mich gehts ja nix an, (Forum)

BlueMagic, Wednesday, 27.02.2019, 13:45 (vor 2708 Tagen) @ ex-mitglied

Danke!
Aber das ist Grundwissen, wenn man sich etwas intensiver mit dem Thema Whisky beschäftigt.
Die richtige Geschmackskultur geht los, wenn man mit hoher Trefferquote einzelne Destillerien an den typischen Noten, die sie produzieren, identifizieren kann. Und zwar unabhängig von den verwendeten Fässern, die ja nach Meinung vieler Experten mind. 60% des Geschmacks eines Whiskys ausmachen.
Ich kenne da echt Leute, die können das bei einigen Destillerien:
Der ist wachsig: könnte Clynelish sein
der hat diese typische Fruchtnote: das ist ein Bowmore aus den 60ern oder 70ern.
der schmeckt nach Ameisenhaufen, das könnte ein Ben Nevis sein.

Die Krönung war mal Jim Murray (Herausgeber der Whisky Bible).
Probiert auf einer Messe einen Whisky ohne zu wissen, was es ist und sagt ganz spontan:
Das ist ein Tobermory aus 1972, da hatten die gerade nach mehrjähriger Schließung mit neuen Brennblasen wieder eröffnet. Das kann man schmecken.

Mein Geruchs- und Geschmackssinn ist schon trainiert nach knapp 30 Jahren Whiskygenuß. Ich kann einen guten von einem mittelmäßigen Whisky unterscheiden (schlechten Whisky gibt es grs. nicht, außer vielleicht, wenn deutsche Brenner mit ihren Obstbrennanlagen meinen, Whisky herstellen zu können). Ich kann einen getorften Whisky von einem ungetorften unterscheiden. Und ich kann meist auch erriechen, ob da Sherryfässer im Spiel waren oder nicht. Aber bei den Destillerien kann ich meist auch nur raten.


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