Höchst bedenklich, dass das auf Seiten der Polizei passiert. Offenbar handelt es sich ja um genau NICHT straffällige Personen. Und auch der Umfang, der anscheinend gesammelt wird, ist mehr als übertrieben.
Von wem wäre den die Sammelwut gerechtfertigt?
Aus meiner Sicht eigentlich von garniemandem. In geringem Umfang muss man natürlich sagen, dass es dafür ja die SKBs gibt, die natürlich eine gewisse Kenntnis von den Szenen haben sollen, das ist ihre Aufgabe. Aber genau da kommt aus meiner Sicht der Knackpunkt: Der SKB soll ggf. Leute kennen, aber es soll nicht automatisiert eine Vorverurteilung stattfinden. Und sobald man anfängt Datenbanken zu erstellen, passiert das, ggf. per Datenverknüpfung. Denn demjenigen, der z.B. eine Sicherheitsüberprüfung durchführt (und der damit sehr weit weg von der Datenquelle Fußball ist), ist es egal, warum es einen Vermerk gibt, der sagt nur "Erkenntnisse liegen vor, Sicherheitsfreigabe ist abzulehnen".
Man muss es als das benennen, was hier passiert: Es werden unbescholtene Personen polizeilich erfasst, deren Lebensentwurf nicht zu dem passt, was irgendjemand (im Staatsdienst) jenseits von gesetzlichen Verboten im stillen Kämmerlein als akzeptable Lebensgestaltung definiert. Oder Neudeutsch: Social Crediting.