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Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Nik, Tuesday, 06.04.2021, 12:41 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Falscher Link? Der hier wäre passender: https://www.wochenanzeiger.de/article/236137.html :-P

Zum Thema:
Ich finde das super.
Seit ich von mir daheim (Pasing) mit nur noch einer einzigen Ampel-Unterbrechung in Laim bis zum Hauptbahnhof durchradeln kann, bin ich kaum noch in der S-Bahn gesessen.

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Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Nik, Tuesday, 06.04.2021, 13:12 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Oder billiger Clickbait?

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Herbert, Tuesday, 06.04.2021, 12:51 (vor 1872 Tagen) @ Nik

Falscher Link? Der hier wäre passender: https://www.wochenanzeiger.de/article/236137.html :-P

Zum Thema:
Ich finde das super.
Seit ich von mir daheim (Pasing) mit nur noch einer einzigen Ampel-Unterbrechung in Laim bis zum Hauptbahnhof durchradeln kann, bin ich kaum noch in der S-Bahn gesessen.

perfekt, aber wie machst Du das bei "Sauwetter" und wenn ich radle möchte ich mich danach immer duschen, was in der Firma eher suboptimal funktioniert. :-)

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Nik, Tuesday, 06.04.2021, 13:11 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Regenklamotten - und nur so schnell fahren, dass man nicht ins schwitzen kommt. Ist ne Frage des Trainings :-)

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Busfahra_, Tuesday, 06.04.2021, 13:41 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

perfekt, aber wie machst Du das bei "Sauwetter" und wenn ich radle möchte ich mich danach immer duschen, was in der Firma eher suboptimal funktioniert. :-)

Dann solltest Du mal mit Deinem Chef reden, damit der für eine entsprechende sanitäre Infrastruktur sorgt:-P

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Herbert, Tuesday, 06.04.2021, 16:43 (vor 1872 Tagen) @ Busfahra_

perfekt, aber wie machst Du das bei "Sauwetter" und wenn ich radle möchte ich mich danach immer duschen, was in der Firma eher suboptimal funktioniert. :-)


Dann solltest Du mal mit Deinem Chef reden, damit der für eine entsprechende sanitäre Infrastruktur sorgt:-P

Das wäre natürlich eine Möglichkeit oder halt gleich sinnvoll neu bauen. Ist eh schon in der Planung, aber im Moment findet sich kein sinnvolles Grundstück.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

lustiger_hans, Tuesday, 06.04.2021, 14:46 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Falscher Link? Der hier wäre passender: https://www.wochenanzeiger.de/article/236137.html :-P

Zum Thema:
Ich finde das super.
Seit ich von mir daheim (Pasing) mit nur noch einer einzigen Ampel-Unterbrechung in Laim bis zum Hauptbahnhof durchradeln kann, bin ich kaum noch in der S-Bahn gesessen.


perfekt, aber wie machst Du das bei "Sauwetter" und wenn ich radle möchte ich mich danach immer duschen, was in der Firma eher suboptimal funktioniert. :-)

MUSST du oder WILLST du ;-)

Im Ernst: Eines der zentralen Probleme, warum Radwege oft ungenutzt sind: Das Wetter gibts nicht her.

Hab schon Lösungen gesehen, bei denen ein Duschkopf in eine ungenutzte Behindertentoilette gebaut wurde (die haben oft schon einen Ablauf), kostet fast nix und die Anlage wäre ggf. trotzdem weiterhin als WC nutzbar, wenn Bedarf bestehen sollte.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

lustiger_hans, Tuesday, 06.04.2021, 13:24 (vor 1872 Tagen) @ Nik

Macht Sinn, da zu manchen Zeiten schlicht und einfach die Kapazitäten fehlen und die Radfahrer sich gegenseitig und dem restlichen Verkehr massiv sicherheitskritisch im Weg umgehen. Man muss das allerdings als zusätzlichen Weg planen und nicht wieder meinen, man kann dafür Straßen vernichten und sich dann wundern, dass es dauernd Stau gibt (was dazu noch ziemlich umweltschädlich ist) und die Radwege 2/3 der Zeit halt kaum genutzt werden. Und bitte nicht wieder so Pläne, wo die Wege dann so deppert gelegt sind, dass sie keiner nutzt.

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TKP-Weisswuaschd, Tuesday, 06.04.2021, 13:45 (vor 1872 Tagen) @ lustiger_hans

(...) Man muss das allerdings als zusätzlichen Weg planen und nicht wieder meinen, man kann dafür Straßen vernichten (...)

Woher soll man den Platz für den erweiterten Radlweg denn nehmen, wenn nicht von den Straßen?

Normal ist zwischen Straße und Hauswand nur noch das Trottoir. Ergo kann man für erweiterte Radwege nur an der Straße was wegnehmen - oder man reisst Straßenzüge ab, was auch eher suboptimal wäre.

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Chris (aus WS), Tuesday, 06.04.2021, 13:46 (vor 1872 Tagen) @ lustiger_hans

Straßen, die ebenfalls zu 2/3 der Zeit kaum genutzt werden, muss man sehr wohl zur Disposition stellen. Und es gibt weltweit genügend Beispiele, wie man die Verkehrswende in den Städten erfolgreich gestalten kann. Eines haben die positiven Beispiele dabei alle gemeinsam: immer wurden den Autos dabei massiv Flächen entzogen, immer gab es ein großes Mimimi der Autolobby und immer hat es trotzdem funktioniert.

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lustiger_hans, Tuesday, 06.04.2021, 14:40 (vor 1872 Tagen) @ Chris (aus WS)

Straßen, die ebenfalls zu 2/3 der Zeit kaum genutzt werden, muss man sehr wohl zur Disposition stellen. Und es gibt weltweit genügend Beispiele, wie man die Verkehrswende in den Städten erfolgreich gestalten kann. Eines haben die positiven Beispiele dabei alle gemeinsam: immer wurden den Autos dabei massiv Flächen entzogen, immer gab es ein großes Mimimi der Autolobby und immer hat es trotzdem funktioniert.

Was du dabei verschweigst: Diese Städte haben meist auch einen funktionierenden ÖPNV. Und DA haperts bei uns ganz gewaltig!

Man kann Verkehr (insbesondere Berufsverkehr) grundsätzlich nicht wegideologisieren, man kann ihn nur verschieben. Wenn man jetzt aus Corona lernt, dass man ihn auch ins Homeoffice schieben kann, soll mir das recht sein. Ansonsten frage ich mich, wie mit weniger Straßen und ohne ÖPNV-Ausbau (und zwar nicht nur ein bisschen alibimäßig!) der Verkehr besser fließen soll? Insbsondere wenn das Allheilmittel Radwege sein sollen, die eben sehr wohl von November bis April und bei Regen kaum genutzt werden, weil man ansonsten eben klatschnass in der Arbeit steht oder sich auf Eis auf die Fresse legt.

