Arbeitsgruppe fuer Regionalligareform gegründet (Forum)
Wenn man nicht mehr weiter weiss, gründet man einen Arbeitskreis.
KI hat meinen Text geglättet. Aber sind zu 100 Prozent meine Gedanken.
Eine eigene Ostliga: Eine Frage der historischen Gerechtigkeit
Was in der gesamten Debatte offenbar vergessen wird: Im Zuge der Wiedervereinigung wurde eine ganze erste Liga abgeschafft – eine Liga, in der Meister und Pokalsieger stets international spielten und über ein entsprechend großes Fanpotenzial verfügten.
Vergleicht man die Einwohnerzahl des ostdeutschen Verbandsgebiets (ca. 12,5 Mio. ohne Berlin) mit der von Ländern wie Holland (17,5 Mio.), Belgien (11,5 Mio.), Österreich (9 Mio.) oder Schottland (5,5 Mio.), so erweist sich das Argument, der Osten sei "zu klein" für eine eigene vierte Liga, als haltlos. Diese Nationen unterhalten alle erfolgreiche und international anerkannte Profi-Ligen. Warum also sollte dies im Osten Deutschlands nicht möglich sein?
Vergleicht man das Fanpotenzial in der heutigen Regionalliga Nordost mit dem der anderen Regionalligen, so hat vielleicht noch der Südwesten etwas entgegenzusetzen. Aber ansonsten?
Eine eigenständige Ostliga mindestens auf Ebene der 3. Liga wäre nicht nur gerechtfertigt, sondern längst überfällig – nachdem zuvor alles plattgemacht wurde.
Der Osten hätte sich den Erhalt des DDR-Fußballverbands im Einigungsvertrag festschreiben lassen sollen. Sonderfälle gibt es im Fußball genug, man denke nur an Gibraltar oder die walisischen Teams im englischen Ligasystem. Eine eigene Ostliga wäre die einzig angemessene Form der Wiedergutmachung für den strukturellen Niedergang des ostdeutschen Fußballs nach 1990.
