Reiter kann nicht loslassen und reißt die SPD mit runter (Forum)
Ich gebe Dir recht. Im Herbst muss der Kandidat wohl nominiert werden, da wird sich vermutlich nicht viel Widerstand rühren respektive ein/e Gegenkandidat/in auftreten, oder? Natürlich ist es wohlfeil Personen und/oder Parteien zu kritisieren, aber mit dieser über Jahre entstandenen Konstellation schadet die SPD letztlich auch der politischen Kultur hierzulande und das sollte man auch benennen.
Statt schon lange eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für sich aufgebaut zu haben, krallt er sich im Rentenalter weiter an den Thron. Reiter wird zur politischen Karikatur alter Männer, die sich für unersetzlich halten, obwohl ihre Zeit erkennbar vorbei ist.
Seiner Partei erweist er damit einen Bärendienst.
Das ist ziemlich übel, wenn so ein erfahrener (laut „SZ“ mit Unterbrechung seit 17 Jahren im Stadtrat) und in seinem Fachthema Verkehr versierter Experte die Partei mit lautem Türenknallen verlässt. Irgendwie scheint Reiter den Laden überhaupt nicht mehr im Griff zu haben. Ich fürchte das läuft auf einen CSU-Bürgermeister 2026 hinaus.
Stadtrat Nikolaus Gradl mag nicht mehr in der SPD sein. Was umgesetzt werde und was nicht, sei oft mehr dem Zufall geschuldet, wann das entsprechende Referat gerade seine Beschlussvorlage fertig habe. Eine große Vision für die Stadt vermisst Gradl allerdings. "Im Elfenbeinturm des Rathauses wird viel zu oft über die richtige Social-Media-Kommunikation diskutiert und nicht darum gerungen, welche Entscheidung die beste für die Münchner ist."