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Chris (aus WS), Tuesday, 06.04.2021, 16:00 (vor 1872 Tagen) @ lustiger_hans

Also so weltbewegend toll ist der ÖPNV z.B. in Münster jetzt nicht unbedingt. Und München im direkten Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Größe jetzt auch nicht so desolat schlecht, wie es oft empfunden wird.
Dass man in München gerade an der Zuverlässigkeit arbeiten sollte, ist unstrittig. Aber das ist kein Grund, weiterhin den weit überwiegenden Teil der öffentlichen Verkehrsflächen dem Autoverkehr vorzubehalten.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Joerg ⌂, Tuesday, 06.04.2021, 14:28 (vor 1872 Tagen) @ lustiger_hans

radfahren ist das gleiche wie autofahren, sogar noch etwas mehr individualverkehr!

hier werden jetzt sogar schon eigene radstraßen gebaucht mit besonders ebenen belag, da war mir der spd vorschlag schon lieber, bei der vierspurigen wilhelmshöher allee jeweils die rechte spur für radfahrer zu reservieren, statt neue straßen zu bauen

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 15:18 (vor 1872 Tagen) @ lustiger_hans

Liebe Lobbyisten der Autofahrer,

in München hat die Einwohnerzahl von 2010 bis 2020 um 13% zugenommen (+179,823). München ist damit weit vor Berlin (ca. 4.300 EW/km²) mit über 5.000 Einwohnern pro km² die am dichtesten besiedelte Stadt in Deutschland. Die Zahl der zugelassenen KFZs hat in diesem Zeitraum um 23% (+160.026) zugelegt (Qualle: Monatszahlenmonitoring muenchen.de/Rathaus/Statistik). Der Platz hat aber nicht zugenommen. Eingemeindungen gab es keine. Das logische Ergebnis dieser Entwicklung ist die momentane Verkehrssituation. Vor 10 Jahren (obwohl damals auch schon Radfahrer) habe ich mich noch nicht über die Verkehrssituation beschwert. Inzwischen ist es aber schlichtweg unerträglich geworden. Zu viele Menschen verbrauchen einfach zu viel Platz. Leider kann man keine Jedi-Ritter-Armee rund um die Stadt postieren, die jede Gewerbe-Neuansiedlung der Googles, Amazons, Apples und Microsofts dieser Welt im schönen München verhindert. Also muss man mit dem vorhandenen Platz sparsamer umgehen. So weit, so logisch, oder???
Neben Wohnen und Gewerbe ist der Verkehr einer der größten Platzfresser in der Stadt. So ein KFZ mit im Schnitt um die 10 m² verbraucht halt einfach sehr viel Platz. ÖPNV (Ausbau hat man leider in den letzten Jahrzehnten massiv verschlafen, danke Herr Ude!) und Fahrrad schneiden da wesentlich besser ab. Der Platzverbrauch Fahrrad zu Auto liegt bei etwa 1:6.
D.H., es muss möglichst schnell die Zahl der zugelassenen KFZs in dieser überfüllten Stadt reduziert und die Flächen platzsparenderen und menschenfreundlicheren Formen der Mobilität zugewiesen werden. Andernfalls gibt es hier nach Corona bald nur noch Stau.
Soweit zu den zu Grunde liegenden Zahlen.

Noch eine persönliche Anmerkung von mir:
Besuch regelmäßig meine Mutter im Pflegeheim in Laim. Wenn ich mit ihr Spazieren gehen will, habe ich ein Problem, weil die eh schon schmalen Bürgersteige alle paar Meter mind. zur Hälfte zugeparkt sind. Die KFZs müssen auch die Bürgersteige zum Parken nutzen, weil sonst keine Müllabfuhr und kein Rettungsdienst mehr durchkommen würde. Ich komme mit meiner Mutter am Arm nicht vorbei und muss sie, wackelig wie sie unterwegs ist, irgendwie an den parkenden Autos vorbei bugsieren. Da geht mir regelmäßig die Galle hoch! Schuld ist nicht der einzelne Autofahrer, der sein Gefährt so asozial parkt, sondern die schiere Zahl dieser Platzfresser!

Insofern sind Radschnellwege eine der Möglichkeiten hier Abhilfe zu schaffen (nach dem Motto Straßen erzeugen Autoverkehr, Radwege erzeugen Radverkehr) und eine attraktivere und sicherere Radinfrastruktur zu schaffen. Leider dauert das alles viel zu lang. Das mit dem Radschnellweg aus Garching ins Stadtzentrum ist ein einziges Trauerspiel. Ich behaupte (Vorsicht Verschwörungstheorie), dass letztendlich die Autolobby dahinter steckt.

Das Parken in der Stadt ist einfach zu billig. Irgendwie muss man einen Weg finden, die Kosten für das Parken (23 von 24 Stunden am Tag stehen sie sinnlos herum!) dieser Platzfresser an das Mietniveau zu koppeln. Am besten und schnellsten ginge das m. E. über die Gebühren für die Parklizenzausweise. So einer kostet momentan 30.- €/Jahr. Ein m² Wohnung ist in München warm praktisch nicht unter 20 € Miete im Monat zu bekommen. Das Parken eines KFZs und die damit verbundene Nutzung des öffentlichen Raums muss m.E. genauso teuer werden. Nur um die Anzahl der KFZs auf eine erträgliche Menge zu reduzieren. Der Andi Scheuer hat die rechtlichen Voraussetzungen für eine Anpassung sogar schon geschaffen. Leider ist das Thema bei der Stadtpolitik noch nicht angekommen. Das zusätzlich eingenommene Geld könnte man sehr gut für den Ausbau des ÖPNV nutzen. Für den Ausbau der Radinfrastruktur braucht man nicht mehr Geld, weil man durch den Rückgang des MIV einen erheblichen Teil der Kosten für Unterhalt und Bau von Autostraßen spart. Radwege sind viel billiger.

Und nun noch meine persönliche Ansicht:
Angesichts des offensichtlichen Platzmangels halte ich die arrogante Selbstverständlichkeit mit der viele diese Platzfresser in dieser dichten Stadt aus Gewohnheit, Faulheit und Bequemlichkeit immer noch ziemlich unreflektiert zu oft benutzen, schlichtweg für asozial!
Zumal Radfahren auch noch gesünder und billiger wäre. Die ökologischen Probleme der fossilen Antriebe schreibe ich nichts, weil ich kaum Ahnung von den Details habe. Ich weiß nur, dass die e-Autos, wie sie heute hier in D angeboten werden, nicht teil der Lösung sein können, weil sie auch viel zu viel Platz brauchen.

Und man komme mir nicht mit der Sozialkeule. So wie es je nach finanzieller Potenz unterschiedliche Lagen, Größen und Ausstattungen von Wohnraum gibt, gibt es durchaus auch verschiedene Möglichkeiten von Mobilität. Unterschiedlich teuer, unterschiedlich komfortabel und bequem. Leider wird die platzintensivste und teuerste immer noch zu sehr gefördert.

Und dass mir keiner jetzt mit der Radl-Rowdy-Keule kommt. Die gibt es tatsächlich. Wenn ich dürfte würde ich einigen Fahrradkollegen gerne sofort hohe Bußgelder aufbrummen, wenn sie im Winter ohne Licht, schwarz gekleidet auf der falschen Seite daher kommen.
Dazu sage ich aber: es gibt unter Fußgängern, Radfahrern, Autofahrern und Hundebesitzern jeweils etwa gleich viele Arschlöcher und Dummköpfe. Siehe den Deppen der in der Leopold die Litfaßsäule gecrasht hat.

Und nun zum Schwitzproblem vom Herbert:
Pedelec!
Ich fahre seit 2013 Pedelec. Inzwischen das Dritte. Verabschiedet euch von dem Gedanken, das sei etwas für alte Leute und Faule. Viele Untersuchungen und Studien dazu zeigen, dass man das was man an Kraftaufwand beim Pedelec spart, durch mehr und weitere Fahrten mehr als ausgleicht. Der Spaßfaktor mit so einem Ding, ohne sich zu verausgaben, durch den Wald zu fahren, ist einfach unbezahlbar. Außerhalb des irren Verkehrs in der Stadt gilt für mich, angepasst an die Situation natürlich: Hirn aus, Endorphine an! Der gesundheitliche Nutzen der Bewegung an der frischen Luft ist sowohl physisch als auch psychisch enorm hoch.

Problem sind natürlich derzeit die überhöhten Preise der Pedelecs. Aber billiger als ein günstiges KFZ sind sie allemal.

