Erst durch eine Insolvenz der KGaA wären die Verträge mit der Betreibergesellschaft und dem Caterer Arena One/DO&CO nichtig. Anders gibt es kein Entrinnen. Eine gehörige Abstandszahlung wäre noch eine mögliche Alternative. Für die aber finanziell niemand aufkommen kann und will.
Die Verträge in der AA gelten auch für die Dritte Liga. Ein Abstieg allein brächte keine Verbesserung der Situation.
Wer einen Neustart im Grünwalder Stadion will, muss sich auch wirtschaftlich für die Stunde Null entscheiden, sprich die Insolvenz der KGaA mit allen Folgen wie Verlust und Neuaufbau des Nachwuchsleistungszentrums. Das Modell Rot-Weiss Essen.
Der Bayerische Fußballverband dürfte den TSV 1860 München mit größter Wahrscheinlichkeit sportlich in der Regionalliga Bayern starten lassen. Dort würde man mit offenen Armen empfangen und bei den erfreuten Gegnern die Zuschauerzahlen in die Höhe schnellen lassen.
Dem naheliegenden Szenario Insolvenz und Neustart in der Unabhängigkeit stehen jedoch höchst individuelle Interessen mächtiger Dritter entgegen. Als da wären: HAM International Limited und wer auch immer mit seinem Geld dahinter steht, Hasan Ismaik, Infront Sports & Media, das Gros der Münchener Medienschaffenden, weitere unbekannte Gläubiger. Gar nicht erst zu reden von dem Heer an Zauderern und Bedenkenträgern unter den eigenen Funktionären und Mitgliedern.
Es bedürfte einer außerordentlich starken Persönlichkeit, um gegen diese Phalanx das Notwendige oder Unumgängliche zu tun. Die sehe ich weit und breit nicht. Es wird so lange weiter gewurschtelt bis das Ding implodiert.