Hier ein guter Beitrag (Forum)

hjs copypastemeister, Wednesday, 21.03.2018, 21:26 (vor 2979 Tagen)

von einem Facebook-User namens Groundhoppers 1860:

Den Löwen geht’s mal wieder zu gut….

Da es anscheinend einige Fans, Ex-Spieler und Ex-Trainer vergessen haben:

Vor gar nicht allzu langer Zeit, nach dem schwarzen Freitag im Juni 2017 und dem Absturz in die viertklassige Regionalliga stand der TSV 1860 München sowohl in wirtschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht vor einem einzigen Trümmerhaufen.

Jetzt, nur knapp neun Monate später ist die neu formierte Mannschaft Tabellenführer der Regionalliga Bayern, hat realistische Chancen in die Relegationsspiele um den Aufstieg in die dritte Liga einzuziehen, hat den verletzungsbedingten Ausfall wichtiger Spieler verkraftet und hat mit 58 Punkten aus 26 Spielen die Erwartungen deutlich übertroffen.

Zudem wirkt auch das Auftreten der Fans absolut positiv, Volksfeststimmung bei den Heimspielen im und rund um das Stadion, fast jedes Spiel im Grünwalder Stadion ausverkauft, mehr als 14.000 Fans zum Auswärtsspiel in Nürnberg mobilisiert und eine bundesweite positive Resonanz auf das neue „Sechzig“, wahrgenommen als ein Verein der zu seinen Wurzeln zurück fand.

Das Präsidium um den neuen Präsidenten Reisinger zog die Lehren aus dem Größenwahn der Vergangenheit und beendete das Leben über den eigenen Verhältnissen. Diese Politik, nicht mehr Geld auszugeben als man hat wurde bald und oftmals von Kritikern spöttisch mit dem Wirtschaften einer schwäbischen Hausfrau verglichen.

Jetzt, nur neun Monate nach dem völligen Zusammenbruch der bisherigen nur auf Schulden aufgebauten Vereinspolitik unter Investor Hasan Ismaik und Präsident Cassalette fordert die ARGE mit prominenter Unterstützung von Ex-Trainern (Werner Lorant, Karsten Wettberg) und Ex-Spielern (Bernhard Winkler) eine Abkehr von der Politik der „schwäbischen Hausfrau“, zudem sei der geplante Etat bei einem möglichen Aufstieg in Liga 3 mit ca. 3 Millionen deutlich zu gering.

Präsident Reisinger betreibt nach unserer Auffassung eine nachhaltige und vernünftige Vereinspolitik, baut keine Luftschlösser wie z.B. ein derzeit völlig utopischer Stadionneubau und liegt mit seiner Linie möglichst keine neuen Schulden aufzubauen und nicht mehr Geld auszugeben als zur Verfügung steht genau richtig.

Die Vorstandschaft der ARGE blieb wenigstens ihrer Linie treu und unterstützt erneut den Größenwahn und das finanzielle Harakiri, wie schon in der jüngsten Vergangenheit beim Bau und Einzug in die für uns völlig überdimensionierte Allianz Arena, der finanziell für die Löwen nie darstellbar war und ein strukturelles Defizit verursachte, dass den Löwen das Genick brach und den Einstieg eines Investors erst notwendig machte.

Über die Beweggründe der ARGE für diesen Vorstoß, der genau zum sportlichen Saisonendspurt wieder enorm Unruhe in den Verein bringen wird kann nur spekuliert werden, offensichtlich ist jedoch, dass die absolut unterwürfige und kritiklose Haltung gegenüber Wildmoser, Ismaik und Cassalette ihre Spuren hinterlassen und auch einigen Einfluss gesichert hat. Dieser Einfluss soll wohl nicht schwinden….

Das genau diese ARGE, die bereits mit ihrer Unterstützung beim Umzug in das Olympiastadion und der damit verbundenen Spaltung der Fanszene eine äußerst unrühmliche Rolle einnahm und auch beim Bau und Einzug in die Allianz-Arena nur durch Jubelmeldungen und als williger Gehilfe der Vereinsführung auffiel - dabei wurden die Bedenken vieler kritischer Fans zum Stadionbau mit dem ungeliebten Stadtrivalen völlig ignoriert - jetzt ein „gemeinsames 1860“ fordert entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Gerade wir Löwen, wir gebrannten Kinder die schon mehrmals aufgrund von absoluten Realitätsverlust und Größenwahn der Vereinsverantwortlichen (Dr. Erich Riedl - Lizenzentzug, Karl-Heinz Wildmoser – Arenabau) und neuerdings auch eines unberechenbaren Investors (Hasan Ismaik – Stadionneubau) im finanziellen Desaster endeten sollten einer Vereinspolitik, die um jeden Preis sportlichen Erfolg mit neuen Schulden erkaufen will eine klare Absage erteilen.

Lieber auf kurzfristigen sportlichen Erfolg verzichten und seine Identität bewahren als erneut einen finanziellen Drahtseilakt wagen, der bei Sechzig eigentlich grundsätzlich mit dem völligen Absturz endet.

Zur Mahnung ein Transparent, dass in der Saison 1994/95 des Öfteren in der Ostkurve des Grünwalder Stadions hing:
(hier ist auf Facebook ein Transparent mit der Aufschrift "Größenwahn Macht Pleite" zu sehen.

Hier ein guter Beitrag

Heidelberg, Wednesday, 21.03.2018, 21:55 (vor 2979 Tagen) @ hjs copypastemeister

Sehr gut zusammengefasst.

Das Dumme ist nur: diejenigen, die es erreichen müsste, würden es noch nicht mal kapieren.

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