Nachtrag zum Thema Radfahren im Winter:
das geht mit der richtigen Ausrüstung sehr wohl. Wieder nur eine Frage der Bequemlichkeit. In diesem harten Winter bin ich ganze drei Tage wegen vereister Radwege widerwilligst auf den ÖPNV ausgewichen. Wenn den Autos der Platz weg genommen wird, können natürlich auch die Radwege besser geräumt werden. Dann würden vsl. auch die drei Tage im Jahr noch mit dem Rad gehen.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

friedhofstribüne, Tuesday, 06.04.2021, 16:14 (vor 1872 Tagen) @ BlueMagic

Liebe Lobbyisten der Autofahrer,

Vor 10 Jahren (obwohl damals auch schon Radfahrer) habe ich mich noch nicht über die Verkehrssituation beschwert. Inzwischen ist es aber schlichtweg unerträglich geworden. Zu viele Menschen verbrauchen einfach zu viel Platz. Leider kann man keine Jedi-Ritter-Armee rund um die Stadt postieren, die jede Gewerbe-Neuansiedlung der Googles, Amazons, Apples und Microsofts dieser Welt im schönen München verhindert. Also muss man mit dem vorhandenen Platz sparsamer umgehen. So weit, so logisch, oder???


Ich stimme dir schon zu, bei deinem Rundumschlag, habe aber trotzdem einige Anmerkungen.

Gefühlt und das ist halt mein persönlicher Eindruck, hat sich an der Situation der Radfahrer seitdem ich beruflich verstärkt mit dem Fahrrad unterwegs bin, nicht so sehr viel verschlechtert, sondern eigentlich sogar verbessert. (Bin seit 15 Jahren eigentlich fast täglich An-Abfahrt zur Werkstatt in München unterwegs)

Gibt es eigentlich Statistiken die sich um die Nachverdichtung im Innerstädtischen Bereich kümmern. Hier sehe ich, auch wenn der Blick darauf nicht beliebt ist, ein größeres Problem als bei vielen anderen Sachen. Vor allen in Bezug auf das sparsame Umgehen mit dem beschränkten Platz.

Gibt es Statistiken, welche die Gewerbesteuerbelastung für nachhaltige kleine selbstbestimmte Gewerbeeinheiten mit dem Verbrauch an Recourcen, welche die von dir angesprochenen Global Player vergleichen. Ist nicht gerade diese Ansiedlung genau das falsche Zeichen von einem permanenten Höher, Schneller, Weiter?

Bloß so ein paar Gedanken und apropos: Treten rulez. Solange ich den Drumberg bequem hochkomme, kommt mir kein Pedelec ins Haus. :-D

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 22:26 (vor 1872 Tagen) @ friedhofstribüne

Also treten muss man beim Pedelec auch. Das hat kein Handgas, wie ein Motorrad. Der Motor unterstützt nur die eigene Kraftleistung. Je mehr man selber Kraft aufwendet umso mehr Power bekommmt man vom Motor dazu. Treten rulez also auch bei mir, nur halt nicht so anstrengend und schweisstreibend. Dafür länger und weiter. Gleicht sich dann aus, ist aber angenehmer.

Dass Nachverdichtung ein grosses Problem ist, ist logisch. Bei dem Bevölkerungswachstum ohne Eingemeindungen geht es aber nicht anders. Und solange nicht in den ganzen grosszügigen Einfamilienhaussiedlungsgebieten in Obermenzing, Trudering, Harlaching, Waldperlach oder Solln die schönen alten Häusl durch schicke Eigentumswohnanlagen ersetzt wurden, ist da immer noch sehr viel Luft nach oben.

Inwieweit es Statistiken zu deinen weiteren Fragen gibt, werde ich morgen mal schauen. Man findet in diesem Statistikbereich auf muenchen.de einiges. Zu Steuern allerdings eher weniger. Da sind die Finanzbehörden des Freistaats zuständig. Vielleicht gibt es was zur Gewerbesteuer.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 22:50 (vor 1872 Tagen) @ friedhofstribüne

Zu den von dir angesprochenen Verbesserungen: ja, die gibt es an manchen Stellen. Z.B. die Fahrradstrassen, wobei ich da schon wieder einschränken muss, dass manche Autofahrer (nicht alle sind so ignorant) den Sinn und die Regeln nicht kapieren (wollen), Ganz schlimm ist die Gollierstrasse. Die ist ständig mit ein- und ausparkenden Autos dicht. Die ganze Strasse eine einzige Blechkistenabstellanlage.
Gut sind auch die Durchfahrtmöglichkeiten gegen die Einbahnstrassenrichtung. Wobei da manchmal der markierte Radstreifen so schmal ist, dass der Dooring-Abstand zu den parkenden Autos nicht einhaltbar ist. Da muss man immer sehr aufpassen, dass man nicht irgendwann gegen eine aufgehende Tür knallt. Gleiches gilt für viele Radwege, wenn direkt daneben Autos parken. Und dann muss man wirklich ständig den Falschparkern oder Lieferanten ausweichen. Radwegparken (bin ja nur schnell in die Bank/zum Bäcker) ist so weit verbreitet, dass ich in der Stadt oft bei einer Fahrt mehrmals gefährliche Ausweichmanöver machen muss. Durch die enorme Zunahme des Radverkehrs sind inzwischen auch Strecken, die ich früher sehr gerne gefahren bin, gefährlich geworden. Z.B. der Isarradweg in der Innenstadt. Da muss dringend auf der anderen Isarseite eine grosszügige Entlastung her.
Insgesamt überwiegen m.E. die Nachteile durch die Zunahme des Verkehrs die bisherigen marginalen Verbesserungen bei weitem. Durch die Umsetzung des Radentscheids wird es jetzt ja dann hoffentlich besser. Dauert aber alles viel zu lange.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Kraiburger, Tuesday, 06.04.2021, 17:47 (vor 1872 Tagen) @ BlueMagic

So ein Pedelec habe ich mir vergangenen Sommer auch zugelegt. 13km einfach in die Arbeit sind damit an guten Tagen gesünder, schneller und abgasfreier zu schaffen als mit Auto oder ÖPNV.

Und mittlerweile radel ich mit dem Ding auch am Wochenende meine 20-30km. Kann dich also nur bestätigen.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 22:30 (vor 1872 Tagen) @ Kraiburger

Gratuliere! Kann man kulinarisch mehr zuschlagen und muss sich nicht ständig über Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck Gedanken machen;-)

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Est60, Tuesday, 06.04.2021, 17:52 (vor 1872 Tagen) @ BlueMagic

Das Problem in München ist, dass mittlerweile zu viele Kleinwagen (also Frauen) unterwegs sind und damit unnötig Platzresourcen verschwenden.
Wären die alle so wie früher zu Hause bei den Kindern und würden dem Gatten nach dessen Heimkehr von der Arbeit schön die Pantoffeln herrichten, dann müsste dieser mit seinem schönen neuen SUV nicht ewig nach Parkplätzen suchen ;-)

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 22:11 (vor 1872 Tagen) @ Est60

Sagt der Schwiegervater auch immer. Die blöden Spielerfrauen mit ihren Porsches, wenn sie in der Maximilianstrasse das Geld ihrer Helden verprassen oder bis zum Dallmayer vorfahren müssen. Die sollen das ruhig weiter machen. Das sind nicht so viele. Ich würde sie halt kräftig abkassieren. Wer da shoppen geht, kann sich auch 50 € Parkgebühr leisten.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

hjs enttäuscht, Wednesday, 07.04.2021, 10:58 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

Dass du soziale Argumente als "Sozialkeule" abgualifizierst. Ist ja so ein wenig auch grüne (die Partei ist gemeint) Argumentationslinie, geht aber meiner Überzeugung nach in die Irre. Aber klar, ich bin ja auch Sozialdemokrat, und deshalb find ich solche Ausdrücke eh befremdlich.

