Ismaiks abgelehnte 20-Millionen-Angebote – die Bilanz (Forum)

Presseumschau, Saturday, 13.06.2026, 11:02 (vor 35 Tagen)

https://www.business-punk.com/anlagepunk/hasan-ismaik-1860-anteile-verkauf-analyse

Hasan Ismaik hat in fünfzehn Jahren bei 1860 München keinen Verkauf seiner Anteile vollzogen. Mehrere dokumentierte Angebote blieben ohne Abschluss, weil Preisvorstellungen und Marktlage nicht zusammenfanden. Jetzt, da die Anteile nach dem Lizenzentzug massiv an Wert verloren haben dürften, berichtet sein Umfeld von einem Deal, der angeblich kurz vor dem Abschluss stand. Die Anatomie eines Investments, bei dem Bewertung und Wirklichkeit immer weiter auseinanderliefen.

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

Lou Grant, Monday, 15.06.2026, 09:40 (vor 33 Tagen) @ Presseumschau
bearbeitet von tomtom, Monday, 15.06.2026, 09:59

https://taz.de/Nicht-kenntlich-gemacht/!6186855

Casdorff wird im Tagesspiegel mit der Bitte um Entschuldigung zitiert: „Ich habe einen Riesenfehler gemacht, habe dem Haus geschadet und mir.“ Er habe für seine Texte KI genutzt: „Das hätte ich kenntlich machen müssen und sie deswegen nicht publizieren dürfen.“

Casdorff arbeitet seit 1999 für das Blatt und war gemeinsam mit Lorenz Maroldt von 2004 bis 2018 Tagesspiegel-Chefredakteur und seitdem bis 2024 einer der Herausgeber des Blattes.

Anmerkung: Ich habe in die Überschrift ein „Ex“ vor den Herausgeber eingefügt. Für die Admins tomtom

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

tomtom, Monday, 15.06.2026, 10:09 (vor 33 Tagen) @ Lou Grant

Ich fands ziemlich dumm von Casdorff, weil gerade in Kommentaren kann ich doch als Journalist auch mal persönlich zeigen, was ich so drauf habe, was meine Meinung, meine Deutung der Dinge ausmacht – gerade hier diese journalistische Kernkompetenz zu verschenken und seine ansonsten gute Reputation erheblich selbst zu beschädigen, das kann ich nicht nachvollziehen. Dies war auch Wochenende bei der Journalistentagung der Netzwerk Recherche unter dem Motto „Superkraft Recherche“ ein intensiv diskutiertes Thema.

https://taz.de/Nicht-kenntlich-gemacht/!6186855

Casdorff wird im Tagesspiegel mit der Bitte um Entschuldigung zitiert: „Ich habe einen Riesenfehler gemacht, habe dem Haus geschadet und mir.“ Er habe für seine Texte KI genutzt: „Das hätte ich kenntlich machen müssen und sie deswegen nicht publizieren dürfen.“

Casdorff arbeitet seit 1999 für das Blatt und war gemeinsam mit Lorenz Maroldt von 2004 bis 2018 Tagesspiegel-Chefredakteur und seitdem bis 2024 einer der Herausgeber des Blattes.

Anmerkung: Ich habe in die Überschrift ein „Ex“ vor den Herausgeber eingefügt. Für die Admins tomtom

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

laimerloewe (c), Monday, 15.06.2026, 10:15 (vor 33 Tagen) @ tomtom

beim business punk scheint man das alles ja nicht so eng zu sehen...

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

tomtom, Monday, 15.06.2026, 10:33 (vor 33 Tagen) @ laimerloewe (c)

Die Zahlen sprechen vermutlich für sich, die meisten Leser:innen sind vermutlich solcherlei Sprache und Qualität gewöhnt. Ich finde es nicht nur von der Sprache und Ästhetik (allein diese furchtbaren Fließband-Bilder) nur schlimm sondern durchaus gefährlich. Mit ruhiger Hand und tieferer Recherche entstandene Texte geraten dadurch ins Hintertreffen und werden kaum oder nicht gefunden und rezipiert.

Eine ernsthafte Konkurrenz ist das freilich auch für ein reichweitenorientiertes Krakeler-Portal – trotzdem könnte ich darauf verzichten.

beim business punk scheint man das alles ja nicht so eng zu sehen...

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

Kraiburger, Monday, 15.06.2026, 10:41 (vor 33 Tagen) @ tomtom

Business-Punk spricht eine ganz andere Zielgruppe an. Trotz der inhaltlichen Mängel sind die Artikel in dieser Zielgruppe jedoch hoffentlich gerade Gold wert!

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

laimerloewe (c), Monday, 15.06.2026, 10:49 (vor 33 Tagen) @ Kraiburger

ich frage mich, wie etwas fehlerhaftes gold wert sein kann...

aber ich frage mich in dieser zeit so vieles...

