@luxl (Forum)

lustiger_hans, Saturday, 27.02.2021, 09:45 (vor 1930 Tagen) @ Sohn des Landes der Schweiz-Bezwinger !

Folglich MUSS ein AN auch beim positiven Test rein, solange er nicht vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wurde, sonst wird das gerne mal als Abmahnungs-/Kündigungsgrund genutzt.


Das ist ja verrückt. Wusste nicht dass das in Deutschland so ist. Bei uns bedeutet ein positiver PCR-Labortest automatisch, dass man einen Isolationsbescheid von der "Direction de la Santé" für 10 Tage bekommt. Der zählt wie ein gesetzlicher Krankenschein. Was nicht verhindert, dass man freiwillig(!) im Homeoffice arbeitet, wenn man nicht wirklich krank ist.

Das WÜRDE es schon auch bei uns bedeuten. Praktisch bekommen das die Behörden nicht hin. Damit kann man also erstmal seinem AG nicht nachweisen, warum man nicht kommt.

NEIN, ist man NICHT. In Quarantäne ist man z.B. voll zur Arbeitsleistung verpflichtet. Dies ist ggf. nur gehemmt, wenn man nicht von zu Hause arbeiten kann.


Das ist doch aber in vielen Berufen der Fall, dass man NICHT von zuhause arbeiten kann. Da muss man doch dann freigestellt sein von der Arbeit. Und wenn man zuhause arbeiten kann und nicht krank ist, kann man ja zuhause arbeiten, aber man soll halt zuhause bleiben. Sowieso bin ich ja eigentlich der Meinung, dass bis zum Ende der Pandemie Homeoffice-Pflicht (alternativ: Pflicht zum Einzelbüro) bestehen sollte.

Ja, wenns von daheim nicht geht, dann ist es natürlich objektiv unmöglich. Läuft aber unter einem ganz anderen Rechtskreis wie eine krankschreibung.

Die Homeoffice-Pflicht wäre von Anfang an eines der ersten sinnvollen Mittel gewesen. Und zwar gleich zum Lockdownbeginn im März 2020. Statt dessen hat man die Leute privat gegängelt, während die Großraumbüros fröhlich weiter voll bis an den Rand waren. Zu Beginn im März 2020 etwas weniger, gegen Mitte/Ende 2021 gabs dann Studien, die davon sprachen, dass 86% der homeofficefähigen Arbeitsplätze regulär besetzt sind. Oft auch, weil der AG das Homeoffice entweder kaum anbietet oder gleich untersagt. Pflicht zum Einzelbüro bring da eher bedingt was, da man ja dann trotzdem ständig in vollen Besprechungsräumen hockt. Außerdem haben ja viele Unternehmen garkeine Büros mehr, sondern nurnoch so mitterlalterliche Schreibhallen im Großraum.

Aber danke, dass Du mir recht gibst, dass es smartere Eindämmungsmassnahmen gibt als einen Lockdown.

Solange die Kontaktmaschinen Großraumbüro und U-Bahn bestehen, braucht man von Kontaktbeschränkungen ja nicht wirklich reden. Man kann schon kurzzeitig mit Lockdowns arbeiten, wenn man großflächig eine echte hochgefährliche Krankheitswelle eindämmen muss. Das geht dann aber nur sehr beschränkt und man muss ALLES zusperren; was objektiv kaum länger also 2 Wochen funktionieren wird, dann akzeptieren das die Leute ggf. aber auch und dann bringt das auch was. Wir sehen, was passiert, wenn man politischen Blödsinn abzieht: Die Leute daheim einsperren, aber den Konzernen ja keine Sekunde wehtun. Das funktioniert nicht.

Je nachdem wie hoch die Zahlen sind, gibt es allerdings nur noch einen mehr oder weniger strengen Lockdown, aber daher müssen die Zahlen halt niedrig gehalten werden, u.a. mit Antigenschnelltests.

Bewährt in anderen Ländern seit Monaten. Da hat man bei uns noch davon gesprochen, dass die Schnelltests nichts taugen. Und nach wie vor: Entweder richtig zu oder diesen Blödsinn bleiben lassen.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion