Nichts hat sich geändert bei der ARGE – das Protokoll (Forum)

Daxerhof, Wednesday, 21.03.2018, 23:07 (vor 2977 Tagen) @ Nikiforov

Protokoll zur Versammlung der ARGE-Regionsvorsitzenden
am 16.03.2018 im Daxerhof, Olching.
Beginn der Veranstaltung: 16.30 Uhr

1. Begrüßung
Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit durch Gerhard Schnell. Anwesend waren rund 100 Regionsbeauftragte, Stellvertreter und Fanclubmitglieder aller Regionen, ausgenommen der Region 13. Insgesamt waren starke 39 Fanclubs vertreten.
Nachfolgend Begrüßung der anwesenden bzw. noch erwarteten Ehrengäste Peter Cassalette, Werner Lorant, Karsten Wettberg, Bernhard Winkler, Monika Baumgartner, Mutaz Sabbagh, Werner Schmidhuber, Ludwig Kraft, Thomas Hirschberger, Norbert Oxée, Elisabeth Nagelstutz, Andi de Biasio und Peter Dornauer.

2. Vorstellung der „neuen“ Gesichter in der ARGE
Vorstellung von Franz Hell als neues Vorstandsmitglied der ARGE und Sascha Üblacker als neuen Verantwortlichen für den Bereich Internet und Social Media durch den Vorsitzenden. Anschließend kurze persönliche Vorstellung der beiden neuen Ehrenamtlichen.

3. Informationen und Neuigkeiten/ 4. Umfrage

Franz Hell´s Motivation sich bei der ARGE zu engagieren entstand aus seiner Wahrnehmung, dass die Mehrheit gegen den aktuellen Kurs des e.V. ist und die Politik der „schwäbischen Hausfrau“ und der Nadelstiche nicht zielführend für Profifußball bei 60 ist. Franz Hell stellt die aktuelle Situation bei 60 aus seiner Sicht dar. Zu seinen Ausführungen herrscht vernehmbar Einigkeit. Im Anschluss folgt eine offene Diskussion, u.a. zu folgenden Themen:
• Wie bekommen wir die Mitglieder zur Mitgliederversammlung?
• Wie motivieren wir die Mitglieder?
• Woher kommt der Kult (speziell bei jungen Fans) um das GWS?
• Letzte Mitgliederversammlung – ein abgekartetes Spiel?
• Das letzte Kapital bei 60 sind die Fans?
• Was hat die ARGE in Sachen Verwaltungsrat und Wahlausschuss vor?
• Ist eine Online-Petition nötig um die Tendenz der Mitglieder abzufragen?

Fazit: Die ARGE wird mit Verwaltungsratskandidaten die einzelnen Regionen besuchen um das Konzept der ARGE zu erklären und die Kandidaten vorzustellen. Unterstützend gefordert sind hier im speziellen die Regionssprecher, um ihren Mitgliedern die Motivation dahinter zu erklären und sie zu motivieren, bei der nächsten MV gegen den Sparkurs des e.V. zu stimmen.

Das Nachwuchsproblem zieht sich neben der ARGE auch durch die Fanclubs bzw. Regionssprecher. Hier wurde dazu aufgerufen, sich zu engagieren und um Nachwuchs zu werben.

Karsten Wettberg führte anschließend an, dass mehr als 2-3 Jahre in der Regionalliga nicht zu überleben seien. Außerdem sei eine dritte und vierte Mannschaft nicht nötig. Es gehe ausschließlich um Profifußball. Karsten sieht bei einem Nichtaufstieg in dieser Saison große Probleme auf 60 zukommen. Der Kader ist lt. Karsten ohne Gebhart nicht aufstiegsfähig. Zudem ist das GWS nicht ausbaufähig. Weiter muss man umgehend mit Hasan Ismaik sprechen und alles Mögliche tun um Spieler zu finanzieren. Der Verein muss offen sein und sich unterscheiden können. Bayernliga damals und Regionalliga heute sind nicht vergleichbar. Der Hass muss aufhören – es geht nur miteinander.

Karsten Wettbergs Vorstoß, das Radstadion (gehört der Stadt, stand viele Jahre frei) zur neuen Löwenheimat zu machen, fand kein Gehör. Zwischenzeitlich wird dort die neue Heimat der FC Bayern Basketballer geplant und soll nach Fertigstellung den Namen SAP-Arena tragen. Nachtrauern hilft nichts, wir müssen nach vorne schauen.

