Als Investor hast Du halt in Deutschland, zumindest offiziell, eher wenig zu sagen und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dadurch jetzt die "guten, vernetzten" Leute zwar theoretisch für die KGaA arbeiten würden aber doch nicht für einen Investor. Dann kommt noch dazu, dass man dann als "Profi" mit ehrenamtlichen Neben-der-Arbeit-Fußball-Interessierten zusammen arbeiten muss und dann auch noch, bei einer Konfrontation, den kürzeren zieht. Und wenn Du, z.B. im Aufsichtsrat, zu viele "gute Leute aus dem deutschen Profi-Fussball" hast, dann bin ich mir auch nicht sicher ob das operativ für einen Geschäftsführer nicht auch sehr "komisch" wird.
Jetzt kommt die 50&1 Keule und das Bashing des Ehrenamtes…
Woher kenne ich nur diese Argumentationskette…
Sorry, das ich erst so spät antworte, hab den Beitrag irgendwie übersehen. Nein, da hast mich falsch verstanden, es geht nicht um ein "Bashing" sondern um die Darstellung der Fakten. Vielleicht besser mit meiner Person erklärt, ich hab etwas Ahnung von Wirtschaft, von Verträgen und Regeln und kenne mich mit Optimierung von Abläufen bzw. "Workflows" bzw. wie man die umsetzt aus. Zusätzlich bin ich zwar nicht diplomatisch, aber ich versuche auch nicht immer und überall "anzuecken" (wenn dann eher gewollt bzw. wenn es darum geht "Ehrlichkeit vor Höflichkeit") und einige Menschen haben Vertrauen zu mir. Trotzdem spricht ganz klar gegen mich, dass ich das ganze ehrenamtlich mache und halt "Neben-anderen-Aufgaben-incl.-immer-noch-etwas-Firma" und ja, das ist natürlich ein Grund warum es nicht einfach ist mit mir zusammen zu arbeiten. Und die "50+1 Keule" ist keine Keule sondern einfach die Darstellung der aktuellen Situation im deutschen Fußballe bzw. bei 1860. Das kann man gut oder schlecht oder "egal" finden, aber es sind halt nun mal die Fakten und ja, wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, dann würde mir das als potentieller Investor nicht gefallen. Da ich aber nur in anderen Branchen investiere ist auch das nur die Darstellung von Fakten aber keine "Keule".
Ich behaupte, wenn ein Investor einen 10 Jahresplan vorstellt, mit klaren Konzept der Investitionen, dazu einen anerkannten Fachmann in den Aufsichtsrat beruft, flankiert von einem Rechtsanwalt der sich im deutschen Verbandsrecht auskennt und einem Wirtschaftsprüfer wäre die Akzeptanz durchaus vorhanden.
Allen wird auch das nicht gefallen, aber ja, sicherlich mehr Mitgliedern / Fans / Menschen als aktuell.
Mit den von Hasan installierten Laien, kannst halt keine Kritiker überzeugen.
Mit zu extremen "Profis" die dann einen Kurs einschlagen der "den Kritikern" nicht gefällt allerdings auch nicht.
Ich warte seit 2011 auf die Vorstellung eines solchen Investitionsplanes und auf die Fachleute die ihn umsetzen.
Und diese Expertise kann nur von einem Investor kommen.
Bin ich bei Dir, zumindest "sollte" diese Expertise von einem Investor kommen.
Auch sehe ich diese Besetzung nicht als Problematisch für einen Geschäftsführer an, sondern eher als Vorteil.
Sehe ich auch so.
Dank des Investitionsplanes kennt der GF die Rahmenbedingungen, kann die Strategie umsetzen und wenn es klemmt oder Rückschläge gibt, hat er einen kompetenten Ansprechpartner in der KGaA und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden.
Ganz frei von Schuldzuweisungen und herumgeschobene Verantwortlichkeit.
Sehe ich auch so.
Was wir seit 2011 mit Hasan erleben ist das genaue Gegenteil, er agiert wahlweise wie ein Usurpator oder ein bockiges Kleinkind, seine Gesandten waren ein Haufen Ahnungsloser und getriebener Selbstdarsteller und seine groß angekündigten Pläne gezeichnet von Großmannssucht und unrealistischen Vorstellungen und Zielen, welche von ihm selbst bei der kleinsten Abweichung oder Rückschlag über den Haufen geworfen wurden, natürlich nicht frei von Schuldzuweisungen an die bösen und blöden Ehrenamtler.
