München baut (Forum)

United Sixties, Thursday, 09.07.2020, 09:16 (vor 2221 Tagen)

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-konzerthaus-soeder-1.4961179

„Wir halten an einem beschlossenen Bauprojekt selbstverständlich fest“, so MP Söder zum neuen Konzertsaal, der nun „750 Mio. Euro plus „ kosten soll. Und wann geht es mit dem beschlossenen Umbau am städt. Stadion an der Grünwalder Straße los und wie wird die Lösung für drei Drittligaklubs in der Umbauphase aussehen?

München baut

BlueMagic, Thursday, 09.07.2020, 09:58 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

Der neue Konzertsaal ist zwar in München geplant, wird aber vom Freistaat gebaut. Der ist Prestige-Objekt des Freistaats, weil es nicht sein kann, das HH mit der Elphi den besseren Konzertsaal hat. Der ist bekanntlich nicht am GWS beteiligt.

Die Stadt muss das in die Jahre gekommene Gasteig-Gebäude sanieren. Da ist die Frage, ob man viel Geld für einen Erhalt des Status Quo ausgibt (alternativlos) oder ob man mehr Geld in die Hand nimmt und für alle Nutzer (MVHS, Philharmoniker, Stadtbibliothek), damit auch für die Bürger*innen tatsächliche Verbesserungen herbei führt. Ich bin da ganz klar für die 2. Variante. Wenn schon Geld ausgeben, dann mit Verbesserungen und nicht nur ein Konzept aus den 1970ern auf Jahrzehnte hinaus festzementieren. Ich hoffe sehr, dass sich diese Meinung trotz Corona auch im Stadtrat durchsetzt. Dass man damit auch einen weiteren nutzbaren Ersatz-Konzertsaal erhält, schadet sicher nicht. Ich würden den ja dauerhaft an die Stelle des abzureißenden Eisstadions am Olympiapark platzieren. Da ist die Infrastruktur gut und er wäre eine schöne Ergänzung des kulturellen Angebots im Norden der Stadt.

Mit dem Sechzger hat das alles nur über die städt. Finanzen indirekt was zu tun.

München baut

Busfahra_, Thursday, 09.07.2020, 10:02 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

Und wann geht es mit dem beschlossenen Umbau am städt. Stadion an der Grünwalder Straße los und wie wird die Lösung für drei Drittligaklubs in der Umbauphase aussehen?

Erst mal muss es eine Entscheidung bzgl. des Antrags auf Bauvorentscheid geben. Eine Detailplanung macht ja wenig Sinn, wenn nicht mal klar ist, ob die bisherigen Vorstellungen (Aufstockung Ostkurve, Anbau für Hospitalitybereich in der Stehhalle etc.) überhaupt genehmigungsfähig sind.

Und wo die Vereine während des Umbaus spielen (wobei ja noch nicht mal klar ist, wie lange der Umbau dauern wird), ist das Problem der Vereine, nicht das der Stadt.

München baut

United Sixties, Thursday, 09.07.2020, 15:20 (vor 2220 Tagen) @ Busfahra_

Wann soll noch Entscheidung zum Antrag auf Bauvorentscheid fallen ?

München baut

Kraiburger, Thursday, 09.07.2020, 15:41 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

Wann soll noch Entscheidung zum Antrag auf Bauvorentscheid fallen ?

https://loewen-bar.de/forum/index.php?id=470246

https://sechzger.de/umbau-sechzgerstadion-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-darauf-teil-2/

Am 30. Juni 2019 wurde die Machbarkeitsstudie von AS+P veröffentlicht, im Anschluss daran fasste der Stadtrat am 24. Juli 2019 den Beschluss, einen Antrag auf Bauvorentscheid zu erarbeiten. Darin fragt der Bauherr (Referat für Bildung und Sport) bei der Genehmigungsbehörde (Planungsreferat / Lokalbaukommission) nach, ob gewisse Grundparameter einer Baumaßnahme genehmigungsfähig sind, z.B. die Gebäudehöhe und die Abstandsflächen. Der Antrag auf Bauvorentscheid wurde Ende Dezember 2019 fertiggestellt und am 23.01.2020 veröffentlicht. Bis 24. Februar 2020 hatten betroffene Anwohner die Möglichkeit, Einwendungen gegen die geplante Baumaßnahme einzubringen. Wie bereits erwähnt, gab es wohl etwa ein Dutzend Einwendungen. Auf Basis des Antrags sowie der vorgebrachten Einwendungen entscheidet die Genehmigungsbehörde innerhalb von drei Monaten, ob dem Antrag auf Bauvorentscheid komplett oder teilweise stattgegeben wird oder nicht. Anschließend bestünde die Möglichkeit, gegen die Entscheidung der Genehmigungsbehörde zivilrechtlich zu klagen.

