ich wolte mal auch die schröder-epoche hinweisen, da hat man sich m.e. verkompromissiert, eben bis zur selbstverleugnugn sozieldemokratischer grundwerte ...
Der Regierung Schröder kann man zu gute halten, dass sie mit den Hartz-Reformen etwas versucht hat. Der Arbeitsmarkt war und ist m.E. überreguliert, in Deutschland und in Europa allgemein. Die rot-grüne Regierung Schröder hat Arbeitsmarktreformen gebracht, wie sie in dem Umfang seitdem keine Regierung mehr gebracht hat. GroKo und auch schwarz-gelb haben mehr verwaltet als wirklich etwas verändert. Das muss ich ihr also zugute halten, auch wenn die SPD selber davon heute wohl nichts mehr wissen will.
Allerdings fand ich selber diese Reformen von Anfang an zu bürokratisch (man bedenke nur wieviele irrsinnige Prozesse um Kleingeld vor Gericht geführt werden) und der sog. Niedriglohnsektor ist auch mehr ein Überdruckventil, mit dem Statistiken verschönert werden, als wirklich eine brauchbare Lösung gewesen.
Persönlich habe ich mittlerweile grosse Sympathien für ein Grundeinkommen, kombiniert mit einem viel freieren Arbeitsmarkt. Das Grundeinkommen fungiert dann wie ein Netz bei Trapezakrobatik. Jeder Fallende wird aufgefangen, niemand verarmt wirklich und viel mehr Menschen trauen sich hoffentlich etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Zudem braucht es keinen so umfangreichen Kündigungsschutz mehr.