DOCH ! (Forum)
Ich bin nicht per se gegen Investoren im Fussball. Früher hatte man stattdessen Mäzene (so wie bei Sechzig Wetzel oder Heckel), die als Idealisten eigenes Geld in den Verein gesteckt haben. Heute eben Investoren. In England interessiert das kaum einen, die Massen rennen trotzdem ins Stadion. (Red Bull ist ein Spezialfall, weil Red Bull kein Investor im klassischen Sinne ist, da ist der Fussballverein nur eine Litfaßsäule mehr. Aber viele Leipziger scheint das nicht zu stören, das ist dann auch ihr Bier, nicht meins.)
Mäzene waren auf Zeit gewählte Alleinherrscher. Da musste oft jedes Jahr der Geldbeutel aufgemacht werden, das Geld war sehr oft "geschenkt" und außerdem musste man sich regelmäßig dem Votum der Mitglieder stellen. Für Geldgeber war das anstrengend, da kommt man als Investor mit ein paar Mio. Kaufpreis vermutlich besser weg (allerdings hat sich Hasan Ismaik vielleicht trotzdem den falschen Verein herausgesucht).
Und das Investoren in England kaum einen interessieren stimmt so doch auch nicht. In vielen Stadien wurde die komplette aktive Fanszene verdrängt, Eintritt und Pay TV kosten Unsummen und viele Stadien verkaufen einen Großteil ihrer Eintrittskarten nur als Dauerkarte.
Das das in England keinen mehr interessiert liegt vielleicht auch daran dass die Entwicklung dort schon so lange im Gange ist dass viele es schon gar nicht mehr anders kennen.
Ich habe dazu neulich durch einen Link im Löwenforum auch eine recht interessante Doku gesehen
Verrückt nach Fußball - Englische Fans im Abseits.
Ein Abstieg ist sicherlich kein Allheilmittel und es könnte vermutlich auch böse enden. Vielleicht ändert sich auch gar nichts zum Positiven. Allerdings steigt die 1. Mannschaft nicht ab weil ein paar Fans damit kein Problem haben sondern weil man mit den vielen Millionen mal wieder nichts Sinnvolles anfangen konnte. Die Schuldigen heißen Mayrhofer, Schneider, Ismaik, Basha oder Rejek und nicht Kraiburger oder HHeinz.