Wichtig: Sollte der Antrag auf Bauvorbescheid positiv beschieden und rechtswirksam werden, kann im weiteren Verlauf des Bauprojekts gegen die im Vorbescheid genehmigten Maßnahmen nicht mehr geklagt werden.

München baut

Busfahra_, Thursday, 09.07.2020, 16:05 (vor 2220 Tagen) @ Kraiburger

Am 30. Juni 2019 wurde die Machbarkeitsstudie von AS+P veröffentlicht, im Anschluss daran fasste der Stadtrat am 24. Juli 2019 den Beschluss, einen Antrag auf Bauvorentscheid zu erarbeiten. Darin fragt der Bauherr (Referat für Bildung und Sport) bei der Genehmigungsbehörde (Planungsreferat / Lokalbaukommission) nach, ob gewisse Grundparameter einer Baumaßnahme genehmigungsfähig sind, z.B. die Gebäudehöhe und die Abstandsflächen. Der Antrag auf Bauvorentscheid wurde Ende Dezember 2019 fertiggestellt und am 23.01.2020 veröffentlicht. Bis 24. Februar 2020 hatten betroffene Anwohner die Möglichkeit, Einwendungen gegen die geplante Baumaßnahme einzubringen. Wie bereits erwähnt, gab es wohl etwa ein Dutzend Einwendungen. Auf Basis des Antrags sowie der vorgebrachten Einwendungen entscheidet die Genehmigungsbehörde innerhalb von drei Monaten, ob dem Antrag auf Bauvorentscheid komplett oder teilweise stattgegeben wird oder nicht. Anschließend bestünde die Möglichkeit, gegen die Entscheidung der Genehmigungsbehörde zivilrechtlich zu klagen.

Wichtig: Sollte der Antrag auf Bauvorbescheid positiv beschieden und rechtswirksam werden, kann im weiteren Verlauf des Bauprojekts gegen die im Vorbescheid genehmigten Maßnahmen nicht mehr geklagt werden.

Ergänzung:
Die Dreimonatsfrist, in der die Genehmigungsbehörde (LKB) über den Antrag auf Bauvorbescheid entscheiden soll, ist nicht bindend. Wenn's länger dauert, hätten die Verfahrensbeteiligten (Anwohner und RBS) aber wohl die Möglichkeit einer Untätigkeitsklage - was aber niemand machen wird.
Klar ist, dass Corona diese Verwaltungsakte nicht unbedingt beschleunigt. Und klar ist auch, dass es der LBK bei solchen Genehmigungsverfahren grundsätzlich nicht sonderlich pressiert. Für die spielt's ja keine Rolle, wann da ein Ergebnis vorliegt.

Aber irgendwann in den nächsten Wochen sollten sie vielleicht schon mal langsam in die Pötte kommen.

Nein, das Land Bayern baut

Bob the Builder, Thursday, 09.07.2020, 10:05 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

Das eine hat mit dem anderen nicht das Geringste zu tun. Das Konzerthaus ist ein Projekt der Bayerischen Staatsregierung, das Seehofer noch als Ministerpräsident versprochen hat. Es wird die feste Spielstätte des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Das Grünwalder Stadion ist hingegen eine Sache der Stadt München.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-konzerthaus-soeder-1.4961179

„Wir halten an einem beschlossenen Bauprojekt selbstverständlich fest“, so MP Söder zum neuen Konzertsaal, der nun „750 Mio. Euro plus „ kosten soll. Und wann geht es mit dem beschlossenen Umbau am städt. Stadion an der Grünwalder Straße los und wie wird die Lösung für drei Drittligaklubs in der Umbauphase aussehen?

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Kraiburger, Thursday, 09.07.2020, 11:30 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-konzerthaus-soeder-1.4961179

„Wir halten an einem beschlossenen Bauprojekt selbstverständlich fest“, so MP Söder zum neuen Konzertsaal, der nun „750 Mio. Euro plus „ kosten soll. Und wann geht es mit dem beschlossenen Umbau am städt. Stadion an der Grünwalder Straße los und wie wird die Lösung für drei Drittligaklubs in der Umbauphase aussehen?

