Woran verdient ein Anwalt mehr? (Forum)
Das letzte, was Anwälte vom Schlag Gauweiler machen würden, ist dem Mandanten zu raten "lass es sein".
Wesentlich einträglicher ist es für den Anwalt einen Schlachtplan vorzustellen und dabei auf die tollen Chancen zu verweisen, die dieser Plan eröffnet. Die Risiken werden natürlich auch gestreift, aber hey, wann hat der Herr Dr. Gauweiler schon jemals einen Prozess verloren.
Der Herr Dr. jur. rechnet auf Stundenbasis ab, so 500-600 Euro die Stunde kostet es in etwa, so einen hotshot zu engagieren.
Sicher wird er in seiner Vergütungsvereinbarung mit dem Hasan ergänzend stehen haben, dass der Hasan mindestens die gesetzlichen Gebühren nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) schuldet.
Das kann im Zweifel richtig teuer werden.
Entscheidend für die Anwaltsgebühren ist in diesem Fall nämlich das wirtschaftliche Interesse, das der Hasan an dem Ausgang des Verfahrens hat. Dieser so genannte Gegenstandswert bestimmt die Höhe der Gebühren für den Anwalt.
Es gibt genügend RVG-Rechner im Netz. Da kannst mal ein wenig rumspielen, was für den Anwalt bei einem Gegenstandswert in acht- oder neunstelliger Höhe rauskommt.
Wenn ich mich recht entsinne, hatte der Gauweiler während seiner Zeit im Bundestag die mit Abstand höchsten Nebeneinkünfte aller Abgeordneten aus seiner Tätigkeit als Anwalt.
Mr. Gauweiler ist also nicht darauf angewiesen, neben seiner Anwaltstätigkeit üppige Zusatzeinnahmen mit eher dubiosen Corona-Masken-Deals zu generieren, wie dies sein Sozius Alfred Sauter vor ein paar Jahren gemacht hat. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