Gegen die Pläne von Hasan sind die Märchen aus 1000und einer Nacht, empirisch belegte Studien…
Sehe ich, zumindest bei der Person Hasan etwas anders, bei den "Gesandten" je nach Personalie wirklich auch von außen sehr "komisch".
Und was machst Du, wenn der e.V. (weil er das halt anders sieht) nicht nach links sondern nach rechts laufen will?
Probieren wir es halt mal aus, lass doch den Investor einen Plan vorstellen und zwar einen der realistisch umzusetzen ist.
Nehmen wir das Jugendkonzept:
1) Istanalyse - Status Quo feststellen, dann Zieldefinition
2) Was braucht es um das Ziel zu erreichen
3) wie kann man das NLZ infrastrukturell und strategisch verbessern
Wenn man all diese Punkte abgearbeitet hat, stellt man den Plan vor, ich bin mir sicher, da gibt es kein links oder rechts, sondern nur ein gemeinsames Geradeaus…
Ja, macht so auch für mich Sinn, aber ich bin da auch nicht so der Experte, da hast Du mehr Ahnung.
Finanziert wird dies durch die Mittel des eV (ca. 1Mio) Kapital in gleicher Höhe ohne Darlehen, Schuldscheine etc des Investors, der Rest dann mit Darlehen/Genussscheine.
Zusätzliches Kapital müsste man allerdings klären ob das ohne "Verwässerung der Anteile" überhaupt geht aber ja, das ist sicher ein Thema.
Transfererlöse durch Spieler aus dem NLZ werden zu 50 oder 70% wieder in das NLZ investiert.
Sehr hoher Prozentsatz, aber ja, ein Ansatz den ich auch schon überlegt habe.
Solange die erste Mannschaft in der 3 Liga spielt, sind die Transfereinnahmen aber zu gering, so dass es auf längere Zeit ein Zuschussgeschäft bleibt - dh es benötigt einen langen Atem oder Massnahmen für den sportlichen Erfolg.
Kann ich aktuell nicht beurteilen, aber da "vertraue" ich Dir / Deiner Meinung.
Und wenn man das alles abgearbeitet hat, sich das Jugendkonzept als erfolgreich bewiesen hat, sich sportlicher Erfolg (Aufstieg in Liga 2 und gesicherter Verbleib in der Liga) eingestellt hat, dann kann man sich mal dem Stadion widmen.
Dann macht man eine das Selbe wie beim NLZ
1. Istanalyse
2) Bedarfsplanung - Standortbestimmung nach Kosten/Nutzen Rechnung
3) Finanzplan
4) Aufbau der Strukturen zur Umsetzung
Wird dann noch mal "komplizierter" bzw. schwieriger, aber ja, macht dann auch so Sinn.
Dies alles hätte schon 2011 aus Antrieb vom Investor geschehen müssen und nach dem Reset 2017 wäre es genau die Zeit gewesen an die Umsetzung zu gehen.
Richtig (damit ist auch alles dazu gesagt, leider)
Aber lieber hat man die Grabenkämpfe und Schuldzuweisungen vorangetrieben, statt konstruktive Lösungen anzubieten
Kann ich nicht voll beurteilen da ich da zu wenig mit bekommen hab.
Und was ich von Außen mitbekomme, hat sich an der Haltung nichts verändert und wird (leider) durch die inzwischen ideologischen Vertretern des eV noch verstärkt…
Sehe ich anders als Du, aber wir müssen ja nicht bei allem einer Meinung sein.
Bei "schief gehen" bin ich noch bei Dir, aber bei "längere und höhere Zuwendungen" eher nicht, aber da bin ich wahrscheinlich zu "konservativ" bei meinen Investititonen.
Deshalb solltest du auch nie in einen Fussballverein investieren
Das werde ich sicher auch nicht tun, auch weil ich dafür viel zu wenig Geld habe und ich mein Geld auch lieber sinnvoll (für mich) Spende als irgendwo zu "verbrennen".