Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024 (Forum)

domlöwe, Monday, 17.06.2024, 21:50 (vor 627 Tagen)

Ich habe mal die Ergebnisse genauer angeschaut:


Der Median der 9 von Pro1860+Verbündete vorgeschlagenen Kandidaten beträgt 1254
Der Median der 7 "Bündnis Zukunft" Kandidaten beträgt 819

Daraus kann man die etwas vereinfachende Darstellung ableiten, dass das Stimmenverhältnis etwa 60 : 40 war, wie sie z.B. in der SZ angegeben wird.


Bei 298 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätte es Martin Gräfer sicher in den VR geschafft
Bei 453 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätte es eine sicher eine 5-4 Mehrheit für das "Bündnis" gegeben.
Bei 503 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätten es alle "Bündnis"-Kandidaten geschafft. Da es aber nur 7 "Bündnis"-Kandidaten gab, wären immer noch Dierl und Walch Mitglieder im VR gewsen.

Es hätte 894 zusätzliche Wähler für die "Bündnis"-Kandidaten und den zwei weiteren von Ismaik vorgeschlagenen Kandidaten (Saki und Obermaier) gebraucht, damit der Veraltungsrat so zusammengesetzt wäre, wie es Ismaik gewünscht hätte.


Bemerkungen:

- Wenn die Anzahl der zusätzlichen "Bündnis"-Wähler um 1 geringer als die in der Aufzählung genannten Zahlen gewesen wäre, hätte Stichwahlen über das genaue Stimmenverhältnis im Verwaltungsrat entschieden.

- Der Korridor zwischen einem 9-0 für Pro1860+Verbündete und einem 2-7 ist mit 205 Stimmen doch relativ breit.

- Alles gilt natürlich nur, wenn die hypothetischen zusätzlichen "Bündnis"-Wähler sich ganz streng an den "Bündnis"-Wahlvorschlag gehalten hätten.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

tomtom, Monday, 17.06.2024, 22:19 (vor 627 Tagen) @ domlöwe

Toll, wie Du das verständlich aufbereiten kannst und sogar noch ein wenig Wissenschaft in die Bude bringst. Danke Dir.

Ich habe mal die Ergebnisse genauer angeschaut:


Der Median der 9 von Pro1860+Verbündete vorgeschlagenen Kandidaten beträgt 1254
Der Median der 7 "Bündnis Zukunft" Kandidaten beträgt 819

Daraus kann man die etwas vereinfachende Darstellung ableiten, dass das Stimmenverhältnis etwa 60 : 40 war, wie sie z.B. in der SZ angegeben wird.


Bei 298 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätte es Martin Gräfer sicher in den VR geschafft
Bei 453 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätte es eine sicher eine 5-4 Mehrheit für das "Bündnis" gegeben.
Bei 503 zusätzlichen "Bündnis"-Wählern hätten es alle "Bündnis"-Kandidaten geschafft. Da es aber nur 7 "Bündnis"-Kandidaten gab, wären immer noch Dierl und Walch Mitglieder im VR gewsen.

Es hätte 894 zusätzliche Wähler für die "Bündnis"-Kandidaten und den zwei weiteren von Ismaik vorgeschlagenen Kandidaten (Saki und Obermaier) gebraucht, damit der Veraltungsrat so zusammengesetzt wäre, wie es Ismaik gewünscht hätte.


Bemerkungen:

- Wenn die Anzahl der zusätzlichen "Bündnis"-Wähler um 1 geringer als die in der Aufzählung genannten Zahlen gewesen wäre, hätte Stichwahlen über das genaue Stimmenverhältnis im Verwaltungsrat entschieden.

- Der Korridor zwischen einem 9-0 für Pro1860+Verbündete und einem 2-7 ist mit 205 Stimmen doch relativ breit.

- Alles gilt natürlich nur, wenn die hypothetischen zusätzlichen "Bündnis"-Wähler sich ganz streng an den "Bündnis"-Wahlvorschlag gehalten hätten.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

Observer, Tuesday, 18.06.2024, 08:15 (vor 627 Tagen) @ domlöwe

Danke Dir für die Berechnungen.

Könntest Du das auch mal ohne den Kandidaten
Dierl ausrechnen ?

Ich denke nämlich, dass Dierl von beiden „Lagern“
(Traurig sowas schreiben zu müssen) gewählt wurde
und so aus der Berechnung auszunehmen ist.

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Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

Nik, Tuesday, 18.06.2024, 09:08 (vor 627 Tagen) @ Observer

Um die "Hardcore"-Lager zu definieren, sollte man die Stimmen des jeweiligen letztplatzierten eines Lagers heranziehen.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

Kraiburger, Tuesday, 18.06.2024, 16:25 (vor 627 Tagen) @ Nik

Nachdem mit Seeböck, Königsberg und Zurek gleich 3 Leute exakt 1.254 Stimmen erhalten haben, dürfte die Zahl der "Hardcore-Fundamentalisten" ziemlich eindeutig zu definieren sein.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

laimerloewe (c), Tuesday, 18.06.2024, 16:28 (vor 627 Tagen) @ Kraiburger

das wäre dann nur knapp über die hälfte. wobei ich mir nicht sicher bin, ob bei der vr-wahl noch die weit vorher genannten 2311 stimmberichtigten in der halle waren.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

Busfahra_, Tuesday, 18.06.2024, 19:28 (vor 627 Tagen) @ laimerloewe (c)

das wäre dann nur knapp über die hälfte. wobei ich mir nicht sicher bin, ob bei der vr-wahl noch die weit vorher genannten 2311 stimmberichtigten in der halle waren.

Angeblich hatten bis dahin etwa 200 Mitglieder die Versammlung verlassen. Ein paar wenige sind dafür noch dazu gekommen.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 20:46 (vor 627 Tagen) @ Kraiburger

Nachdem mit Seeböck, Königsberg und Zurek gleich 3 Leute exakt 1.254 Stimmen erhalten haben, dürfte die Zahl der "Hardcore-Fundamentalisten" ziemlich eindeutig zu definieren sein.


Diese Stimmengleichheit würde ich eher als Zufall ansehen. Dass alle die Königsberg gewählt haben, gleichzeitig auch Zurek gewählt haben und umgekehrt, kann ich mir nicht vorstellen.

Wahlanalyse zur Verwaltungsratswahl 2024

domlöwe, Tuesday, 18.06.2024, 20:51 (vor 627 Tagen) @ Observer

Danke Dir für die Berechnungen.

Könntest Du das auch mal ohne den Kandidaten
Dierl ausrechnen ?

Ich denke nämlich, dass Dierl von beiden „Lagern“
(Traurig sowas schreiben zu müssen) gewählt wurde
und so aus der Berechnung auszunehmen ist.


Wäre die Anzahl der zusätzlichen "Bündnis"-Wählern zwischen 392 und 451, gäbe es im neuen VR die Konstellation 4 + 4 + Dierl.

Da der Median der Kandidaten von "Pro1860 + Verbündete" sich nur unwesentlich ändert, wenn man Dierl nicht dazuzählt, käme man auch ohne Dierl auf ein Mehrheitsverhältnis von 60-40 in der Versammlung. Da würde sich nur im Nachkommabereich etwas ändern.

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