Will Sechzig beim Stadionausbau zocken? (Forum)
(1) was spricht eigentlich gegen einen Erbpachtvertrag?
- wenn das Stadion nicht mehr der Stadt, sondern der KGaA oder einer noch zu gründenden Betreibergesellschaft gehören würde, müsste diese natürlich zunächst mal Umbau, Instandhaltung und Betriebskosten selber tragen - was die KGaA schlicht nicht kann.
- deswegen müsste die Stadt trotzdem massiv Geld zuschießen, z.B. in Form eines Betriebskostenzuschusses und/oder durch die Übernahme eines beträchtlichen Teil der Umbaukosten
- nachdem die Stadt es seit zwei Jahren es nicht schafft, die Mietbedingungen für Sechzig im Falle eines Umbaus zu ermitteln, möchte ich mir nicht ausmalen, wie lange es dauern würde, einen für beide Parteien akzeptablen und finanzierbaren Erbpachtvertrag auszuhandeln...
Im Endeffekt würde die Stadt die komplette Verantwortung auf KGaA bzw. Betreibergesellschaft abwälzen. Diese würde dann aber natürlich sämtliche Risiken tragen, die Bau und Betrieb eines schweineteuren Fußballstadions so mit sich bringen. Trotzdem wäre man weiterhin vollständig abhängig vom Wohlwollen bzw. Genehmigungswillen der Stadt, was Nutzung und Baumaßnahmen angeht. Und ob die Stadt weiterhin so großzügig z.B. über Anwohnerbeschwerden hinwegsehen würde, wenn ihr das Stadion nicht mehr gehört, wage ich zu bezweifeln.
Das sind jetzt nur mal die Punkte, die mir so auf die Schnelle einfallen. Sicher gibt's noch weitere, aber natürlich auch den ein oder anderen möglichen Vorteil.
