So unterschiedlich kann man was interpretieren (Forum)

BlueMagic, Tuesday, 19.02.2019, 11:34 (vor 2714 Tagen) @ Schindluderei

Man muss die Aussagen aber schon auch unter (vereins-)politischen Gesichtspunkten und damit auch als diplomatische Aussage verstehen. Auf der einen Seite sagt man dem Investor zum wiederholten Male klipp und klar, dass eine weitere Verschuldung der gemeinsamen Firma nicht sinnvoll und gewollt ist. Punkt! Sponsoring: gerne!
Und dann sagte man aber auch, dass man sich bewusst ist, dass die Profiabteilung in die KGaA ausgelagert ist und das auch so akzeptiert wird. Das halte ich für eine rein diplomatische Aussage. Zu sagen, dass man den ganzen Profibereich wieder in den e.V. integrieren wolle, wäre komplett unrealistisch. Gleichzeitig bietet man aber an, das NLZ in den Verein zurück zu nehmen. Mit dem Argument finanzielle Entlastung für die gemeinsame Gesellschaft, die immer noch zu hohe Ausgaben und zu niedrige Einnahmen hat. Passt doch. Ich sage dazu: allergrößter Respekt. So geht die hohe Kunst der Diplomatie. Einerseits sagen: ich will dich nicht loswerden. Gleichzeitig einen sehr wesentlichen Teil des Konstrukts zurückholen mit dem Argument: "ich helfe unserer gemeinsamen Fa."

Was wollen wir denn derzeit noch mehr? Wenn das durchgeht, ist doch viel gewonnen.
Wenn die KGaA nicht mitspielt und weiter Defizit verursacht, das von den Gesellschaftern ausgeglichen werden muss, kann man immer sagen, dass man seinen Teil dazu beitragen wollte.

Ich finde, es geht seit einiger Zeit in kleinen sinnvollen Schritten genau in die richtige Richtung. Wegen einer möglichen anderen Interpretation einer diplomatischen Aussage gleich alles infrage zu stellen, halte ich für nicht notwendig.

Das jetzige Präsidium weiter machen lassen.


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