Umweltschädliches Verhalten teurer zu machen ist ja schon lange eine Strategie, z.T. auch von meiner Partei mit unterstützt. Aber wenn man das Thema ernst nimmt, dann kann das nicht die Strategie, zumindest nicht die zentrale, für die Zukunft sein. Denn sie sagt auch: Wenn ich viel Geld habe, darf ich die Umwelt schädigen. Wenn man das Thema ernst nimmt, muss es aber eins der gesamten Gesellschaft sein, d.h. dann sind bestimmmte Sachen FÜR ALLE verboten, weil sie umweltschädigend sind. Man darf sich davon nicht freikaufen können. Und das setzt Ansätzen wie Parkplätze noch teurer, City-Maut o.ä. für mich enge Grenzen. London wird da ja oft hergenommen als Beispiel für erfolgreiche City-Maut. Aber im Londoner Stadtzentrum sind halt außer Taxis und Bussen nur noch die Limousinen der ARaber und Russen unterwegs. Ob wir das wollen, müssen wir halt überlegen.

Wenn du nun sagst: OK, dann wird Auto in Zukunft halt nur noch ein Verkehrsmittel für die Reichen, dann ist das erstens geschichtsvergessen. Denn so wie das Fahrrat um die vorletzet Jahrhundertwende, so war das Auto als Massenverkehrsmittel nach dem 2. WK auch eine Geschichte der Freiheit. Ich war nicht mehr darauf beschränkt, wann der Staat seine Züge fahren ließ, sondern konnte mich selbst fortbewegen, und zwar in größerem Radius als früher. Natürlich kann man das heute unter dem Umweltgedanken nicht mehr so sehen, aber - noch einmal - wenn Umweltschutz mehr als ein Eliteprojekt sein soll, dann muss man diesen Freiheitsgedanken weiter im Blick haben. Konkret heißt das: ERstens alle mitnehmen (s.o.) und zweitens der Abnahme an Freiheit durch ein Angebot (Mietwagensysteme, Mietradysteme weiter ausgebauten ÖPNV, mehr Platz für Fußgänger, dabei auch Sicherheit derselben vor den Radfahrern) entgegenwirken, das möglichst viel von dieser Freiheit erhält. Übrigens auch den Sicherheitsgedanken (nachts als Frau allein in der Großstadt unterwegs). Und es ist zweitens vernachlässigst du natürlich das Land, wo die Situation eine grundlegend andere ist.

Kommen wir nach München zurück. Mehr Platz für Radler natürlich. Radschnellwege auch, wir haben im BA 11 erst letztes Jahr der Trasse Richtung Garching zugestimmt, bei der hunderte Parkplätze wegfallen. Alle öffentlichen verstärkt ausbauen, dabei müsste die CSU ihren Widerstand gegen die Tram und die Grünen ihren Widerstand gegen die U-Bahn endlich aufgeben. Etwas untergehen , wiel die schwächste Lobby, tun leider die Fußgönger. Stichwort Kinderwägen, Gehbehinderte, Senioren. Die brauchen mehr Platz, und sie müssen an vielen Orten auch vom Radverkehr stärker getrennt werden. Und dann noch ein unangenehmes Thema: Der Radverkehr muss auch stärker überwacht werden. Beides sind dann die unangenehmen Folgen eines verstärkten Radverkehres, vielleicht auch mit Kennzeichnungspflicht. Da muss man gar nicht das Bild vom Radlrambo bemühen. Aber wenn die Radler mehr werden, sind da auch mehr Rambos unterwegs. Und bislang hatl häufig vermischt mit Fußgängern.

Merci beaucoup!

Amafan, Wednesday, 07.04.2021, 12:19 (vor 1871 Tagen) @ hjs enttäuscht

Hatte mir den Radl-Thread durchgelesen und grad überlegt, auch was dazu zu schreiben und schwupps, steht bei dir so ziemlich alles, was auch ich einwenden wollen würde.

Daaanke!

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

BlueMagic, Wednesday, 07.04.2021, 12:19 (vor 1871 Tagen) @ hjs enttäuscht

Da hast du natürlich nicht unrecht. Neben den Umweltthemen ist das zu lösende Hauptproblem aber in den dichtbesiedelten Ballungsräumen trotzdem das Platzproblem. Und wie will man das lösen, außer über den Geldbeutel? Leider scheitert ja auch das an sich in die richtige Richtung gehende Car-Sharing, das ja dafür sorgen sollte, dass man im Bedarfsfall schnell und komfortabel von A nach B kommt, aber danach eben nicht 23 Stunden lang 12 m² knapper Lebensraum zugemüllt bleibt. Am Preis liegt es m.E. nicht unbedingt. ShareNow und Stadtauto sind, sinnvoll genutzt, mit Sicherheit günstiger als die eigene Karre dauerhaft zu finanzieren.
M.E. ist es mehr eine Frage des Kopfes. Man muss sich davon lösen, für jeden möglichen Mobilitätsfall ständig das geeignete Fahrzeug besitzen zu wollen. Die Leute müssen da in den Köpfen einfach flexibler werden.

Lies dir mal diesen Blog-Beitrag durch. Der spricht mir aus der Seele:
Weniger Autos - Mehr Mobilität

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Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

Nik, Wednesday, 07.04.2021, 12:47 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

Ich hab letztes Jahr mein Auto abgeschafft. Mit Radl, Bahn und Share Now komme ich gut durch. Ist natürlich schon eine Umstellung - und in der Pandemie war ich ohnehin weniger unterwegs - aber finanziell und psychisch schon eine echte Entlastung.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

Chris (aus WS), Wednesday, 07.04.2021, 13:46 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

M.E. ist es mehr eine Frage des Kopfes. Man muss sich davon lösen, für jeden möglichen Mobilitätsfall ständig das geeignete Fahrzeug besitzen zu wollen. Die Leute müssen da in den Köpfen einfach flexibler werden.

Davon muss man sich gar nicht lösen - im Gegenteil: Car- und Bikesharing bietet doch gerade die Möglichkeit, für die verschiedenen Mobilitätsfälle das jeweils richtige Fahrzeug (vorübergehend) zu besitzen, während beim Alleineigentum eines Fahrzeuges i.d.R. eines gewählt wird, das möglichst alle theoretisch möglichen Fälle abdeckt und in den meisten Fällen dann das Falsche sein wird.
Konkret: häufig kaufen sich Familienväter bzw. -mütter völlig überdimensionierte Riesenschlitten, weil man mit dem Fahrzeug ja schließlich einmal im Jahr mit Kind und Kegel in den Urlaub fährt, mit der Folge, dass man dann 98% der Fahrten alleine und ohne großes Gepäck in diesem Riesenschlitten fährt.
Zumindest beim stationsbasierten Carsharing (also z.B. Stadtauto, was leider durch die Floatingsysteme der großen Anbieter immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird) kann ich mir statt dessen genau das Fahrzeug aussuchen, was für den jeweiligen Zweck am besten passt.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

BlueMagic, Wednesday, 07.04.2021, 14:05 (vor 1871 Tagen) @ Chris (aus WS)

Genau richtig. Car-Sharing hat aber trotz der offensichtlichen Vorteile die Erwartungen bisher nicht erfüllen können, weil viele Deutsche im Kopf immer noch glauben, dass sie nur dann ein akzeptierter und wertvoller Teil der Gesellschaft sind, wenn sie ein standesgemäßes Fahrzeug selber besitzen. Worüber definiert man denn in D seinen Erfolg? Über das Häuschen im Grünen oder zumindest die ETW und das Statussymbol vor der Tür oder in der Garage.
Bei den Jüngeren findet da teilweise ein Umdenken statt. Zwischen 40 und 75 eher nicht. Den mühsam ersparten A3 hergeben für die Mitgliedschaft bei Stadtauto und/oder ShareNow......
Spinnst jetzt komplett?????

Und dann ist da ja auch noch dieser steuerlich subventionierte Firmenwagenwahnsinn in D. Das gehört m.E. sofort weg. Wenn einer ein Dienstfahrzeug privat nutzt, dann muss er m.E. genauso viel für den KM bezahlen müssen, wie ihn ein eigenes Auto dieser Größenklasse kosten würde. Dann würden die Dienstwägen zumindest kleiner und spritsparender werden. Durch die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten dieser zu großen, zu schweren und übermotorisierten Dienstwägen entsteht halt derzeit eine Win-/Win-/Win-Situation. Der Arbeitgeber spart Steuern und kann einen guten Mitarbeiter evtl. halten, weil er ihm ein tolles Auto finanziert. Der Arbeitnehmer kann sich ein Statussymbol leisten, das oft weit über seinen persönlichen Einkommensverhältnissen angesiedelt ist. Die Automobilhersteller können ganze Flotten großer Wägen mit hoher Gewinnmarge absetzen.

