Da kennt einer seinen Karsten aber gut (Forum)

Blick nach drüben, Friday, 15.11.2019, 11:45 (vor 2454 Tagen) @ Heidelberg

Im Löwenmagazin schreibt ein User Friedrich Hegel mit offenbar intimer Kenntnis:

Es gab eine Zeit, da war PRO 1860 für Karsten Wettberg alles:

Er scharte 2006 die Aktiven dieser kleinen aktiven Fan-Gruppierung um sich wie ein Sonnenkönig, hielt Hof mit Hans Vonavka, Wensauer, Hans Hee, dem rührigen Willi Mantl, Albrecht von Linde,Roman Beer, Bernhard Winkler… alle waren sie da – und sich einig:
Der neue Präsident von 1860 nach Alfred Lehner muss Karsten Wettberg heißen, der König von Giesing!

Man legte sich bei PRO 1860 für ihn mächtig ins Zeug, und wie:
Pressekonferenzen wurden veranstaltet, Pressehintergrundgespräche organisiert, Geld eingesammelt – Wettberg wurde von PRO 1860 regelrecht zum Messias hochgejubelt und er sonnte sich darin wie kein zweiter.

Der Gegner hieß: Otto Steiner, der smarte Filmmann, der sogar anfänglich ebenfalls PRO 1860 nahe stand, dann aber doch tatsächlich sein eigenes Süppchen kochen wollte und selbst Präsident werden wollte. So was tut man nicht!

Bald schon zeigte sich, dass Wettberg nicht der loyale Mann war als der er auftrat: Er spielte auf der gesamten Klaviatur des Intrigantenstadels, um unliebsame Mitstreiter und Konkurrenten zu diskreditieren, sie untereinander „zu beschäftigen“ und zu beschädigen. Emails, SMS, Anrufe, geheime Treffen – das ganze Paket! So wie heute mit Hans Vonavka – man gibt der Presse einen vertraulichen Hinweis, in der stillen Hoffnung und Abmachung, dass sie es in der Zeitung bringt. Das demoralisiert Menschen, macht sie mutlos, lässt sie sich zurückziehen. So auch damals.

Sein Todesstoß aber kam, als die Hausbank der KGaA schriftlich damit drohte, ihr Engagement zu beenden (und damit alle Darlehen fällig zu stellen), wenn der nicht gerade als Konsolidierer bekannte ehemalige Gewerkschaftsfunktionär Wettberg Präsident werden würde.

https://www.mittelbayerische.de/bank-droht-1860-wettberg-darf-nicht-loewen-praesident-werden-20000-art16178.html

Das wars dann für Karsten Wettberg. Und als von Linde am 26. Mai 2008 seinen Rücktritt anbieten musste, weil er keinerlei Vertrauen mehr genoss, musste auch Wettberg seinen Aufsichtsratshut nehmen.

Dann wurde es still um ihn. Es sei denn, die AZ oder ein sich manifestierender Darlehensgeberblog fragten ihn um seine immer ungefragtere Meinung. PRO 1860 hatte schon längst keine Bedeutung mehr, denn mit Wettberg mussten sie ihre Hoffnung fahren lassen, das höchste Amt im e.V. zu bekleiden.

Ausgerechnet gegen diese Gruppierung und gegen Havo Vonavka schießt nun Wettberg, dem ein alter Freund (und das war Vonavka zweifellos!) eine SMS schreibt, in der er sich gegenüber einem vermeintlich vertrauten Fußballkenner über die grottenschlechten Auftritte der Mannschaft und die offenkundige Ratlosigkeit bei gleichzeitiger einseitiger Parteinahme für den Investor des Trainers aufregt, wohlgemerkt bei einem, der dies auf der Haupttribüne schon in der Regionalliga vor dem Aufstieg kundtat, wenn er nicht gerade in der Nähe der Familie Bierofka saß.

Und ausgerechnet dieser Mann bezichtigt die Menschen, die im Gegensatz zu ihm viel Geld für ihre Jahreskarten auf der Haupttribüne ausgegeben haben, unflätig zu sein, wenn sie sich doch tatsächlich trauen, den Trainer, seine Auswechslungen, seine Taktik bzw. einzelne Spieler zu kritisieren, weil doch die Familie Bierofka da säße und man das der Familie nicht zumuten könne! Das schlägt dem Fass den Boden aus! Oper statt Fußball? Ich habe seit drei Jahren eine Dauerkarte auf der Haupttribüne, nur unweit der Bierofkas und anderer Funktionäre. Da wurde viel gejubelt, geschimpft, und auch manche Entscheidung sowie die Weiterentwicklung der Mannschaft und mancher Spieler in Frage gestellt, was ja auch unübersehbar war. Dass das den Bierofkas, vor allem Willi und seiner Frau (Daniels Ehefrau und die Kinder fanden das eher lustig!), nicht gepasst hat, ist klar. Aber dann müssen sie sich die Spiele unter der Verantwortung ihres Filius im Fernsehen anschauen, damit sie nicht hören müssen, was man an ihrem Sohn kritisiert. Da spielt der TSV 1860 München, nicht der TSV Willi Bierofka & Family!

Aber Herr Wettberg, der Daniel Bierofka hinter vorgehaltener Hand stets massiv kritisierte (die vorgehaltene Hand ist Wettbergs Spezialität!) hat es uns allen wieder gezeigt und wie zu allen Zeiten schnell jemanden gefunden, bei dem er sich einzuschleimen versucht:
Siehe das berauschende Treffen der Entscheider von morgen im Mandarin Oriental im Beisein des GröLöFaZ:

Gestern PRO 1860, dann die ARGE, dann die Bierofkas, dann der Geldvernichter. Wer kommt als nächster?

Armer Karsten: Bitte schaff den Opportunismus ab!


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