Wie möchtest Du es denn haben? (Forum)
dein Vergleich mit den direkten Beteiligungen an normalen Firmen hinkt in meinen Augen bei einem Fußballverein, speziell in unserer Konstellation, gewaltig.
Es stimmt: Bei einer gesunden GmbH kann ich Anteile kaufen, mich operativ heraushalten und einfach passiver Investor sein. Aber ein Drittliga-Fußballverein ist keine normale Firma, die von alleine Rendite abwirft – schon gar nicht, wenn ihr wichtige Einnahmequellen wie das Merchandising fehlen.
In der Konstellation eines Investments in einen Fußballverein wie 1860 München ist ein Engagement doch eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man strategisch in die Infrastruktur investiert. Ein modernes NLZ oder ein passendes Stadionkonzept sind die einzigen Wege, wie sich der Verein langfristig selbst tragen kann. Nur so erwirtschaftet man Werte (z.B. durch die Ausbildung und den Verkauf von NLZ-Spielern) und ermöglicht den sportlichen Aufstieg.
Wenn ein Investor nur Anteile hält und bei Bedarf operative Verluste über Kredite/Genussscheine ausgleicht, anstatt das Fundament für eigenes Wachstum zu bauen, dann macht das am Ende doch weder für den Verein noch für den Investor selbst irgendeinen Sinn. Es wird nur der Mangel verwaltet. Genau hier trennt sich für mich der passive Geldgeber vom strategischen Partner, den 1860 so dringend bräuchte.