Leider ist mir auch klar, dass ich da genauso auf verlorenem Posten stehe, wie damals gegen KHW. Habe aber die leise Hoffnung, dass ich die tatsächliche Verkehrswende in den deutschen Köpfen noch erleben werde.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

lustiger_hans, Wednesday, 07.04.2021, 14:12 (vor 1871 Tagen) @ Chris (aus WS)

M.E. ist es mehr eine Frage des Kopfes. Man muss sich davon lösen, für jeden möglichen Mobilitätsfall ständig das geeignete Fahrzeug besitzen zu wollen. Die Leute müssen da in den Köpfen einfach flexibler werden.

Davon muss man sich gar nicht lösen - im Gegenteil: Car- und Bikesharing bietet doch gerade die Möglichkeit, für die verschiedenen Mobilitätsfälle das jeweils richtige Fahrzeug (vorübergehend) zu besitzen, während beim Alleineigentum eines Fahrzeuges i.d.R. eines gewählt wird, das möglichst alle theoretisch möglichen Fälle abdeckt und in den meisten Fällen dann das Falsche sein wird.
Konkret: häufig kaufen sich Familienväter bzw. -mütter völlig überdimensionierte Riesenschlitten, weil man mit dem Fahrzeug ja schließlich einmal im Jahr mit Kind und Kegel in den Urlaub fährt, mit der Folge, dass man dann 98% der Fahrten alleine und ohne großes Gepäck in diesem Riesenschlitten fährt.
Zumindest beim stationsbasierten Carsharing (also z.B. Stadtauto, was leider durch die Floatingsysteme der großen Anbieter immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird) kann ich mir statt dessen genau das Fahrzeug aussuchen, was für den jeweiligen Zweck am besten passt.

Man muss im Mobilitätsfall immer Besitzer des Fahrzeugs sein, sonst wirds schwer ;-)
Eigentümer muss man allerdings tatsächlich nicht immer sein.

In den Familien werden oft große Fahrzeuge gekauft, weil man damit in den Urlaub fährt, jedes Wochenende jemand die Mannschaft fahren muss (samt Ausrüstung), Krempel für den Kindergarten oder die Schule herumgefahren wird, wöchentlich Vereinsmaterial transportiert wird etc. Da hast as mit am Smart schwer. Der wäre dann natürlich besser, wenn man dann alleine in die Arbeit fährt.

Und das mit dem Mieten eines Autos ist halt immer so a Sache. Stattauto hat da eigentlich den besseren Ansatz, als die "mobil" abgestellten Kisten der anderen Vermieter. Da muss man ggf. erstmal an ein passendes Auto im Stadtgebiet suchen. Stattauto hat Stationen, bei denen ich weiß: Da ist dann mein reservierter Wagen. Leider auch ein großer Nachteil: Ich bin extrem unflexibel. Brauche ich mal ein paar Stunden länger, geht es in dem Konzept nicht. Das geht bei den anderen, dafür nehmen sie asozialerweise Parkraum weg. Und das nervigste: Ich kann nicht z.B. mit der Bahn ein Stück rausfahren und dann den (öffentlich nicht erschlossenen) Weg mit einem solchen Mietauto fahren, da es die nur in der Stadt gibt.

Die Mieträder haben mich noch nie interessiert. Da brauchts irgend a App (also ein Smartphone), eine Kreditkarte, etc. Interessant wärs, wenn ich die einfach mit der Monatskarte dabei hätte, so ist es Uninteressant.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

BlueMagic, Wednesday, 07.04.2021, 14:21 (vor 1871 Tagen) @ lustiger_hans

Mit deiner letzten Einschränkung bist aber auch nicht wirklich im 21. Jhdt. angekommen und eher eine Ausnahme.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

lustiger_hans, Wednesday, 07.04.2021, 14:55 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

Mit deiner letzten Einschränkung bist aber auch nicht wirklich im 21. Jhdt. angekommen und eher eine Ausnahme.

Tja, ich hätte es eben gerne bei der Monatskarte dabei, die ist teuer genug, da muss ich nicht noch extra was zahlen. Zumal ich kaum jemanden kenne, der eine private Kreditkarte hat.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

grasober, Thursday, 08.04.2021, 00:10 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

Am Preis liegt es m.E. nicht unbedingt. ShareNow und Stadtauto sind, sinnvoll genutzt, mit Sicherheit günstiger als die eigene Karre dauerhaft zu finanzieren.

Das ist unglücklicherweise nicht der Fall.
Wir sind beileibe keine Vielfahrer, meine Frau fährt alles was geht mit dem Radl, und ich - wenn grad keine Pandemie wütet - mit dem ÖPNV, weil ich dabei Musik hören kann. Auto jedenfalls nur wenn's sein muss, aber mit zwei Kindern muss es halt leider öfter sein als man sich das wünschen würde. Vor zwei Jahren standen wir vor der Wahl, neues Auto oder kein Auto mehr. Und eigentlich waren wir uns schon einig dass wir keins mehr nehmen, bis wir das mal durchgerechnet haben. Durch die Bank wären alle Carsharing Lösungen teurer gewesen als ein Neuwagen, und selbst bei der maximalen realistisch möglichen Einschränkung unseres bisherigen Autofahr-Verhaltens wäre der günstigste auf +/- 10 Euro im Monat auf das gleiche rausgekommen. Ganz ehrlich, ich hasse Autos, auch mein eigenes, aber wenn man die Zahlen vor sich sieht, dann wählt man natürlich den bequemen Weg, und stellt sich wieder so ne Kiste vor die Türe. Alternativ wäre mindestens ein Lastenradl-eBike fällig gewesen, und spätestens damit hatte die Variante "kein eigenes Auto" wirtschaftlich verloren.

Es ist ganz einfach so, dass die Alternativen zum eigenen Auto unterm Strich zu teuer sind. Und ja, wenn uns der Parkausweis 200 Euro im Monat kosten würde statt 30 im Jahr, dann wäre unsere Rechnung und unsere Entscheidung ganz sicher anders ausgefallen.
Charmanter, und auch zielführender, fände ich es allerdings wenn die Politik Wege finden würde die Alternativen günstiger zu machen, statt den Status Quo teurer.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

tomtom, Thursday, 08.04.2021, 06:57 (vor 1870 Tagen) @ grasober

In der „AZ“ ist heute ein Interview mit dem Autor des Buches „Einfach autofrei leben“, Heiko Bielinski, er lebt mit Frau und zwei Kindern in München-Haidhausen und bloggt u.a. über seine Erfahrungen ohne Auto seit 2013. Eine der Kernaussagen zum Autofahren in München: „Der Nerv-Faktor war ziemlich hoch“.

(...) Ganz ehrlich, ich hasse Autos, auch mein eigenes (...).
Es ist ganz einfach so, dass die Alternativen zum eigenen Auto unterm Strich zu teuer sind. Und ja, wenn uns der Parkausweis 200 Euro im Monat kosten würde statt 30 im Jahr, dann wäre unsere Rechnung und unsere Entscheidung ganz sicher anders ausgefallen.
Charmanter, und auch zielführender, fände ich es allerdings wenn die Politik Wege finden würde die Alternativen günstiger zu machen, statt den Status Quo teurer.