"Die Stadt ist trotz Corona im Soll" - meldet sechzger.de

Seit der Beantwortung der "Wichtigsten Fragen zum Stadionumbau Teil 1 und Teil 2" hat sich also nichts neues ergeben.

Mit dem Konzertsaal hat das alles trotzdem nichts zu tun: Das eine ist Stadt, das andere Land!

Aber du kannst dem Reiter gerne erklären, dass der Söder viel schneller wie er ist! Mal sehen ob es was bringt!

München baut

Deep Blue, Thursday, 09.07.2020, 13:52 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

750 Mios. haut mich jetzt fast um. Soviel etwa hat die Elphi in Hamburg gekostet, wenn ich's richtig im Kopf habe. Da war das erste Gebot ca. 70 Mios. Auch dank spendabler Hanseaten konnte man diese Irrsinnssumme aufbieten. Aber in dem Teil gibt es auch ein Hotel und einige Luxuswohnungen, d.h., da kommt schneller was zurück, als nur durch Konzerte.

Weil bei Großbauten während des Projekts die Preise immer anziehen, bin ich ja mal gespannt was Söder mit "plus" gemeint haben wird.

München baut

friedhofstribüne, Thursday, 09.07.2020, 14:14 (vor 2220 Tagen) @ United Sixties

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-konzerthaus-soeder-1.4961179

„Wir halten an einem beschlossenen Bauprojekt selbstverständlich fest“, so MP Söder zum neuen Konzertsaal, der nun „750 Mio. Euro plus „ kosten soll. Und wann geht es mit dem beschlossenen Umbau am städt. Stadion an der Grünwalder Straße los und wie wird die Lösung für drei Drittligaklubs in der Umbauphase aussehen?

Mal wieder ein klassischer Innstadt. Da hat zwar das eine mit dem anderen, und das 3. auch nichts mit dem 4. zu tun, somit eigentlich nix mit überhaupt nix. Aber nachfragen wie es mit dem 60er ausschaut geht halt immer.

Wenn man sich dagegen das präpotente Gehabe einiger Politiker anschaut, die sich ja unbedingt verewigen müssen, erscheint mir die Verteilung/Verwendung von Steuermitteln schon sehr grenzwertig. Wir sind hier grob gerechnet einfach mal bei 1 Mrd. Steuergelder für 2 Konzertsäle. Ohne Steigerung der Baukosten, und ohne die dann später laufenden Subventionen zum Unterhalt gerechnet. Die Herrschaften verlieren m.E. Maß und Ziel.

München baut

United Sixties, Thursday, 09.07.2020, 15:07 (vor 2220 Tagen) @ friedhofstribüne

Ja dann hab ich doch erreicht, was die Sommerpause braucht : Diskussion eröffnet , was Maß und Ziele betrifft .. für München wie für unseren Freistaat mit völlig überzogenen Objekt in der Landeshauptstadt aller Bayern :-D ( und somit Steuergelder von uns allen) und bleibts gesund

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BlueMagic, Thursday, 09.07.2020, 15:36 (vor 2220 Tagen) @ friedhofstribüne

Die Elphi hat ca. 800 Mio. gekostet und gilt derzeit (noch) als der teuerste Kulturbau Deutschlands. Die Sanierung des Deutschen Museums ist der Elphi allerdings schon hart auf den Fersen. Da hat man mit 300 Mio. bei der ersten Planung angefangen. Bei Start der Sanierung waren ca. 400 Mio. geplant. Dann ging es irgendwie drunter und drüber und es waren flugs mal 650 Mio. Der letzte mir bekannte Stand war dann 720/730 Mio. Dabei soll´s jetzt angeblich bleiben. Glaub ich nicht. Die müssen einfach die Elphi einholen. Der teuerste Kulturbau in D MUSS einfach in München stehen.

Wenn das mit dem Deutschen Museum wider Erwarten doch nichts mehr wird, baut der Freistaat halt den Konzertsaal. Der kommt dann im Endeffekt sicher an die Milliarde hin. Gerade in Corona-Zeiten darf die Kultur keinesfalls vernachlässigt werden. Wir haben doch in der kulturlosen Zeit des Lockdowns gesehen, wie wichtig die Kultur für die Menschen ist. Da braucht der gemeine (CSU-)Größenwahn sein Prestigeprojekt. Mit der grün-vers... Stadt zusammen einen vernünftigen Konzertsaal am Gasteig finanzieren, ist doch unter deren Würde. Weil zwei Orchester in einem Saal haut eh nie hin. Das wissen wir Löwenfans am besten ;-)

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hjs unverständnis, Thursday, 09.07.2020, 15:54 (vor 2220 Tagen) @ BlueMagic

Die Frage ist: Warum hinterfragt man kulturelle Projekte immer auf diese Weise, aber nie Wirtschaftssubventionen oder Infrastrukturprojekte? Sowas ärgert mich.