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

ex-mitglied, Monday, 15.06.2026, 13:39 (vor 33 Tagen) @ laimerloewe (c)

ich frage mich, wie etwas fehlerhaftes gold wert sein kann...

Zustimmung!


aber ich frage mich in dieser zeit so vieles...

… frag doch die KI… schnellwegrenn

aber im Ernst: man fragt sich als Nichtjournalist manchmal schon, wie sehr sich eine Branche, die auf Informationsverbreitung existenziell angewiesen ist, so für dieses Phänomen begeistern kann.
Eins weiter gedacht ist ja das gefährliche daran, dass dieser im Turbo immer größer werdende Anteil an Informationmüll richtige, gute und wahrheitsgetreue Information immer wertloser macht - was ja den ganzen Besserwissern, Welterklärern, Schwurblern, Falschmeldeverbreitern und Nazis leider auch noch den Turbo einschaltet.

Einzig tröstlich daran ist, dass auch in meiner Branche die meisten Berufsverbände intensiv an den Ästen sägen, auf denen sie sitzen. Scheint also irgendwie menschlich zu sein.

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

laimerloewe (c), Monday, 15.06.2026, 13:57 (vor 33 Tagen) @ ex-mitglied

ich glaube, dass da im bereich journalismus wahrscheinlich schnelligkeit und kosten der recherche sowie etwas, das ich "time-to-veröffentlichung" nennen würde, eine große rolle spielen.

unter kostendruck stehen ja alle, print besonders. und wer halt mal als erstes was rausballert, sichert sich schon mal einen haufen klicks und somit werbeeinnahmen. da werden ja oft abstriche bei der verlässlichkeit der recherche gemacht.

aber tomtom kann uns da sicher noch detaillierter aufklären und mich ggf. korrigieren.

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

tomtom, Monday, 15.06.2026, 14:22 (vor 33 Tagen) @ laimerloewe (c)

Ich kann dir nur zustimmen, auch wieder sehr schön beschrieben. So läuft's business.

ich glaube, dass da im bereich journalismus wahrscheinlich schnelligkeit und kosten der recherche sowie etwas, das ich "time-to-veröffentlichung" nennen würde, eine große rolle spielen.

unter kostendruck stehen ja alle, print besonders. und wer halt mal als erstes was rausballert, sichert sich schon mal einen haufen klicks und somit werbeeinnahmen. da werden ja oft abstriche bei der verlässlichkeit der recherche gemacht.

aber tomtom kann uns da sicher noch detaillierter aufklären und mich ggf. korrigieren.

Tagesspiegel stellt Ex-Herausgeber wegen KI-Affäre frei

tomtom, Monday, 15.06.2026, 14:16 (vor 33 Tagen) @ ex-mitglied

Wir Journalistenorganisationen versuchen ja auch dagegen zu halten, aber der KI-Slop lässt sich natürlich nicht mehr stoppen. Selbstverständllich bin ich auch für einen sinnvollen Umgang mit der KI im Journalismus, aber wenn Großkopferte wie Springer-Boss Mathias Döpfner geradezu darauf scheissen oder andere wie Stephan-Andreas Casdorff so einen Mist bauen, wird's schwierig.

Du hast die Folgen übrigens sehr treffend beschrieben, hinzufügen würde ich noch die Spezies der Falschparker. (-;

(...)

aber im Ernst: man fragt sich als Nichtjournalist manchmal schon, wie sehr sich eine Branche, die auf Informationsverbreitung existenziell angewiesen ist, so für dieses Phänomen begeistern kann.
Eins weiter gedacht ist ja das gefährliche daran, dass dieser im Turbo immer größer werdende Anteil an Informationmüll richtige, gute und wahrheitsgetreue Information immer wertloser macht - was ja den ganzen Besserwissern, Welterklärern, Schwurblern, Falschmeldeverbreitern und Nazis leider auch noch den Turbo einschaltet.

Einzig tröstlich daran ist, dass auch in meiner Branche die meisten Berufsverbände intensiv an den Ästen sägen, auf denen sie sitzen. Scheint also irgendwie menschlich zu sein.

Pecunia non olet

coemeterium sto, Monday, 15.06.2026, 21:13 (vor 33 Tagen) @ laimerloewe (c)

ich frage mich, wie etwas fehlerhaftes gold wert sein kann...

Z.B. wenn der Autor unsere Mitgliedskarten finanziert. Seine Firma wird auch unter Sponsoren geführt. Kein Wunder dass der einen KI Unsinn nach dem anderen raus haut.

Apropos: Scheiß auf den Scheich, Scheiß auf KI.

Idiotisierung der Sprache

hjs erzürnt, Tuesday, 16.06.2026, 09:35 (vor 32 Tagen) @ tomtom

Machts nur so weiter.
Selber schuld.