Ich, Nicht-Auto- und Nicht-mehr-Radfahrer, fand/finde übrigens diese Diskussion sehr interessant und lehrreich.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

Chris (aus WS), Thursday, 08.04.2021, 10:13 (vor 1870 Tagen) @ grasober

Es gibt da eine überschlägige Rechnung vom Bundesverband Carsharing, dass man bis zu einer Jahresfahrleistung von 20.000 km mit Carsharing günstiger wegkommt, als mit einem eigenen Auto. Natürlich hängt so eine Rechnung von sehr vielen variablen Parametern ab. Aber ich hab jetzt seit ungefähr 10 Jahren kein eigenes Auto mehr, fahre das meiste mit dem Rad, in die Arbeit mit dem Zug - und finde es neben dem Gewinn an Lebensqualität immer noch faszinierend, was ich mir da auch an Geld spare. Und dabei war ich nie einer, der teure Autos gefahren hat.
Auch mein Autofahrverhalten hat sich durchs Carsharing nochmal deutlichg eändert. Seitdem ich dabei bin, kann ich zusehen, wie meine Jahresfahrleistung von Jahr zu Jahr weniger wird, zuletzt natürlich auch pandemiebedingt unter 900 km.
Unser Carsharingvereinkommt in letzter Zeit auch immer mehr in Schwung (ja, das funktioniert auch auf dem Land), dass wir dort auch Lastenfahrräder mit ins Angebot aufnehmen, konnte ich zwar nicht durchsetzen, aber dafür wird das wohl bald von unseren Stadtwerken angeboten. Privat ein gutes Lastenrad kaufen ist zugegeben sauteuer (ab 6.000,- aufwärts) und vor allem kommt da ja auch das Platzproblem dazu.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

grasober, Thursday, 08.04.2021, 10:25 (vor 1870 Tagen) @ Chris (aus WS)

Das kommt sicherlich auf das Auto an mit dem man das ganze vergleicht.

Bei uns ist es ein Skoda Fabi Kombi mit kleinstem Motor und Minimal-Ausstattung. Das ganze Finanziert auf 4 Jahre, ohne Anzahlung, und statt die Schlussrate zu bezahlen gegen wir das Ding nach 4 Jahren ans Autohaus zurück. Mit Inspektions-Paket, Neuwagen-Garantieverlängerung und Vollkasko sind die Werkstattkosten in den 4 Jahren praktisch Null.

Ich hab's wie gesagt im Detail durchgerechnet, und bin dabei glaube ich von etwa 10.000 bis 12.000 km im Jahr ausgegangen. Günstiger war da kein Carsharing Anbieter.

Wenn man statt dem Skoda nen BMW fahren möchte, dann schaut's freilich anders aus ;-)

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

BlueMagic, Thursday, 08.04.2021, 10:59 (vor 1870 Tagen) @ grasober

Bist bei der Rechnung doch hoffentlich nicht davon ausgegangen, dass deine Autofahrleistung annähernd gleich bleibt? Günstiger wird das Car-Sharing halt, wenn man sich bei jeder geplanten Autofahrt überlegt, ob sie nun tatsächlich notwendig ist oder ob man eine Alternative hätte. Wenn das Auto dann schon vor der Tür steht und außer Sprit praktisch keine sofort wahrnehmbaren Kosten verursacht, fährt man bestimmt viel öfter mit dem Auto, als wenn man dran denkt, dass die Minute/der KM praktisch unmittelbar auf dem Konto sichtbar wird. Und dann auch noch der organisatorische/zeitliche Mehraufwand des Car-Sharings. Das ist ja neben dem Platz sparen einer der Vorteile des Car-Sharings. Es wird weniger gefahren und deswegen auch kostengünstiger. Der gefahrene Kilometer ist natürlich teurer, weil zu den reinen Autokosten auch noch Organisation, Overhead und evtl. Gewinnmarge des Anbieters oben drauf kommt.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

grasober, Thursday, 08.04.2021, 11:18 (vor 1870 Tagen) @ BlueMagic

Bist bei der Rechnung doch hoffentlich nicht davon ausgegangen, dass deine Autofahrleistung annähernd gleich bleibt?

Nein, bin ich nicht. Wir haben uns hingesetzt und uns überlegt welche Fahrten wirklich notwendig *) sind, und auf der Basis dann gerechnet. Glaub mir, wir haben sicherlich nicht versucht uns das eigene Auto schön zu rechnen. Das erhoffte Ergebnis wäre gewesen dass es sich für uns rechnet das eigene Auto abzuschaffen, und wir waren einigermaßen enttäuscht, dass die nackten Zahlen was anderes gesagt haben.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

friedhofstribüne, Thursday, 08.04.2021, 15:29 (vor 1870 Tagen) @ grasober

Bist bei der Rechnung doch hoffentlich nicht davon ausgegangen, dass deine Autofahrleistung annähernd gleich bleibt?

Nein, bin ich nicht. Wir haben uns hingesetzt und uns überlegt welche Fahrten wirklich notwendig *) sind, und auf der Basis dann gerechnet. Glaub mir, wir haben sicherlich nicht versucht uns das eigene Auto schön zu rechnen. Das erhoffte Ergebnis wäre gewesen dass es sich für uns rechnet das eigene Auto abzuschaffen, und wir waren einigermaßen enttäuscht, dass die nackten Zahlen was anderes gesagt haben.

Schön wenn die Vernunft die Ideologie schlägt. Irgendwie glaube ich, dass ist der bessere Ansazt.

Da bin ich jetzt doch ein bisserl enttäuscht

friedhofstribüne, Thursday, 08.04.2021, 15:25 (vor 1870 Tagen) @ Chris (aus WS)

Es gibt da eine überschlägige Rechnung vom Bundesverband Carsharing, dass man bis zu einer Jahresfahrleistung von 20.000 km mit Carsharing günstiger wegkommt, als mit einem eigenen Auto. Natürlich hängt so eine Rechnung von sehr vielen variablen Parametern ab.

Ich würde die Zahl jetzt mal nicht so stehen lassen, aber prinzipiell hast du natürlich recht. Ich habe meinen Firmenfuhrpark von in Hochzeiten 8 Fahrzeugen auf dem Hof auf 1 Neufahrzeug und 2 Austragsfahrzeuge, die fahren bis sie umfallen, und verschwenden keine neuen Resourcen reduziert. Wenn es passende Car Sharing Angebote für Firmen gäbe könnte ich mir sogar noch weniger vorstellen.

Hat da einer der Spezialisten einen Vorschlag? Gibt es so Car Sharing Angebote auch wenn man mal gewerblich 1200km in 4 Tagen runter reißt?

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

der chefnachfrager, Tuesday, 06.04.2021, 15:47 (vor 1872 Tagen) @ Nik

was bedeutet das bei dir an zeit?

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Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Nik, Tuesday, 06.04.2021, 20:22 (vor 1872 Tagen) @ der chefnachfrager

Pasing - Königsplatz einfach 25-30 Minuten. Mit dem ÖPNV vielleicht 5 Minuten weniger, wenn's gut läuft.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

der chefnachfrager, Wednesday, 07.04.2021, 06:52 (vor 1871 Tagen) @ Nik

guten morgen nik, ich hab mich, wie so oft, mal wieder mangelhaft ausgedrückt.
ich wollte eigentlich wissen, wieviel zeit du nun weniger brauchst.
wenn ich es recht verstehe, brauchst du für den weg pasing-königsplatz jetzt mit dem "radschnellweg" knapp 30min. wie lange hat das vorher gedauert?
mich haben die ampeln immer wahnsinnig genervt, wenn ich mit dem rad in der früh unterwegs war. dachau-knorrbremse war alle schön ohne, dann stadt und ampeln wahnsinn. gas geben, bremsen, stehen, warten... aber am ring lang war auch keine alternative.

