" fände ich auch keine gute Leitlinie. Das hat Trump gesagt, selbst aber von Therapien und Personal profitiert, die keinem Normalsterblichen zur Verfügung stehen.


Bitte WAS ist die Krankheit? Und im Gegensatz zur Impfun sind da sicher auch die Spätfolgen schon bekannt?


Die Spätfolgen sehen für mich nicht viel anders aus als bei der Influenza. Nennt sich ja long Covid. Da hört man aber auch nur, dass sich fast alle wieder vollständig erholen. Es kann dauern, aber wird in aller Regel wieder.

Wie es für dich aussieht und was "in aller Regel" heißt können wir nicht zur Maxime unseres Handelns machen.

Meinem Wissenstand nach: sind ca. 80-90% ohne Symptome oder mit leichten Symptomen, bei denen mit keinen Symptomen hat man inzwischen in einer neuen Studie nachgewiesen was schon von Anfang an vermutet wurde, diese können die Krankheit nicht weitergeben weil ihre Viruslast nicht reicht.


Hast Du bitte eine Quelle?


https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w

"Of the 300 asymptomatic positive cases, two cases came from one family and another two were from another family. There were no previously confirmed COVID-19 patients in these two families. A total of 1174 close contacts of the asymptomatic positive cases were traced, and they all tested negative for the COVID-19. "

Danke, sehr interessant. In den Kommentaren siehst du aber, dass es dazu berechtigte Fragen gibt.
Vergiss auch nicht, dass man als ernsthaft Erkrankter VOR dem Ausbruch ggf. auch schon viele Tage durch die Gegend latscht und in diesem Zeitraum m.W. sehr wahrscheinlich weitere Leute anstecken kann. Und dagegen helfen nur Maßnahmen, die alle betreffen und an die sich alle halten.

Reden könnte man noch über:

-mit oder an Corona gestorben, was sagen diese Zahlen (ich meine überhaupt nix)


Die Übersterblichkeit scheint bisher tatsächlich gering. Es ist aber ziemlich wahrscheinlich, dass wir ohne Maßnahmen punktuelle Überlastungen gehabt hätten, die weitaus mehr Menschenleben gekostet hätten.


Genau mit dieser Art hält man uns in Schach, könnte ja sein, was wäre wenn, Söder nennt das Team Vorsicht und Umsicht, wie süss. Ich hätte gerne ein Team mit einem Plan. Mein Gegenbeweis, kein Modell, keine Voraussage traf bisher auch nur annähernd zu. Daher ist diese Voraussage auch reines gerate ohne irgendeine Basis.

Teilweise sicher richtig.
Reines Gerate ohne irgendeine Basis betreibst du aber auch, weil du vorgibst, dass ohne Maßnahmen ja auch nix passiert wäre. Warum tust du so, als wäre das alles ganz einfach und du oder deine Quellen wüssten alleine und ganz sicher, was abgeht? Das ist Bullshit, sorry.


-zu was Masken im Freien (ich meine als Zeichen, dass ich brav diesen Schmarrn mitmache)


Einerseits ja. Andererseits geben wir beim Sprechen, Husten, Niesen, ja auch Tröpfchen ab und dann sind frische Luft und 1,5 Meter allein evtl. kein ausreichender Schutz.


Wo kann ich zur Zeit keine 1,5m im Freien einhalten? Hab das sogar auf Demos prima hinbekommen.

Ich muss jeden Tag durch eine längere Unterführung am Bahnhof mit einem nur ca. 1m breiten Gehweg und viel Autoverkehr, also keine Möglichkeit auszuweichen. Natürlich laufen da alle Leute, die gerade aus dem Zug kommen ohne Maske und zwar in beide Richtungen, weil es ist ja "im Freien". Ist nur ein kleines Beispiel. Und ich sage nicht, dass die Maskenpflicht uns retten wird. Sie ist aber auch kein reiner Humbug.


-PCR Test, die Grundlage aller Maßnahmen, ist offenbar wissenschaftlich sehr schlecht gemacht und daher auch für die Diagnose Covid eigentlich ungeeignet.


