Ich halte Möhlmann immer noch für den Richtigen, um den Abstieg zu vermeiden.
Davon war man beim FSV Frankfurt vergangene Saison nicht mehr überzeugt und hat ihn kurz vor Torschluss gefeuert.
Mir ist der alte Möhlmann als Old School Boy ja grundsätzlich nicht unsympathisch. Aber ehrlich gesagt ist seine Zeit in meinen Augen vorbei. Der kann sich jetzt nur noch auf den letzten Metern seinen guten Ruf ruinieren. Mehr ist für ihn nicht mehr drin.
Wer auswärts bei Union Berlin spielt und dann davon überrascht ist, dass die vor heimischem Publikum loslegen wie die Feuerwehr, der scheint dort noch nie zu Gast gewesen? Wer zudem Stefan Mugosa, einen typischen Strafraumspieler ohne jede Konterqualität, weil zu langsam und unbeweglich dafür, auswärts anstelle von Okotie aufstellt, der muss ziemlich verzweifelt sein? Gleichzeitig sitzt Nico Karger auf der Bank, der mit Ball zu den schnellsten Kickern im Kader gehört und ein guter Konterstürmer ist? Das sieht alles mehr nach trial and error aus, was Möhlmann da treibt. Wetten, dass er Karger jetzt im nächsten "Heimspiel" gegen Bochum von Beginn an bringt?
Die Söldner spielen exakt so wie man es erwarten durfte. In einer funktionierenden gefestigten Truppe sind Beister und Aycicek bestimmt keine schlechten Fußballer. Aber das sind keine, die die Fahne vorantragen, wenn um sie herum der Sturm tobt. Goran Sukalo war mal ein richtig guter Zweitligaspieler, aber der ist körperlich einfach durch. Das wussten die in Fürth und wollten nicht mehr verlängern. Mauersberger ist die einzige Verpflichtung, die halbwegs Sinn macht.