München baut

United Sixties, Thursday, 09.07.2020, 18:36 (vor 2220 Tagen) @ hjs unverständnis

Tut man doch, zumindest ab und an, als Opposition in den jeweiligen Bürgervertretungen und Parlamenten.

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Kultur schlägt Breitensport - leider um LÄÄÄÄngen

Fred, München, Sunday, 12.07.2020, 10:54 (vor 2217 Tagen) @ hjs unverständnis

Sorry, das Argument kann ich nicht sehen. Politik sagt immer sowohl als auch. Gut. Aber die Wahrheit ist auf dem Platz. Ich kenne zahllose kulturelle Projekte, die mit öffentlichen Mitteln dezent überversorgt werden, während die meisten normalen Vereine auf der ehrenamtlichen Ausbeutung einiger Irrer fußen. Dieses Prinzip fliegt uns zunehmend um die Ohren. Vereine finden keine Ehrenamtler mehr die für nix arbeiten. Kommerzielle Angebote, rent-a-trainer Systeme u.ä. boomen.
Vor diesem Hintergrund ist die Frage berechtigt, wie mit öffentlichen Mitteln (egal ob Kommune, Land oder Bund) gesellschaftspolitisch umgegangen wird. Breitensportförderung ist Sozialpolitik pur. Und da ist der Breitensport der verlachte Prügelknabe.
Wenn ich dann die Zahlen zum Konzertsaal sehe, dann kotze ich eben im Strahl.
Da hilft auch kein Schulterklopfen!

VG
Fred

--
Sechzig München gibt's nur in Giasing!

Kultur schlägt Breitensport - leider um LÄÄÄÄngen

grasober, Monday, 13.07.2020, 20:22 (vor 2216 Tagen) @ Fred

Dass den Breitensport-Vereinen vorne und hinten die Kohle fehlt ist sicher richtig.
Aber wenn man unbedingt den Vergleich zur Kultur-Förderung ziehen möchte, dann sollte man mit bedenken dass erstens die Regelungen für gemeinützige Vereine natürlich auch eine Form der öffentlichen Förderung darstellen die zumindest der kommerzielle Kulturbetrieb nicht in Anspruch nehmen kann. Und dass zweitens die "Kultur" nicht nur, nichtmal in erster Linie, aus dem Gasteig und der Oper besteht, sondern im Wesentlichen aus unzähligen Einzelpersonen und kleinen Intitiativen und Projekten die allesamt chronisch klamm sind und genauso wie die Vereine auf der "Ausbeutung einiger ehramtlicher Irrer" basieren.

Unterm Strich finde ich es aber grundverkehrt Kultur und Breitensport gegeneinander auszuspielen. Beide leisten einen enormen Beitrag zu unserer Gesellschaft, und beide werden nicht im dafür angemessen Maße gefödert. Dafür wird die Kohle mit beiden Händen für zig unsinnige Infrastruktur-Großprojekte rausgehauen. Statt sich gegenseitig die paar Euro die dann noch übrig bleiben zu neiden, sollten Kulturschaffende und Vereine lieber gemeinsam dafür kämpfen dass mehr Geld für die wirklich wichtigen (und schönen) Dinge zur Verfügung steht.

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BlueMagic, Thursday, 09.07.2020, 16:39 (vor 2220 Tagen) @ BlueMagic

Weil ich den CSU-Granden unterstelle, dass sie ihre Prestige-Leuchttürme haben wollen und für ihr Ego brauchen. Wenn es ihnen um Kultur für die breitere Masse der Menschen ginge, würden sie sich vielleicht ja doch mit der Stadt beim Gasteig engagieren. Da gäbe es dann schöne win-win-Effekte. Nachteil: es hätte kaum nationale oder internationale Strahlkraft.
Bzgl. Konzertsaal im Werksviertel fürchte ich halt, dass der schöne kreative Charme des Viertels durch den teuren Konzertsaal mit seinen logischen Folgewirkungen (z.B. dazu passende hochwertige und teure Läden und Restaurants) massiv leiden wird.
Wir werden sehen...

