Impfbereitschaft (Forum)

Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !, Tuesday, 01.12.2020, 20:27 (vor 2018 Tagen) @ Schindluderei

Da ich von einer Impflicht durch die Hintertüre (sonst kommst halt nirgends mehr rein) ausgehe, werde auch ich mich eventuell impfen lassen "müssen".

Ich hielte es für einen großen Fehler, wenn der Staat eine generelle Impfpflicht einführt oder es gar privaten Unternehmen generell erlaubt einen Impfnachweis anzufragen. Gesundheitliche Daten und das Verfügungsrecht über den eigenen Körper müssen geschützt bleiben.

Aber ich bin eigentlich recht optimistisch, dass unsere Regierung in Luxemburg von dergleichem absehen wird. Sie haben ja sogar eine Tracing-App aus Datenschutzgründen abgelehnt.

Insbesondere Autoimmunreaktionen halte ich für nicht unwahrscheinlich.

Das macht mir auch Gedanken. Hab in meinem persönlichen Umfeld eine Person mit MS, die unbedingt gegen Corona geimpft werden möchte, um sich nicht mehr einsperren zu müssen. Aber man weiß halt nicht wie die Impfung sich mit dieser Autoimmunerkrankung verträgt.

Wissen tut man über den Impfstoff auch so gut wie nix

Ich wundere mich ja auch dass der Impfstoff jetzt so schnell durchgehauen wird und alle Politiker vor allem darauf setzen.

M.E. braucht man vor allem immer noch einen konsequenteren Schutz der Risikogruppen und Schnelltester zu Absicherung neuralgischer Punkte. Und vielleicht irgendwann in Zukunft auch zur Absicherung von größeren Events wie bspw. Fußballspielen. Da sollte man wohl eher den Fokus legen als bereits Impfzentren zu planen.

Trotzdem stehe ich insgesamt hinter den meisten Entscheidungen und Planungen der Regierung Bettel und das nicht nur aus parteipolitischer Räson heraus. Es sind Nuancen die ich halt anders betonen würde.

Mittlerweile ist hier die Gastronomie übrigens nun auch geschlossen. Erstmal nur für drei Wochen. Solange es dabei bleibt, kann ich damit leben. Aber generell mag ich keine Lockdowns und denke wir müssen eher mit dem Skalpell als mit dem Hammer vorgehen, so wie mein Bruder es gestern auf RTL auch aus Hongkong geschildert hat.

Du wirst den Beitrag allerdings nicht mögen, da mein Bruder die Masken lobt, die die Einwohner schon trugen bevor die Regierung es zur Pflicht an vielen Orten machte ;-)

Herdenimmunität ist zwingend, nur der Weg war/ist umstritten. Herdenimmunität per Durchseuchung (mein Mittel der Wahl) vs Herdenimmunität durch Impfung.

Dass Herdenimmunität ein schmutziges Wort geworden ist, macht schlichtweg gar keinen Sinn. Herdenimmunität ist was eine Pandemie beendet. Herdenimmunität ist also genau DAS was wir wollen. Ich denke, das Problem rührt daher, dass Herdenimmunität dummerweise mit der Idee in Verbindung gebracht worden ist, das Virus einfach „frei laufen“ zu lassen, was jedoch zu gefährlich wäre. Wenn die Geschwindigkeit der Durchseuchung zu hoch ist, droht eine Überlastung des Gesundheitssystems. Das konnte in der Tat kein Politiker zulassen! Und das lässt man auch NICHT in Schweden zu. Das wurde teilweise in der Presse falsch dargestellt. Genauso wie die FAZ Luxemburg relativ unfair beschrieb.

Deine Dichotomie halte ich überdies für eine falsche. Herdenimmunität wird immer durch eine Kombination von beidem erreicht. Am Anfang hat man halt nur die (hoffentlich nicht zu schnelle) "Durchseuchung", da es ja noch keinen Impfstoff geben kann, später dann hoffentlich auch eine vertrauenswürdige Impfung.

Hat man bis eine zuverlässige Impfung (wie bspw. im Fall von Masern) ist es allerdings schlichtweg Unfug die Durchseuchung einer Impfung vorzuziehen. Eltern die sagen, mein Kind geht jetzt zu einer Masernparty anstatt das Kind lieber gegen Masern impfen zu lassen, haben m.E. komplett den Verstand verloren, schaden ihrem Kind und sollten sich mal das oben verlinkte Video mit Dr. Adalja ansehen.


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