Werner Lorant schloss sich Karsten an und brachte zum Ausdruck, dass das Gestrige nicht mehr interessiert. Das GWS sei das Problem. Der Verein hat in der Vergangenheit zu viel falsch gemacht. 60 ist ein Traditionsverein – trotzdem muss sich was ändern. Junge Menschen sind nicht mehr für 60 zu begeistern. Früher war noch Leben im GWS, heute kommt nicht mal mehr wer zum Training. Werner stelle sich abschließend für öffentlichkeitswirksame Termine zur Verfügung.

Peter Cassalette erklärt die Gründe für seinen Rücktritt nach der verlorenen Relegation gegen Regensburg. Grund hierfür war nicht der Abstieg, sondern die Vorgabe der Mehrheit des damaligen Verwaltungsrats, dass es nunmehr gegen Hasan Ismaik zu gehen habe. Er erklärte außerdem die Gründe, warum er sich nun wieder für ein Amt bei 60 zur Verfügung gestellt habe. Es sei seine einzige Möglichkeit, bei 60 noch was zu ändern. Er und der andere Aufsichtsrat, Saki Stimoniaris, seien auf einer Linie und versuchen alte Strukturen aufzubrechen und notwendige Mehrheiten zu schaffen. Bei den Themen Bierofka, Stadion, U21 sind beide dran, können aber aufgrund der rechtlichen Situation keine konkrete Auskunft dazu geben. Wir dürfen alle den Verein nicht aufgeben. Verständnis für Ismaik sei angebracht. Wer 60-70 Millionen investiert und dann mit dem sog. Scheich-Lied in übelster Weise diskreditiert und diffamiert wird, dem vergeht verständlicherweise die Lust, weitere Millionen zu investieren.

Bernhard Winkler bemängelt die mangelnde Identifikation mit 60. Sowohl innerhalb des Vereins als auch in Teilen der Mannschaft. Viele Leute arbeiten bei 60, jedoch nicht für 60. Die Mannschaft funktioniere nicht alleine. Das Fußballgeschäft funktioniert heutzutage nur noch mit entsprechenden finanziellen Mitteln. War bei 60 mal wieder Geld da wurde damit quasi Monopoly gespielt. Die Behandlung und Wertschätzung seitens 60 sei im Rahmen der Diskussion um seine weitere Beschäftigung unter aller Kanone gewesen. Angekündigte Gespräche dazu wurden durch den Präsidenten Reisinger bereits im Vorfeld als unnötig abgetan und schließlich durch den GF Fauser wochenlang hinausgezögert. Bernhard sei bereit zu helfen. Nicht der KGaA, nicht dem e.V., sondern 60.

5. Diskussion
In angenehmer und familiärer Atmosphäre folgten noch einige Wortmeldungen und Fragen an die vorgenannten Sprecher. Fragen nach der Notwendigkeit eines Stadionmanagers, nach dem Defizit in diesem Jahr und die Umstände rund um die Kommunikation mit den Spielern im Rahmen der Relegationsspiele im letzten Jahr. Laut Karsten Wettberg wurde den Spielern bereits Mitte der Rückrunde mitgeteilt, dass es keine neuen Verträge im kommenden Jahr mehr geben würde.
Zur Abstimmung gelangt die Frage, wer mit dem aktuellen Kurs des e.V. einverstanden sei. Hierzu gab es keine Meldung.

Die Gegenfrage wurde einstimmig bejaht und ließ keinen Spielraum für Interpretationen.
Die letzte Wordmeldung verlangte nach einem klaren Konzept, um 60 wieder zurück in den Profifußball zu bringen.

Franz Hell erklärte daraufhin, dass bis 31.03.2018 die Abgabe der Vorschläge für den Verwaltungsrat, Wahlausschuss etc. abzugeben sei und man im Anschluss die Regionen besuchen werde, um das Konzept vorzustellen. Eine öffentliche Kommunikation des Konzepts sei vor dem Stichtag 31.03 kontraproduktiv.

6. Anträge – Verschiedenes
Keine Wortmeldungen.
Um 19.15 Uhr wurde die Versammlung von Gerhard Schnell beendet.


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