Und den verkehrsberuhigten Boulevard Rosenheim (Verlängerung und Entzerrung der Fußgängerzone über das Tal, Isartorplatz, Zweibrückenstraße, Rosenheimer Straße bis zur Höhe Konzertsaal) wünsche ich mir immer noch.

Infrastrukturprojekte sehe ich auch oft sehr kritisch, vor allem wenn sie autolastig oder lobbygetrieben (wie die 2. Stammstrecke) sind.


Sorry, falsch angehängt. Ist als Antwort an HJS gedacht.

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nordkurvenasso, Saturday, 11.07.2020, 13:44 (vor 2218 Tagen) @ BlueMagic

Weil ich den CSU-Granden unterstelle, dass sie ihre Prestige-Leuchttürme haben wollen und für ihr Ego brauchen. Wenn es ihnen um Kultur für die breitere Masse der Menschen ginge, würden sie sich vielleicht ja doch mit der Stadt beim Gasteig engagieren. Da gäbe es dann schöne win-win-Effekte. Nachteil: es hätte kaum nationale oder internationale Strahlkraft.
Bzgl. Konzertsaal im Werksviertel fürchte ich halt, dass der schöne kreative Charme des Viertels durch den teuren Konzertsaal mit seinen logischen Folgewirkungen (z.B. dazu passende hochwertige und teure Läden und Restaurants) massiv leiden wird.
Wir werden sehen...

Und den verkehrsberuhigten Boulevard Rosenheim (Verlängerung und Entzerrung der Fußgängerzone über das Tal, Isartorplatz, Zweibrückenstraße, Rosenheimer Straße bis zur Höhe Konzertsaal) wünsche ich mir immer noch.

Infrastrukturprojekte sehe ich auch oft sehr kritisch, vor allem wenn sie autolastig oder lobbygetrieben (wie die 2. Stammstrecke) sind.


Sorry, falsch angehängt. Ist als Antwort an HJS gedacht.

Die zweite Stammstrecke ist also auch nicht recht?

München baut

BlueMagic, Saturday, 11.07.2020, 22:27 (vor 2218 Tagen) @ nordkurvenasso

Grundsätzlich ist die Intention, die damit bezweckt wird, schon richtig gut: Die Kapazität der S-Bahn so erhöhen, dass eine höhere Taktdichte auf den Außenästen möglich und damit mehr Leute zum Umsteigen auf den ÖPNV bewegt werden. Nur wäre das mit dem Südring viel billiger und schneller gegangen. Aber das seinerzeitige Gutachten, das Grundlage für die Entscheidung pro Tunnel/gegen Südring war, ist zu einer Zeit entstanden als es der Bauwirtschaft richtig schlecht ging. Und ich behaupte, dass da die Lobbyisten der Bauwirtschaft dafür gesorgt haben, dass die Tunnellösung raus kommt. Weil man mit dem Tunnelbau wesentlich umsatzträchtigere Aufträge bekommt, als mit dem oberirdischen Bau von ein paar zusätzlichen Gleisen und Bahnhöfen. Deshalb musste es damals der 2. Tunnel werden. Mit dem Geld hätte man viele Außenäste ertüchtigen und den Südring bauen können. Sollte man jetzt schnellstmöglich zusätzlich tun. Geld spielt momentan eh keine Rolle. Geht billig her. Also nichts wie ran an S-Bahn-Nord- und Südring. Damit könnte man die Umsteigebeziehungen in München enorm verbessern und das System viel attraktiver machen. Aber man bekommt ja nicht einmal den Regionalzughalt Poccistraße hin, obwohl die großen Vorteile wirklich jedem offensichtlich sind.

München baut

nordkurvenasso, Sunday, 12.07.2020, 19:34 (vor 2217 Tagen) @ BlueMagic

Grundsätzlich ist die Intention, die damit bezweckt wird, schon richtig gut: Die Kapazität der S-Bahn so erhöhen, dass eine höhere Taktdichte auf den Außenästen möglich und damit mehr Leute zum Umsteigen auf den ÖPNV bewegt werden. Nur wäre das mit dem Südring viel billiger und schneller gegangen. Aber das seinerzeitige Gutachten, das Grundlage für die Entscheidung pro Tunnel/gegen Südring war, ist zu einer Zeit entstanden als es der Bauwirtschaft richtig schlecht ging. Und ich behaupte, dass da die Lobbyisten der Bauwirtschaft dafür gesorgt haben, dass die Tunnellösung raus kommt. Weil man mit dem Tunnelbau wesentlich umsatzträchtigere Aufträge bekommt, als mit dem oberirdischen Bau von ein paar zusätzlichen Gleisen und Bahnhöfen. Deshalb musste es damals der 2. Tunnel werden. Mit dem Geld hätte man viele Außenäste ertüchtigen und den Südring bauen können. Sollte man jetzt schnellstmöglich zusätzlich tun. Geld spielt momentan eh keine Rolle. Geht billig her. Also nichts wie ran an S-Bahn-Nord- und Südring. Damit könnte man die Umsteigebeziehungen in München enorm verbessern und das System viel attraktiver machen. Aber man bekommt ja nicht einmal den Regionalzughalt Poccistraße hin, obwohl die großen Vorteile wirklich jedem offensichtlich sind.