Der PCR-Test hat sicher Schwachpunkte, das hätte ich auch gerne näher beleuchtet.


https://corona-transition.org/hochkaratiges-internationales-forscherkonsortium-demontiert-pcr-test-von-prof

"In Anbetracht der hier dargestellten wissenschaftlichen und methodischen Mängel sind wir zuversichtlich, dass der Redaktionsausschuss von Eurosurveillance keine andere Wahl hat, als die Publikation zurückzuziehen."

Na dann schauen wir mal, ob sie zurückziehen. Meine Momentane Meinung, als Laie: Der Test wird völlig überstrapaziert und überschätzt, würde unter normalen bedingungen viel stärker kritisiert, aber wir haben nichts anderes.


-wieso wird bei den Klinikbelegungen ständig gelogen? Es ist nicht mehr los als sonst im Herbst und es werden grade Intensivbetten abgebaut. Inzwischen gibt es eine sehr genaue Analyse vom Frühjahr was die Lage in den KKHs angeht, Ergebnis: alle Prognosen waren komplett falsch. Dies wird jetzt wieder so sein. Ständig wird berichtet in zwei Wochen ist Ende in den Kliniken, sind die zwei Wochen dann rum und nix ist am Ende, gibts die nächste Melldung, ja aber ganz bestimmt in drei Wochen....usw...merkt das denn keiner ausser mir?


Natürlich gab es falsche Prognosen. Das heißt aber nicht, dass nix passiert, wenn man es einfach laufen lässt. Umgekehrt können wir aber auch unmöglich seriös abschätzen, was die Maßnahmen tatsächlich bringen.


Auch so eine Sache, selbst wenn man meint ein Lockdown wäre sinnvoll, obwohl er selbst bei Rekruten nichts gebracht hat https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2029717 könnte man doch fragen wieso hier keine Versuche unternommen werden rauszufinden welche Maßnahmen genau welchen Effekt haben. Genau wie man seit 8 Monaten einen Test zur Dunkelziffer ankündigt. Man versucht nix um Licht ins Dunkel zu bringen, ich unterstelle hier inzwischen Absicht.

Zur Analyse erstes Halbjahr

https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie?fbclid=IwAR1u7GZ9kXbeUYjjpWvTFtaKGSEd598OKAZ4SU5e4yUFyR4hxWHwhY_PMQQ

Ja, ich hab da auch meine Bedenken bzw. Fragen. Den IQM-Link kannte ich bereits.

Die OECD hat eine interessante neue Studie zur Übersterblichkeit. Da ist gut zu sehen, dass wir in den Corona-Brennpunkten im Frühjahr eine hohe Übersterblichkeit hatten - in weiten Teilen Europas sind aber sogar weniger Leute gestorben als in den Vorjahren:
https://www.oecd-ilibrary.org/sites/959d5ba0-en/1/3/1/1/index.html?itemId=/content/publication/959d5ba0-en&_csp_=77ce7d3756e86cc9068a0565516fcdaa&itemIGO=oecd&itemContentType=book#component-d1e1595


Die Klinikbelegungen (Intensiv) kann sich übrigens jeder anschauen, z.B. hier ganz okay dargestellt:
https://www.swr.de/swraktuell/corona-lage-auf-den-intensivstationen-100.html
Den text kannst ignorieren, die Zahlen sind ja entscheidend.

Wir brauchen da mehr Transparenz und Diskurs, kein Zweifel.


100% Zustimmung. Aber die Leitmedien weigern sich weiterhin, daher wird das bis auf weiteres so bleiben. Auf der einen Seite die Vernünftigen, Verantworungsvollen die diese unbedingt nötigen, tollen, bewährten Maßnahmen ohne Widerspruch mitmachen, auf der einen Seite die bösen Aluthutträger, die schuld sind, dass man immer noch im LOckdown lebt, gell Herr Kraiburger

Ich denke und hoffe, dass die Fronten auf beiden Seiten langsam bröckeln.

Ausgerechnet die auch von mir vielgescholtene AZ hatte mal eine andere Sichtweise zu bieten:
Daten lassen vermuten: Lieber tot als ins Krankenhaus - Sterben mehr Menschen, weil sie sich aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht behandeln lassen? Erste Erhebungen zu diesem Thema lege den Verdacht nahe.

Man kann an Corona sterben. Und man kann sterben, weil man versucht, sich vor Corona zu schützen.
Wir sind alle immer noch in einem Lernprozess.


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