mich gehts ja mal wieder nix an, aber... (Forum)
Ist denn das dann schon alles mit dieser "Demokratie", wenn jemand, der vorher wohin gewählt wurde, danach zu beweisen hat, daß er es wert war, dahin gewählt zu werden? Wenn da nicht mehr dahintersteckt an Auffassung, ist mir persönlich das zu gutsherrenartig. Ich oder wir als der väterliche Souverän, der trefflich zu bestrafen weiß, wenn sich Einer uns nicht als würdig erweist...?
Ich finde, man kann Menschen durch Wahl auch darum bitten, hochkomplexe Aufgaben eigenverantwortlich im Namen aller zu übernehmen, bei denen eine allgemeine Mitbestimmung schlicht viel zu kompliziert ist. Ja, so etwas gibt es, zu hauf und auch in Vereinen. Solche Aufgaben sind zumeist auch ganz schön undankbar - neben den hübschen, kleinen Privilegien, die man an der Oberfläche so sieht. Alles hochbasisdemokratisch im Halbkreis zu besprechen, schafft keine Gesellschaft, außer vielleicht bei der AfD, die glauben jedenfalls, daß Die Welt schön einfach ist, das mit der Demokratie fällt ihnen aus anderen Gründen schwer...
Aus diesem Verständnis von delegierten Aufgaben heraus kritisiere ich, daß ein gewählter VR sich klüger in der Öffentlichkeit zurückhält mit Äußerungen. Das soll ja nicht heißen , daß man gar nichts sagen darf, aber, ich glaube, im Vereinsleben gibt es konkret genug Gelegenheiten für VRs, im Rahmen von vielen Veranstaltungen Stellung, Position zu beziehen und man müßte sich nicht ohne Not auch noch aufs Glatteis von elektonischen Medien begeben....
Was ist denn das für eine Aussage (als Frage formuliert), ob es das dann alles mit der Demokratie war, dass ein Gewählter beweisen muss, dass er zu recht gewählt wurde? Natürlich nicht, aber ich sehe es schon als eine Art Vertrauensvorschuss an, wenn ich jemandem meine Stimme gebe.
Und ja, ich erwarte schon, dass der Gewählte in richtungsweisenden Positionen die Meinung vertritt, mit der er angetreten ist und weswegen ich ihn auch gewählt habe. Zumindest nach außen hin hat man aber schon das Gefühl, dass einige dann ihre Privilegien genießen und in den allgemeinen Trott verfallen.
Ich weiß natürlich, dass es immer leicht reden ist, wenn man nicht in dieser Verantwortung steht und schätze auch das ehrenamtliche Engagement, aber immerhin treten diese Leute mit gewissen Versprechungen und Aussagen an, an denen ich sie schon gerne messen würde.
Dass man sich mit Statements in der breiten Öffentlichkeit meist keinen großen Gefallen tut, dabei stimme ich dir ausdrücklich zu, wie z.B. der United Sixties hier eindrucksvoll bewiesen hat (wobei das hier wohl eher nicht unter "breite Öffentlichkeit" fällt, aber halt trotzdem für jeden zugänglich ist). Aber der Inhalt seiner Ausführungen ist halt schon auch sehr heftig, und klingt gar nicht mehr so wie in früheren Jahren bei dem alten Bayernliga-Haudegen
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