darf man ausm Löwenforum kopieren? (Forum)
der Harie hat da einen schönen Kommentar zur Stadion-Diskussion eingestellt.
Kompliment hierfür !!!
Wenn das Kopieren verboten ist, bitte wieder löschen.
Keiner muss einen Keil zwischen irgendwelche Seiten treiben. Die Keile sind schon seit 1997 da.
Es steht mittlerweile als Synonym für die grundsätzliche persönliche Einstellung zum Fußball.
Deshalb gab es 2010, und vermutlich ist das immer noch so, sogar bei den FDS ein Dreiteilung der Ansichten zum Sechzgerstadion.
Seit 2011 wird das noch deutlicher. Denn jetzt geht es nicht mehr nur um die Frage wieviel Kommerz im Stadion braucht man bei 60. Jetzt geht es auch noch darum, wieviel Investor braucht oder will man bei 1860. Und da wird dann die Stadionfrage vollends zum Gradmesser der oben erwähnten Einstellung und nicht mehr nur die nach dem Spielort.
Im Ergebnis ist es also scheiß egal wie viel man für oder gegen 60er, Oly, Riem oder wo auch immer ist. Erst recht hier im LF das ja auch nur einen Mikrokosmos im Löwenuniversum darstellt.
Der Verein bzw. die KGaA kann nicht in 10 Richtungen handeln. Er/Sie muss eine Richtung einschlagen von der man überzeugt ist, dass es diejenige ist die aktuell tragbar ist, aber gleichzeitig einer künftigen Entwicklung nicht im Weg steht.
Betrachtet man das mal ganz realistisch, dann wird deutlich dass es ein Zurück ins 60er nur unter bestimmten Bedingungen(Übernahme der Umbaukosten + zusätzliche Fremdfinanzierung des Spielbetriebs) nur für eine Zeit des Übergangs geben kann. Hoffnungen wie wenn ma erst mal drin sind dann wird sich schon irgendwann Irgendwas ergeben, sind da wenig realistisch. Ebenso wie ein Stadion oder eine Arena bauen zu wollen mit 50-60.000 Plätzen. Das wäre dann wieder das andere Extrem. Auch Studien für Stadien auf Flächen von denen man schon zu Beginn weiß, dass sie zu klein sind ist nichts weiter als rausgeschmissenes Geld. Das mag dem Nachweis der Existenzberechtigung von einer Hand voll Leuten dienlich sein, aber zielführend ist das nicht. Weil sich das spätestens bei der weiteren Konkretisierung wieder als Alibiaktion erweist. Damit mutieren sie dann eher zu Stadionverhinderungskommissionen. Wie z.B. 2010 bei der alle Standorte die jetzt plötzlich als einzig machbar erscheinen, wie Riem und Radstadion(damals sogar mit dem Angebot einer privat finanzierten Machbarkeitsstudie) ausgeschlossen wurden. Dafür wurden dann 50.000 Euro und zig Stunden an Arbeitskraft verschwendet mit dem Ergebnis von Demoralisierung und Ernüchterung. Und viel schlimmer, erneut Manpower und Sachverstand die dem Verein wie bei jeder solcher Aktionen dauerhaft verloren geht. Und das seit Jahren!
Man kann sich also hier im LF verbal den Kopf einschlagen. Völlig sinnloser Weise lebenslange Feindschaften begründen, obwohl man in wesentlichen Dingen die den Verein selbst betreffen ja durchaus auf der gleichen Seite stehen würde. Es wird sich dadurch nichts wirklich verändern, weil die Realität einfach so ist wie sie ist. Und da sind nun mal bis zu 35-40.000 potenzielle Kunden die man unter bestimmten Voraussetzungen regelmäßig ins Stadion bringen kann. Auch ohne CL. Davon kann der Verein, um den es ja Jedem immer geht(oder nicht?), ebenso profitieren. Andere Vereine bauen sich von sowas ein Vereinsgelände für alle Abteilungen. Sie bauen und erhalten sich davon Turnhallen und Leistungszentren. Sie steigern ihre Mitgliederzahlen!
Die KGaA ist unser Türschild. Daher muss die funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk und nicht so vergammelt und heruntergewirtschaftet daher kommen wie sie es aktuell tut. Das heißt nicht, dass man alles Andere aufgeben muss. Das heißt dass man alte Traditionen mit modernen Elementen verbindet, und sie damit auch in die Zukunft mitnehmen kann. Ohne dadurch die Konkurrenzfähigkeit auf der Strecke zu lassen.
60 ist kein Stadteilverein. 60 ist ein Stadtverein von überregionaler Bedeutung und entsprechend muss er sich auch aufstellen. Dazu gehört ein Stadion dass für Alle gut erreichbar ist und nicht nur für eine elitäre Gruppe die glaubt sie hätte das Vorrecht darauf.
Wo sind denn die 40.000 in den 60er Jahren hergekommen? Aus Giesing? Mitm Radl aus Aubing und Feldmoching, mitm Zug von Landshut, Freising, Wolfratshausen und Rosenheim sinds gekommen. Aber nur weil sich damals noch nicht jeder ein Auto leisten konnte. Da hatte man noch 250-400 Mark im Monat zur Verfügung um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Oder die durchschnittlich 8.000 die den Mythos der Unzerstörbarkeit in der Bayernliga begründet haben? Auch die kamen mit Zügen, Bussen und mit Autos aus ganz Bayern ins 60er Stadion, nicht nur von der Reginfried- oder der Zugspitzstraß ums Eck.
