Trumps Außenbolitik erklärt (Forum)
Weder Ägypten noch Jordanien wollen die radikalisierten Leute aus Gaza, die im Fall Ägypten auch schon mal die Macht inne hatten.
Das ist richtig und auch vollkommen verständlich. Schließlich haben diese Fanatiker genug Unheil in beiden Ländern angerichtet. Und nicht nur dort. Mindestens Libanon und Kuwait wären zusätzlich als abschreckende Beispiele noch zu nennen. Und auch ich will natürlich auf gar keinen Fall, dass der jordanische König oder die ägyptische Militärdiktatur gestürzt wird.
Das wäre fatal für die ganze Region, denn auch wenn beides keine freiheitlichen Demokratien sind, sind beide Systeme einer Machtübernahme der Muslimbrüder vorzuziehen.
Nur geht es m.E. um Folgendes:
1. UNRWA loswerden / Flüchtlingsproblem lösen
Die bereits seit Jahren vorhandenen "Flüchtlinge" in Ländern wie Jordanien, Syrien oder Libanon sollen eben dort integriert werden. Die Vererbung des Flüchtlingsstatus ist nicht mehr gegeben.
Die "Flüchtlinge" in Gaza und in der Westbank werden den Status ebenfalls verlieren. Sie sind eben keine Flüchtlinge, sondern in ihrer Heimat zuhause. Das hat Trump schonmal erreicht, dass manche Gazaner jetzt sagen, dass Gaza doch ihr Zuhause sei. Ja eben, also sind es keine Flüchtlinge! Allerdings müssen manche wohl zumindest temporär irgendwo untergebracht werden, nachdem der Gazastreifen dem Erdboden gleich gemacht wurde.
2. Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg
Eben wenn man nicht will, dass dauernd Fanatiker herangezogen werden, muss man den Gazastreifen entmilitarisieren bevor man ihn wieder neu aufbaut. Und beim Wiederaufbau muss eben verhindert werden dass die Terrorausbildung wieder neu beginnt. Das bedeutet dass man sich in irgendeiner Form von Geldbereitstellung bis hin zur Abstellung von Truppen und anderem Personal einbringen muss. Erst recht, wenn die eigene Landesverteidigung von den USA mitgesichert wird. Da wird Trump notfalls mit so manchem Entzug drohen und Ägypten und Jordanien somit mit ins Boot holen.
Die Emiraten wiederum haben ein gutes tolerantes Schulprogramm, was eine Blaupause für die Gazaschulen wäre.
3. Freiwillige Ausreisende woanders unterbringen
Ich denke, zuerst einmal wäre es logisch, Gazaner (temporär) irgendwo im Westjordanland unterzubringen. Wenn jedoch andere Staaten sich bereit erklären sie aufzunehmen, ist das von israelischer Seite zu begrüßen. Als Europäer bin ich natürlich weniger begeistert, wenn sie nun zu uns kommen. Am gerechtesten wäre eigentlich Katar 😉 Wir wissen beide wieso.
Aber auf jeden Fall sind wir uns ja dann einig, dass die Ängste vor "ethnischer Säuberung" nicht gerechtfertigt sind und es eben nicht darum geht 1,7 Millionen Menschen zwangsweise zu deportieren.
