Das neue Trikot ist eher suboptimal (Forum)
Herr Friedhofstribüne hat zwar schon seine Meinung kundgetan, der ich mich gerne anschließe, aber frei nach Karl Valentin:"„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“
Ich bin wahrlich kein Modeexperte oder Sportartikelverkäufer, aber das weiß-blau gestreifte Trikot an sich gefällt mir. Was mich jedoch massiv stört, ist dieser völlig übertriebene Versuch, absolut alles auf dem Stoff unterzubringen, was nur irgendwie geht.
Der Spruch „Freiheit für Sechzig“ ist mir ohnehin viel zu pathetisch und unpassend. Es gibt weltweit weiß Gott genug Volksgruppen und Staaten, die wirklich gerne frei wären – da finde ich so einen Slogan im Zusammenhang mit Fußball ziemlich daneben. Ein ehrliches, bayerisches „Hasan, schleich di!“ hätte es da auch getan.
Der Schriftzug „Football for the people“ klebt mittlerweile auch schon eher auf dem Hintern udn kommt mir etwas zu gewollt vor. Ein Ärmelaufnäher oder gleich eine Werbetafel hinterm PK-Tisch hätte mir besser gefallen.
Optisch bin ich da komplett bei dir. Mit beiden Slogans wird das Trikot einfach überfrachtet. Aber in der aktuellen lilablassblauen Zuckerwelt findet man ja kaum noch einen realistischen Ansatz. Alles ist Befreiung, alles ist übertrieben positiv, und beteiligt man sich nicht an der aktuellen Euphorie (Hysterie) bleibt einem nur die Rolle des typischen Grantlers. Dabei ist der Frontslogan nur dazu da, der Versicherung den entsprechenden Bezug zu diesem Aufschwung mitzugeben. Inhaltlich rühmt man sich damit, obwohl man 15 Jahre keine Bemühungen unternommen hat sich zu befreien. Tatsächlich war es die Dummheit von Hasan Ismaik, welche das Fenster geöffnet hat. Respekt aber, dass man die Gelegenheit konsequent ergriffen hat.
Beim Vereinsnamen fehlt im Grunde nur noch die komplette Adresse „Grünwalder Straße 114, 81547 München“. wüsste jetzt nicht, was der Hasan gemacht hätte, wenn da nur 60 ausgeschrieben oder als Zahl gestanden hätte.
Das ist halt einfach Agenturarbeit. Ob Societas da erkennt, dass sich inzwischen die grundlegende Situation geändert hat. Auch das e.V. ist in dieser Hinsicht überflüssig, und wohl auch falsch, nachdem es ja einen Spielbetriebsgmbh ist. Und grundsätzlich ist diese Trennunng e.V. KGaA/Gmb<H nicht mehr nötig. Keine Ahnung, welche Vorgaben es vom BFV und DFB gibt. Aber Sechzig hätte meines Erachtens vollkommen gerecht.
PS: Bevor ich es vergesse. Der Stefan Schneider hatte sich doch den Spruch "Münchens große Liebe" schützen lassen. Wie dann als Stadionsprecher aufgehört hat, hat er es leider der KGaA und nicht dem e.V. übertragen. Kann man beim Markenamt recherschieren.
Der Schneider war doch schon immer KGaA. Warum hätte er es dem e.V. übertragen sollen?