Dass man heute andere Ansprüche an das Umfeld des Stadions stellt ist ja normal. Völlig unabhängig von den DFL-Vorgaben.
Jedes Dreckskino braucht heut schon W-LAN weil sonst kei Sau mehr kommen würde wenn er da ned gleich an Selfie ins Netz posten könnt. Kostenlos versteht sich.
Oder warum gehen z.B. große Handelsketten und Möbelhäuser in die Peripherie der Städte? Weil die Mieten in der Stadt so günstig sind und weils da so viele billige Parkplätze gibt(für nur 3,50 Euro die Stunde)?
Ich habe kein Problem mitm 60er.
Aber ich hab auch die Möglichkeit jederzeit nach Lust und Wetterlage frei aus verschiedenen Verkehrsmitteln(Auto, Motorrad, Fahrrad, MVV) zu wählen.
Nur der Verein kann darauf keine Rücksicht nehmen. Der muss möglichst allen seinen Fans die Möglichkeit einräumen so einfach wie möglich seine Veranstaltungen besuchen zu können. Das ist ein wesentlicher Teil seiner finanziellen Grundlage. Was zahlen denn die Wirte ums 60er an den Verein dafür, dass sie alle 2 Wochen die Bude voll haben? An Scheißdreck zahlens. Mir ist es lieber dass die Minijob-Bedienungen dann alle 2 Wochen nicht für an Wirt in Giasing sondern den Caterer im eigenen Stadion arbeiten. Weil das Geld für die Pachten kann dann in den Kader von 60 fließen, und ned über die Sitzplatzkarten von irgendeinem roten Giasinger Wirt in die Seitenstraße.
Ein Stadion z.B. in Riem bietet für den Verein eine Reihe mehr Möglichkeiten als ein Stadion in der Innenstadt, und das zum annähernd halben Preis.
Ein Stadion im/am Oly-Park wäre für mich der Idealfall, weil es den besten Kompromiss bilden würde den man finden kann.
Klar würde ich als Münchner gern weiter im 60er die Spiele anschaun(tu ich ja auch bei der U21), obwohl die AA für mich am Schnellsten und Einfachsten zu erreichen ist.
Wenn es aber am Ende für den Verein profitabler ist, z.B. in Riem zu spielen, dann könnte ich mich auch mit einem Fantreff anfreunden der im neuen Stadion z.B. der alten Stawi nachempfunden ist. Nur um die Mitnahme von Tradition auch mal bildlich darzustellen. Und die, die um einen herum stehn oder auch sitzen, die schimpfen im 60er ned anders als im Oly oder der AA. Auch der Schiri is da ned besser oder schlechter. Heimvorteil? Die ham uns im 60er genauso verpfiffen wie sie es im Oly und in der Arena gemacht haben.
Und um hier dem "Dann bleib hoid im Scheißhaus" gleich einen Riegel vorzuschieben. Es ist ein wesentlicher Unterschied ob man in einem eigenen Stadion spielt oder in dem des Lokalrivalen. Daher will Keiner in der Arena bleiben wenn er die Wahl hat zu einem eigenen Stadion bei vergleichbarer Erreichbarkeit und Ausstattung, nur kleiner.
Für was man sich letzten Endes entscheidet muss jeder selber wissen. Aber der Verein bzw. seine Tochtergesellschaft kann darauf nicht immer Rücksicht nehmen. Und schon gar nicht auf jeden Einzelnen.
In der Summe kann der Verein nur versuchen ein Angebot zu schaffen, in dem sich jeder nach seiner Vorstellung irgendwo wiederfinden kann(z.B. II. Mannschaft, I. und II. e.V., Futsal, Junioren etc.).
Die I. Mannschaft aber, muss so erfolgreich wie möglich sein um das alles dahinter auch zu ermöglichen.
Sie ist es die Sponsoren anlockt, die Fanartikel verkauft, die den Namen des Vereins in die Welt trägt und die diesen Namen glänzen oder zur Lachnummer verkommen lässt. Die Mitglieder und damit Geld für den e.V. generiert und die Öffentlichkeit positiv auf sich aufmerksam macht. Nur die KGaA mit der I. Mannschaft kann das bei uns machen. Daher muss Alles darauf fokussiert sein die KGaA so professionell wie irgend möglich auszustellen und zu führen. Dazu gehört ein TG mit besten Trainingsbedingungen und eine GS die in jeder einzelnen Position bestmöglich besetzt ist. Aber auch ein Stadion mit allen Möglichkeiten der Vermarktung.
Beginnend mit der Besetzung der Vereinsgremien die das als oberste Priorität haben, und endend mit dem Benefit den der Verein aus seinen Unternehmen dafür zurück bekommt.

That´s life. Irgendwann werden uns Fakten einnorden und wieder auf eine gemeinsame Spur führen. Im Bestand wird das nicht passieren. Da bleibts beim gelebten Chaos. Sechzge hoit... In aller Konsequenz.