Hellas (Forum)

Kraiburger, Friday, 18.01.2019, 14:42 (vor 2746 Tagen) @ Est60

Nun also Stimoniaris ...

Der Ismaik-Vertraute und MAN-Betriebsrat hat offiziell seine Bewerbung zum Amt des Präsidenten des TSV 1860 München bekannt gegeben.

Die Präsidentschaft von Robert Reisinger läuft noch bis Mitte diesen Jahres, und - stand jetzt - steht einer weiteren Kandidatur meines Erachtens nichts im Weg.

Aber warum schreibe ich dazu einen eigenen Text?

Dazu fass ich den Blick in die Satzung kurz zusammen:

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Das Präsidium wird von der Mitgliederversammlung gewählt,
ABER

Es steht nur 1 ("ein") Kandidat als Präsident zur verfügung.

Dieser wird vorher vom Verwaltungsrat gewählt.
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Saki Stimoniaris muss sich also bei dem Verwaltungsrat bewerben, gegen deren Mitglieder er vor anderthalb Jahren integriert hat, und deren interne Mails er veröffentlicht hat.

Jedem klar denkenden Menschen sollte klar sein, dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist.

Saki weiß dass. Und er weiß, dass er vom Verwaltungsrat abgelehnt werden wird.

Seine Kanidatur ist eine Provokation der Ismaik-Seite, denn Saki wird nun als "Märtyrer" da stehen.

Denn schließlich, sind "die" es, die keinen zweiten Kandidaten zu lassen. "Die da oben" mauscheln und "die" doch gar nicht, dass man je wieder aufsteigt. Ja, natürlich wird Saki über den Aufstieg labern und über viel Geld das wir geschenkt bekommen - wenn er nur Präsident ist - und dass wir bald auf Augenhöhe mit Barcelona sind.

Er hat ja nichts zu verlieren, denn er weiß dass er vom Verwaltungsrat abgelehnt wird.

Genau deshalb sucht er schon jetzt die Öffentlichkeit, wird alleine in der letzten Stunde im BR und der Süddeutschen genannt. Denn je mehr Öffentlichkeit er hat, desto mehr kann er auf "die da oben" schimpfen, die ihn vollkommen unverständlicherweise ablehnen werden.

Wieso darf er Verwaltungsrat nur einen Kandidaten vorschlagen?

Wir haben bis 2013 extrem um eine Satzungsänderung gestritten, an dessen Ende nicht nur das Ende des Delegiertensystems stand, sondern auch die direkte Wahl des Präsidenten durch die Mitglieder. In dieser Satzungsänderung wurden ausserdem die Rechte des Verwaltungsrats extrem beschnitten: Das Einzige, was er eigentlich noch darf ist, uns einen geeigneten Präsidenten auszusuchen.

Toll finde ich, dass dem Verwaltungsrat dennoch immer noch die Schuld für irgendwas in die Schuhe geschoben wird, und sich trotzdem weiterhin tolle Leute finden, die dieses Amt ausführen wollen.

Nichts desto trotz: Dass die Satzung an dieser Stelle eine Lücke hat, ist nicht nur meine Meinung. Die Mitglieder sollten über mehrere Kandidaten für das Amt des Präsidenten abstimmen sollten.

Genau deshalb wurde auch bereits vor 3 Jahren eine neue Satzungsänderung vorgeschlagen, die in einer gesonderten Mitgliederversammlung behandelt wurde: Dürfen für eine Wahl zum Präsidium mehrere Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen werden - "ja oder nein" hieß es am 28.Januar 2016 in der Heide Volm in Planegg - dessen Protokoll ich gerade vor mir habe!

Und es reichte nicht zur Satzungsänderung, von den anwesenden Mitgliedern sprachen sich 55% für die Satzungsänderun aus - 75% wären notwendig gewesen.

Das Protokoll der Versammlung ist sehr interessant zu lesen, denn ein Aspekt, der GEGEN die Mehr-Kandidaten-Lösung sprach war, dass so kein Personen-Wahlkampf in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Ein Argument, das Saki Stimoniaris gerade ad absurdum führt.

Ich habe mich damals für die Satzungsänderung ausgesprochen, und würde es auch heute noch tun. Demokratie heißt Teilnahme heißt Mitbestimmung und Auswahl.
Aber ich erinnere mich auch noch sehr an den Tisch neben mir, allesamt Mitglieder der ARGE, die sich gefreut haben wie ein Schnitzel, dass der Antrag gescheitert ist.

Sie waren allesamt für die 1-Kandidaten-Lösung.

Vielleicht helfen diese Zeilen dem ein oder anderen, die kommenden Wochen zu verstehen, denn mit der Veröffentlichung von Sakis Bewerbung, ist der Wahlkampf 2019 wohl offensichtlich eröffnet. Wie auch schon 2018 nimmt die Ismaik-Fraktion mal wieder keine Rücksicht auf sportliche Befindlichkeiten und macht dieses Fass schon in der Winterpause auf. Aber das muss ich nicht verstehen.

Was ich verstehe ist ein Satz, der so absolut deutlich im Protokoll der ausserordentlichen Mitgliederversammlung 2016 steht, und den ihr jedem um die Ohren hauen könnt, der es gerade braucht, daher hab ich ihn euch auch gescreeshottet:

"HERR ROBERT REISINGER IST FÜR DEN NEUEN SATZUNGSENTWURF UND SIEHT DARIN EIN MEHR AN DEMOKRATIE"

Ich bin auch ganz ehrlich: Sollte zur Mitgliederversammlung wieder ein neuer Antrag zur Satzungsändern in Richtung einer Mehr-Kandidaten-Auswahl kommen, dann würde ich ihn wieder unterstützen, selbst wenn ich mit dem jetzigen Präsidenten mehr als zufrieden bin.

Aber so verarschen wie der Saki es gerade will, das geht mir gerade sehr gegen den Strich!

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