"Boomer" bezieht sich auf den Babyboom der 1950er. Dieser endete mit der Verbreitung der Pille und der Emanzipation zwischen 1960 und 65. Dein Steffen ist Jahrgang 1968 und somit nur im Sprachgebrauch denkfauler Menschen, von Grok und Cluaude und meiner Schüler*innen ein Boomer.

Wörter haben Bedeutungen.

Idiotisierung der Sprache

ex-mitglied, Tuesday, 16.06.2026, 11:30 (vor 32 Tagen) @ hjs erzürnt

Machts nur so weiter.
Selber schuld.

"Boomer" bezieht sich auf den Babyboom der 1950er. Dieser endete mit der Verbreitung der Pille und der Emanzipation zwischen 1960 und 65. Dein Steffen ist Jahrgang 1968 und somit nur im Sprachgebrauch denkfauler Menschen, von Grok und Cluaude und meiner Schüler*innen ein Boomer.

Wörter haben Bedeutungen.

Achtung! Glatteis!
Ich teile deine Meinung inhaltlich, aber die Argumentation mit Sprache ist, glaube ich, mindestens schwierig.,weil:
wenn du die deutsche Sprache meinst, zerlegt´s Dich schon beim Begriff "Boomer"...

Dein Hinweis auf den Pillenknick ist sicher richtig, und echte 68er, also Menschen, die das geschichtlich schon halbwegs bewusst erlebt haben, legen großen Wert auf die Differenzierung zwischen Ihnen und den nach-68ern, die selbst nicht "gekämpft "haben, aber von den Errungenschaften profitierten. :-D

Heute sind mit "Boomern", glaube ich, einfach alte, weiße Männer mit deren Ihnen noch eher unemanzipiert anhängenden Weibchen gemeint, die man genau deswegen noch nicht einmal gendern muss. :-D

Hinweis:
Der Schreiber dieser Zeilen ist aus Fleisch und Blut und Jahrgang 1960, also nach-68er

Idiotisierung der Sprache

hjs schon, Tuesday, 16.06.2026, 13:54 (vor 32 Tagen) @ ex-mitglied

Okay, aber man muss diese Sprachungenauigkeit ja nicht mitmachen. Ihc hab auch vor kurzem (ohne Ironie!) von einem in München lebenden Österreicher gehört, die Hiesigen seien gegenüber den Ösis "rassistisch".

Idiotisierung der Sprache

Herbert, Tuesday, 16.06.2026, 14:08 (vor 32 Tagen) @ hjs schon

Okay, aber man muss diese Sprachungenauigkeit ja nicht mitmachen. Ihc hab auch vor kurzem (ohne Ironie!) von einem in München lebenden Österreicher gehört, die Hiesigen seien gegenüber den Ösis "rassistisch".

Das kommt jetzt aber auch darauf an von wo in Österreich jemand kommt. Es macht schon einen Unterschied bzgl. der "Ausgrenzung" oder "Diskriminierung" ob ein Österreicher aus Tirol oder aus Wien kommt. ;-)

Idiotisierung der Sprache

ex-mitglied, Tuesday, 16.06.2026, 14:14 (vor 32 Tagen) @ Herbert

andererseits gibt’s ja auch manche Hiesige(=Grantige), die jedem gegenüber rassistisch sind.:-D

Idiotisierung der Sprache

BlueMagic, Tuesday, 16.06.2026, 14:56 (vor 32 Tagen) @ ex-mitglied

Genau, wenn einen 2 Mädels mit Ruhrpottdialekt in unsäglichen roten Trikots in der Franziskanerstr. nach dem Nockherberg fragen und man sie zur Aussegnungshalle Ostfriedhof schickt. Das ist völlig legitimer Situationsrassismus in München 😜

Idiotisierung der Sprache

hjs nein, Tuesday, 16.06.2026, 15:02 (vor 32 Tagen) @ BlueMagic

Das ist halt kein Rassismus, weil weder Ruhrpott noch FCB eine eigene Rasse ist.

Idiotisierung der Sprache

groblje štand, Tuesday, 16.06.2026, 15:44 (vor 32 Tagen) @ hjs schon

Okay, aber man muss diese Sprachungenauigkeit ja nicht mitmachen. Ihc hab auch vor kurzem (ohne Ironie!) von einem in München lebenden Österreicher gehört, die Hiesigen seien gegenüber den Ösis "rassistisch".

Und wer oder was sind "die Hiesigen" und wer oder was sind "die Ösis"?

Wobei ich nicht bezweifeln mag, dass ein Wiener so ein "Schluchtenscheißer" als diskrimierend empfinden könnte. Wobei einem Tiroler, ausgerüstet mit "Piefke" und "Weanaoarschloch", das wahrscheinlich eher egal ist.


Aber Arschlöcher gibt es halt überall. Bei den Hiesigen wie bei den Dortigen.

....Amen.....

RSS-Feed dieser Diskussion