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Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Nik, Wednesday, 07.04.2021, 08:48 (vor 1871 Tagen) @ der chefnachfrager

Zeitlich dürfte das gar keinen so riesigen Unterschied machen - vielleicht 10 Minuten. Entscheidend ist aber der Stress-Faktor. Keine Ampeln, Ausfahrten, abiegende Autos - einfach nur entspannt geradeaus fahren.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Wednesday, 07.04.2021, 09:01 (vor 1871 Tagen) @ Nik

Genau, das ist es. Einfach nur entspannt geradeaus fahren ohne ständig von diesem Großstadtgewusel ausgebremst und gefährdet zu werden. So muss Radinfrastruktur sein. Damit bekäme man viel mehr Leute auf das Rad. Man muss es nur jetzt ausreichend dimensionieren (zu Lasten des MIV natürlich, insbesondere der Parkplätze), damit nicht in ein paar Jahren die Leute von den beengten Verhältnissen auf den zu schmalen Radwegen genervt sind. Siehe jetzt schon Isarradweg im Berufsverkehr bei schönem Wetter oder am Wochenende.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Michi, Wednesday, 07.04.2021, 10:50 (vor 1871 Tagen) @ BlueMagic

Genau, das ist es. Einfach nur entspannt geradeaus fahren ohne ständig von diesem Großstadtgewusel ausgebremst und gefährdet zu werden. So muss Radinfrastruktur sein. Damit bekäme man viel mehr Leute auf das Rad. Man muss es nur jetzt ausreichend dimensionieren (zu Lasten des MIV natürlich, insbesondere der Parkplätze), damit nicht in ein paar Jahren die Leute von den beengten Verhältnissen auf den zu schmalen Radwegen genervt sind. Siehe jetzt schon Isarradweg im Berufsverkehr bei schönem Wetter oder am Wochenende.

Den Isarradweg meide ich, wenn man zu mehreren unterwegs ist. Da ballern einfach zu viele zu schnell für den bestehenden Verkehr. Und in einer Gruppe versucht man ja foch zusammen zu bleiben, was dort zunehmend schwieriger ist. Alleine komm ich noch recht gut durch. Ich hab meine sportlichen Räder aber auch alle stillgelegt und bin nur noch mit meinem Altgerrenrad unterwegs.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

friedhofstribüne, Tuesday, 06.04.2021, 15:08 (vor 1872 Tagen) @ Herbert


Was haltet Ihr von solchen "Radschnellwegen" und um beim Thema zu bleiben - wo stellt man sein Fahrrad am Grünwalder Stadion am besten ab?

Punkt 1, Bequem sind sie schon, aber gleichzeitig sind es halt auch stöbereske Schnellstraßen. Dann halt für den Radlindividualverkehr. Wenns da zu viele von den SUV- Profifamilienzweiradkutschen gibt, ist der Platz auch schnell weg. Und im Radlstau möchte ich jetzt mal nicht stehen. :-(

Punkt 2, Da, wo man reingeht. Ober brauchst du eine Radltiefgarage die das Stadion finanziert? :-D

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Herbert, Tuesday, 06.04.2021, 16:55 (vor 1872 Tagen) @ friedhofstribüne

Punkt 2, Da, wo man reingeht. Ober brauchst du eine Radltiefgarage die das Stadion finanziert? :-D

Wobei bei 2-3.000,- Fahrrädern wird das schon schnell "unübersichtlich". In Pasing hab ich mal ein interessantes Konzept mit einer Fahrradgarage gesehen:

Radlparkhaus am südlichen Pasinger Bahnhof
Foto Radlparkhaus am südlichen Pasinger Bahnhof

Josef-Felder-Straße (Oberfläche mit 400 Fahrradständern) und
Zwischen den S-Bahnzugängen (Radltiefgarage mit 755 Fahrradständern)
81241 München
Fahrradabstellplätze
1.155 (Doppelstockanordnung)
Videokontrollsystem
ja
ÖPNV-Anbindung
S3, S4, S6, S8
Besonderheiten
Videokontrollsystem und Serviceruf befinden sich ausschließlich in der Radltiefgarage

siehe https://www.parkundride.de/de/bike-und-ride.html

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

friedhofstribüne, Tuesday, 06.04.2021, 17:09 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Punkt 2, Da, wo man reingeht. Ober brauchst du eine Radltiefgarage die das Stadion finanziert? :-D


Wobei bei 2-3.000,- Fahrrädern wird das schon schnell "unübersichtlich". In Pasing hab ich mal ein interessantes Konzept mit einer Fahrradgarage gesehen:

Und du glaubst die Haupttribüne flutet mit 2-3000 Radln incl. Radlflash die Volckmerstr.?

Pasing ist unbestritten sehr geil mit der Radlgarage. Aber da sind wir bei, wenn es hochkommt 300 Radl pro Spieltag noch sehr weit weg. Gibt es da Infos wie viele mit dem Radl kommen? Sicher keine 2-3 Tausend. Da kann und will sich der Pfeifer doch gleich noch die Nuschn für die Öffentlichen sparen. :-(

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Herbert, Tuesday, 06.04.2021, 17:42 (vor 1872 Tagen) @ friedhofstribüne

Punkt 2, Da, wo man reingeht. Ober brauchst du eine Radltiefgarage die das Stadion finanziert? :-D


Wobei bei 2-3.000,- Fahrrädern wird das schon schnell "unübersichtlich". In Pasing hab ich mal ein interessantes Konzept mit einer Fahrradgarage gesehen:


Und du glaubst die Haupttribüne flutet mit 2-3000 Radln incl. Radlflash die Volckmerstr.?

Klar, Flashmob rules - mir gings da aber eher darum auch mal etwas voraus zu planen und ich finde jetzt zumindest 1.000 Radler nicht so unrealistisch aber Du hast natürlich recht, für 2-300 Räder ist es praktisch egal wo die stehen.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

BlueMagic, Tuesday, 06.04.2021, 22:06 (vor 1872 Tagen) @ Herbert

Deine Frage war ja auch, wo man sein Radl am Sechzger abstellen kann. Das Problem mit den teuren Pedelecs ist grundsätzlich, dass man die gerne an irgendwas ansperrt. Leider sind viele Radlständer vorsintflutlich. Da kann man oft nur das Vorderrad ansperren und das macht wenig Sinn. Oft sind auch die Einstellrillen für die immer breiteren Reifen der Radl-SUVs viel zu schmal. Es werden aber immer mehr der neuen Radständer an die man nur anlehnen muss und das Rad an die Stange sperren kann. Beim Sechzger gibt es derzeit m.W. keine offiziellen Radabstellplätze. Ich glaube aber, es gibt einen Stadratsantrag dazu. Der wird dann wohl mit der nächsten Beschlussvorlage zum Stadion mit erledigt werden. Derzeit gibt es für mich zwei Stellen, wo man gut absperren kann:
- am Zaun vom Wienerwald Richtung Bushaltestelle
- am Zaun hinter der Westkurve Richtung Harlachinger Strasse.

Meist reicht der Platz sogar, wenn man knapp kommt.

Mal was zum Thema Radfahren ;-)

Herbert, Tuesday, 06.04.2021, 22:11 (vor 1872 Tagen) @ BlueMagic

Danke für die Info. Wäre evtl. mal ein Thema für "nach Corona" bzw. wenn wir wieder ins Stadion dürfen. Neben "Wo dürfen Busse parken?" ist das Thema "Fahrrad" sicher auch interessant.

Eine Lösung habts alle übersehn:

ex-mitglied, Wednesday, 07.04.2021, 17:20 (vor 1871 Tagen) @ Herbert

Ostfahrer ausschließen, egal wieviele Räder! :-D

In München sind vier von zehn Haushalten autofrei!

Zahlenmaterial, Wednesday, 07.04.2021, 19:40 (vor 1871 Tagen) @ Herbert
bearbeitet von Zahlenmaterial, Wednesday, 07.04.2021, 19:55

Hier ein paar Zahlen zum Spielen: https://www.muenchen-transparent.de/dokumente/5499206/datei

Studie zur Mobilität in der Stadt München, Münchner Umland und MVV-Verbundraum

In München verfügen knapp 60 Prozent der Haushalte über mindestens ein Auto. Mit zunehmender Entfernung von der Kernstadt erhöht sich dieser Anteil. Im Durchschnitt liegt er im Umland bei über 80 Prozent. Statusschwache Münchner Haushalte sind mehrheitlich ohne Auto, statushöhere Haushalte dagegen weisen überdurchschnittliche Besitzquoten auf. Der Anteil der Münchnerinnen und Münchner, die (fast) täglich im Auto sitzen, liegt derzeit mit 22 Prozent bei einem knappen Viertel. Ebenso viele nutzen das Auto (fast) nie.

