Naja, OK, dann hat's ihn 300.000 gekostet.
Aber was wäre er ohne die Lieder und Sprüche? Ein stinknormaler bayrischer Liedermacher mit sicherlich deutlich geringerer Popularität und Einnahmen. Wenn der Söllner also mit einer "Alle Authoritäten können mich mal"-Einstellung durch's Leben geht, dann rentiert sich das für ihn wirtschaftlich unterm Strich schon. Damit will ich garnicht sagen, dass das ganze nur vorgeschoben ist, ich glaub schon dass er grundsätzlich authentisch ist. Ändert aber nix daran, dass er damit auch ganz gut verdient, die 300.000 hin oder her.
Wenn ich mit der selben Einstellung meinem Chef unter die Augen treten würde, dann wär ich morgen beim stempeln. Für mich - wie wohl für die allermeisten - bedeutet ein Lebenswandel wie der vom Söllner also ein ernsthaftes wirtschatliches Risiko.
Jetzt kann man natürlich sagen, wer aufrecht durch's Leben gehen will, der soll gefälligst dieses wirtschaftliche Risiko tragen. Kann man sagen, aber der Söllner sollte es nicht sagen, weil für ihn selbst dieses wirtschaftliche Risiko nicht besteht und es reine Spekulation ist ob er auch so leben würde wenn das nicht so wäre.