@lustiger_hans (Forum)
Naja, wenn man ein Unternehmen nicht gesetzlich zwingt, wird garnichts passieren.
Genau das sollte man eben tun. Man sollte allen Unternehmen klar sagen: entweder Homeoffice oder jeden zweiten Tag Schnelltests oder halt Lockdown. A,B oder C
Solange die Leute ins Büro fahren müssen, werden dort auch Präsenzbesprechungen stattfinden. Plus diverse Kleinkontakte, "nur mal schnell was nachfragen", und solche Sachen. Funktioniert nur mit komplett heimschicken.
Ok einverstanden.
Weil man den einfachen Bürger gängeln kann, aber den ach-so-tollen Konzernen das nicht zumutbar ist. Das nennt man Kapitalismus.
Das nennt man nicht Kapitalismus. Das nennt man pure Inkonsequenz. Entweder es gelten jetzt Pandemieregeln und zwar ganz generell, also auch in der Arbeitswelt, oder eben nicht.
Euch ist aber schon klar, dass man sich als Unternehmer (bzw. stellvertretend die Mitarbeiter) noch an ein paar andere Gesetze und Verordnungen halten muss als die "Pandemie-Vorschriften". Nur mal als Beispiel:
- DSGVO -> ein Traum für alle Buchhalter, insbesondere Personalbuchhalter, im Homeoffice mit den Familienangehörigen
- Arbeitsstätten-Verordnung -> Die Arbeitsflächen müssen groß genug sein (mindestens 160 x 80 Zentimeter). Zum Bildschirm muss ein Sehabstand von 50 bis 60 Zentimetern erreicht werden. Die Büroarbeitsstühle (Drehstühle) müssen vielfach verstellbar, standsicher und ergonomisch gestaltet sein. - Da kann der Gesetzgeber schon "durchgreifen" und das Home-Office "vorschreiben" wenn dann der Unternehmer für den Arbeitsplatz "daheim" verantwortlich ist - wird dann interessant wenn der Unternehmer dann das Recht hat in die Wohnung des Mitarbeiters zu gehen um zu prüfen ob alles eingehalten wird, zumindest muss er das tun wenn er keine Probleme mit der Berufgsgenossenschaft bekommen möchte.
Wenn wir jedem Mitarbeiter ein Einzelbüro zur Verfügung stellen und in den Büros in denen normalerweise 5-6 Leute arbeiten dann 2 sitzen von uns hochwertige Luftwäscher installiert werden, dann sehe ich da schon einen sehr großen Unterschied zur aktuellen Situation in den Schulen und auch teilweise in den Behörden.
Bevor der Staat hier noch weiterhin "eingreift" sollte er lieber dafür sorgen, dass Impfstoffe (für die die sich impfen lassen möchten) zur Verfügung stehen, kostenlose Tests (in allen Bundesländern) ermöglicht werden und die Auszahlung der Hilfen endlich auf die Reihe bringen (evtl. mit etwas weniger Bürokratie wäre auch schön).
Ich bin gerade ziemlich angepisst wenn Schulen geöffnet werden sollen aber den Menschen selbst das Treffen im Freien bzw. der Einkauf (unter Hygieneauflagen) vor Ort verboten wird. Wenn jetzt noch weitere "Vorschriften" für Arbeitgeber folgen, dann würde ich mir (obwohl ich echt kein "Streithansl" bin) eine Klage überlegen. Der Staat greift akuell in extrem viele Bereiche ein, teilweise mit "Sinn", aber einiges auch "ziemlich komisch" bzw. unkoordiniert.
PS: Was ich noch vergessen habe, so aus dem "echten Leben": Einige meiner Kollegen wollen unter keinen Umständen ins Home-Office. Aus unterschiedlichen Gründen wie z.B.
- kleine Wohnung mit Kindern
- Single und kaum andere "Ansprache"
- 100% der Zeit mit dem Partner "nicht gewünscht"
- kein sinnvoller Arbeitsplatz möglich