34% aller Wege, die mit dem Auto innerhalb der Stadt zurückgelegt werden, sind beruflich/geschäftlicher Natur.

Mehr als 400.000 Einpendler nach München, Tendenz steigend, wurden in pandemiefreien Zeiten gezählt, viele davon kommen mit dem Auto in die Stadt.

Datenquelle zu den Pendlern: https://www.muenchen.de/rathaus/dam/jcr:34ab802d-8da7-4a1c-89d8-168748a37640/mb050201.pdf

In München sind vier von zehn Haushalten autofrei!

BlueMagic, Wednesday, 07.04.2021, 22:03 (vor 1871 Tagen) @ Zahlenmaterial

Der Tatsache, dass insbesondere die besser situierten Autos besitzen, schiebe ich noch eins hinterher: es ist davon auszugehen, dass die auch mehr Wohnraum besitzen oder mieten können, als diejenigen, die sich kein Auto leisten können. Dazu ein toller Spruch, der gerade an vielen Stellen in München zu lesen ist:
The less private space you own, the more public space you need!
Und dieser so dringend benötigte öffentliche Raum wird dann auch noch zu einem Grossteil von den Reichen mit ihren Statussymbolen zugeparkt. Autos und Parken teurer machen trifft sicher nicht die Klientel um die sich die SPD kümmern sollte. Ganz im Gegenteil, man spielt damit den Autofahrerparteien CSU und FDP in die Hände. Die machen diese Politik nämlich, weil die reichen Autofahrer genau ihre Wählerschicht sind.
Wenn die SPD mal konsequent Politik in diese Richtung machen würde, ginge es vielleicht auch bei den Wahlergebnissen wieder aufwärts. Denn eines ist auch klar: die Generation, die noch aus Überzeugung SPD wählt und mit dem Auto Freiheit verbindet stirbt aus. Und wenn man es nicht schafft endlich denen zu helfen, die eigentlich zur Stammwählerschaft gehören sollten, dann war es das bald endgültig mit dem roten Rathaus in München.

Wobei mir auch klar ist, dass es neben dem Verkehr auch andere Themen gibt, die wichtig sind. Aber beim Wohnen ist es halt noch schwerer und langwieriger Erfolge für die ärmeren der Gesellschaft zu erzielen, als wenn man mal mit den Grünen zusammen jedes Jahr die Parklizenzgebühren massiv erhöhen würde, um der eigenen Klientel mehr Platz zum Leben zu verschaffen. Bei geschätzt mindestens 300.000 KFZs die dauerhaft auf Münchens Strassen stehen, wären 100 € mehr Parkgebühren im Monat ganz schnell fast 400 Mio. € Mehreinnahme pro Jahr. Davon könnte man in 10 Jahren viele KM Tramlinien bauen. Und bei 100 € im Monat ist angesichts der Mieten noch gut Luft nach oben.

Interview zum Thema "Leben ohne Auto in München"

United Sixties, Saturday, 10.04.2021, 09:26 (vor 1868 Tagen) @ Presseumschau

Sicher wird sich einiges ändern, wenn Grüne ab September auch im Bund regieren. Aber für eine wahrhaftige ökologische Wende in der Stadt bedarf es dann schon schnelleren Beschlüssen insbesondere für MVG Netz und E-Bussen usw.

Dafür darf man sich nahe am Ostbahnhof architektonisch austoben:
https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/muenchen/werksviertel-muenchen-ein-virtueller-rundgang-e989057/?reduced=true

Grüne in München

Herbert, Saturday, 10.04.2021, 09:54 (vor 1868 Tagen) @ United Sixties

Sicher wird sich einiges ändern, wenn Grüne ab September auch im Bund regieren. Aber für eine wahrhaftige ökologische Wende in der Stadt bedarf es dann schon schnelleren Beschlüssen insbesondere für MVG Netz und E-Bussen usw.

Stimmt, da wird sich in München bestimmt viel ändern wenn auf Bundesebene die Grünen (wie schon 1998-2005) regieren. Mutige Entscheidungen stehen an und evtl. gibts dann auch wieder mehr Kampfeinsätze der BW im Ausland. Wobei in München läuft doch alles perfekt, wir haben ja als stärkste Fraktion im Stadtrat die Grünen. Evtl. ist aber selbst wenn auf Bundesebene die Grünen regieren dann halt die Landesebene Schuld und das MVG Netz und die E-Busse müssen dann noch warten bis auch auf Landesebene in Bayern die Grünen regieren.

Grüne = Stärkste Stadtratsfraktion in München
Eigentümer MVG = Stadtwerke München
Eigentümer Stadtwerke München = Stadt München
daraus folgt: Wenn Grüne im Bund regieren gibts in München schnellere Beschlüsse insbesondere für MVG Netz und E-Busse

Grüne in München

United Sixties, Saturday, 10.04.2021, 12:07 (vor 1868 Tagen) @ Herbert

Zur politischen Wahrheit gehört aber schon auch:
München wird seit ? von SPD regiert und Schröder war Kanzler der Sozialdemokraten.
Im Bund passiert mit oder ohne SPD-Beteiligung seit 1982 was ...nicht genug?
Aus meiner Umlandsicht wird es Zeit für eine andere Regierungsmehrheit im Bund wie 2023 für den Freistaat und sicherlich kann auch die Landeshauptstadt nun nach 14 Monaten mit grüner Stadtratsmehrheit Akzente setzen. Gern zeitgemäß noch viel ökologischer und weniger klimaschädlich...für unsere Kinder und Enkel.

Sportpolitisch wünsche ich uns auch endlich a bisserl mehr „soziale Gerechtigkeit“ bei Grundstückslösungen oder -Unterstützungen für den ärmeren Traditionsklub der Landeshauptstadt , nicht nur immer brav für den Erfolgsklub mit Red Bull/Audi/Allianz oder SAP im Rücken.

Und heute gilts sportlich zu performen...auf einen Heimsieg !

Grüne in München

Herbert, Saturday, 10.04.2021, 13:42 (vor 1868 Tagen) @ United Sixties

Zur politischen Wahrheit gehört aber schon auch:

Ich hab nicht behauptet dass mit einer Änderung der Bundesregierung der MVG "besser" wird - das warst Du. Ich hab auch nicht behauptet, dass SPD oder CSU oder FDP oder wer auch immer das "besser kann". Für mich stellt es sich halt, nur nach Faktenlage, so dar als ob es "die Grünen" nicht können und da hilft wohl auch keine Mehrheit auf Bundesebene in München weiter.

Sorry, aber wir können jetzt diverse politische Fakten aufzählen aber das ändert nichts daran, dass Grüne in München schon sehr lange "mit spielen", jetzt halt sogar als stärkste Fraktion.

Grüne in München

friedhofstribüne, Saturday, 10.04.2021, 15:01 (vor 1868 Tagen) @ Herbert

Zur politischen Wahrheit gehört aber schon auch:

Ich hab auch nicht behauptet, dass SPD oder CSU oder FDP oder wer auch immer das "besser kann".


Dann bekommen wir aber ein Problem, wenn es üerhaupt keiner besser kann. Wobei ich dir da gar nicht groß widersprechen will. :-D

Grüne in München

United Sixties, Saturday, 10.04.2021, 20:49 (vor 1868 Tagen) @ friedhofstribüne

Dann ist es halt wuaschd wer die Stadt regiert, aber Hauptsach Sechzge gewinnt weida;-) und des Greawoida werd boid ausbaut.

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