Jetzad-ja, deine Argumentation kann ich nachvollziehen

Der Suedring macht nach wie vor Sinn - sehe ich als Laie auch so - die Poccistrasse sollte dann wie früher wieder Suedbahnhof heißen 😁 wenngleich dieser ja ned unbedingt an gleicher Stelle sich befinden wuerde

München baut

BlueMagic, Monday, 13.07.2020, 08:21 (vor 2217 Tagen) @ nordkurvenasso

Am ehemaligen Südbahnhof startete die Isartalbahn. Das wäre auch heute eine geniale Ergänzung des ÖPNV-Systems. Schade, dass man die damals eingestellt hat. Heute ist es offensichtlich völlig undenkbar so eine tolle Verbindung von der Stadt ins südliche Umland wiederzubeleben.
Da wohnen halt zu viele Betuchte an der Strecke. Das ist wohl der Grund, warum die Wiederbelebung nie von irgendwem in die Diskussion geworfen wurde. Wäre aber heute vermutlich wirklich nur sehr schwer realisierbar. Ich fände es trotzdem toll. Teilweise existiert die Strecke noch als Radweg.

München baut

Kraiburger, Monday, 13.07.2020, 09:30 (vor 2217 Tagen) @ BlueMagic

Die Poccistraße wieder als Regionalzughalt zu ertüchtigen, ist meines Erachtens eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre.

Wenn die ganzen Pendler aus Richtung Mühldorf, Rosenheim oder Traunstein, die zur U3/U6 müssen, zukünfigt nicht mehr die Stammstrecke belasten, weil sie an der Poccistraße direkt in die U einsteigen können, dann ist München brutal geholfen.

München baut

BlueMagic, Monday, 13.07.2020, 10:30 (vor 2216 Tagen) @ Kraiburger

Das erkennt wirklich jeder, der die Verhältnisse in der Münchner U-Bahn zu Normalzeiten kennt und einen Stadtplan vor sich hat.
Irgendwie steckt das aber im Zuständigkeits- und Finanzierungs-Nirwana Stadt/Land/Bund seit ewigen Zeiten fest. Angesichts der Verkehrsprobleme in dieser Stadt ein Armutszeugnis sondergleichen. Und da muss dann sogar ich eingestehen, dass die Autofahrer teilweise Recht haben, wenn sie sagen, dass das ÖPNV-Angebot nicht attraktiv genug ist und ihnen keine andere Wahl bleibe.

München baut

Kraiburger, Monday, 13.07.2020, 13:57 (vor 2216 Tagen) @ BlueMagic

Ich kann die Autofahrer allesamt verstehen. Das Münchener ÖPNV-System ist unter allen Systemen weltweit, dass sich "mondern" nennt, das veralteste und in Relation am teuerste.

Was die SZ sonst noch darüber denkt ...

Randpositionslöwe, Monday, 13.07.2020, 15:07 (vor 2216 Tagen) @ Kraiburger

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-momente-blaue-pferde-und-anderer-bloedsinn-1.4935471


yelo ...

Ich hoffe doch, dass es nur die Meinung des Kommentarschreibers ist, und der ist ja seines Zeichens Wirtschaftsjournalist. Ansonsten ist das inhaltlich schon ein arg laues Lüftchen. Meines Erachtens ist München eine Ausgeburt an Hoch- und Geldkultur. Und das nicht mal gewachsen sondern ekelhaft neureich. Jegliche alternative Kultur wird allein schon wegen Platzmangel und Pachtwahnsinn zerrieben. In München gibt es keine andere Währung außer Geld und Erfolg. Und da kommt der Herr Rost daher und meint diese finanzpotenten Prachtbauten wären irgend etwas in Richtung Progressiv.

Man sollte sich nur noch wundern.

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